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Reutlingen, 12. Mai 2011, Die Manz Automation AG, einer der weltweit führenden Anbieter von Produktionssystemen für die Photovoltaik- und Flat Panel Display (FPD)-Industrie, hat im ersten Quartal 2011 eine Verdreifachung der Umsätze erzielt. Auch im Hinblick auf die nächsten Monate stehen die Weichen auf weiteres Wachstum. So ist es gelungen, Neuaufträge im Gesamtvolumen von 50 Mio. Euro zu akquirieren.

Neben Anlagen zur Produktion von Touchpanels betrifft dies insbesondere Automations- und Prozessanlagen für die Herstellung kristalliner Solarzellen. Zudem konnten Synergieeffekte im Dünnschicht-Bereich mit einem Erstauftrag von SAGE Electrochromic's, einem US-amerikanischen Hersteller von elektrochromem Glas, erschlossen werden. Absolut beläuft sich der Auftragsbestand der Gesellschaft auf mittlerweile knapp über 150 Mio. Euro.

Im Berichtszeitraum erwirtschaftete die Manz Automation Umsatzerlöse von 62,0 Mio. Euro nach 21,3 Mio. Euro im Vorjahr. Daneben konnte die Gesamtleistung um über 90% auf 65,4 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 34,3 Mio. Euro). In der Summe erzielte die Manz Automation, insbesondere aufgrund eines im Jahresvergleich deutlich verbesserten operativen Geschäfts, ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,2 Mio. Euro nach einem negativen Vorjahreswert von -3,3 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung eines leicht negativen Finanzergebnisses von -0,1 Mio. Euro belief sich das Vorsteuerergebnis (EBT) auf 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -3,2 Mio. Euro).

Auch das Konzernergebnis verbesserte sich deutlich auf -0,7 Mio. Euro nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen (Vorjahr: -2,7 Mio. Euro). Zudem erzielte die Gesellschaft in den ersten drei Monaten 2011 einen operativen Cash Flow von -16,4 Mio. Euro (Vorjahr: -8,0 Mio. Euro). Diese Veränderung liegt vor allem in dem gestiegenen Working Capital-Bedarf im Rahmen der Geschäftsausweitung und dem Abbau von Lieferantenverbindlichkeiten begründet.

Martin Hipp, Finanzvorstand der Manz Automation, führt die sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig positive Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück: "Neben einer signifikanten Ausweitung unseres operativen Geschäfts, profitieren wir zusehends von den in den vergangenen Jahren erfolgreich eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, z. B. im Einkauf, aber auch im Bereich der Komponentenstandardisierung. Daneben hat die im Vorjahresvergleich deutlich verbesserte Kapazitätsauslastung in allen Geschäftsbereichen zu unserer Rückkehr in die Gewinnzone beigetragen."

Martin Hipp ergänzt: "Wir verspüren derzeit eine gute Nachfrage in allen Geschäftsbereichen. Neben dem Bereich Flat Panel Displays, der sich erneut auf Rekordkurs befindet, zeigt sich vor allem der Geschäftsbereich Solar stark aufgestellt. Alleine für den 2010 entwickelten SpeedPicker beläuft sich das bisherige Ordervolumen auf insgesamt rund 300 Anlagen."

Durch den Erstauftrag von SAGE Electrochromic's werden die Verwendungsmöglichkeiten der Manz Dünnschicht-Technologie um ein neues Einsatzfeld ergänzt. Für die Herstellung dieser elektronisch abblendbaren Fenster, einer innovativen Technologie zur signifikanten Reduktion des Energieverbrauchs, kommen nahezu identische Anlagen wie bei der Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen zum Einsatz. Sage, der gemeinsam mit der französischen Saint Gobain-Gruppe sein erstes Werk für die Massenproduktion des High-Tech Glases in den USA baut, hat sich aus diesem Grund für die Manz Automation mit ihrer langjährigen Expertise auf diesem Gebiet als Partner entschieden.

Manz wird sein komplettes Produktspektrum zum Aufbau einer Produktionslinie liefern - von Laserstrukturierung, Laserkantenisolation und nasschemischen Reinigungsanlagen bis hin zur dazugehörigen Automation. Das Gesamtvolumen dieser Order umfasst rund 12,5 Mio. EUR. In Zukunft erhofft sich Manz weitere Aufträge aus diesem Bereich, der noch am Anfang seiner Entwicklung steht und von welchem ein dynamisches Wachstum erwartet wird. Durch die Verwendung von Glas, das je nach Bedarf abgedunkelt werden kann, sind enorme CO2- und Kosteneinsparungen möglich - besonders in warmen Regionen. So kann bei starker Sonneneinstrahlung die Lichtdurchlässigkeit einer Fassade reduziert und damit beispielsweise der Energieverbrauch von Klimaanlagen drastisch gesenkt werden.

Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender der Manz Automation AG, zeigt sich über die endgültige Etablierung der Selektiven Emitter Technologie im Bereich der kristallinen Solarzellen hocherfreut: "Die Auslieferung der ersten OneStep Selective Emitter an unsere Pilotkunden liegt fast genau ein Jahr zurück. Mit der anschließenden Verifizierung der Technologie im Rahmen der Massenfertigung haben wir die Leistungsfähigkeit der neuen Anlage unter Beweis gestellt. Neue Aufträge aus Asien über den Erwerb von insgesamt neun selektiven Emitter Anlagen in Kombination mit der dazugehörigen Automation, dem SpeedPicker, untermauern dies eindrucksvoll - insgesamt ein Auftragsvolumen von rund 12 Mio. EUR, die noch im aktuellen Geschäftsjahr umsatz- und ertragswirksam werden."

Mit dem OneStep Selective Emitter leistet Manz einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Wirkungsgrads von kristallinen Solarzellen. In der Produktion konnte eine nachhaltige Erhöhung der Effizienz um 0,5 Prozentpunkte nachgewiesen werden. Gleichzeitig hat der von Manz entwickelte Prozess zur Erzeugung von selektiven Emittern nach eigener Einschätzung die mit Abstand geringsten Produktionskosten und hilft damit, die Profitabilität der Solarhersteller zu verbessern.

Zudem profitiert die Gesellschaft von der unvermindert hohen Wachstumsdynamik im Bereich der Touchpanel-Technologie. So konnten Folgeaufträge von großen asiatischen Herstellern im Flachbildschirmbereich akquiriert werden. "Mit der Lieferung von nasschemischen Reinigungsanlagen sowie von Automationslösungen untermauern wir erneut unsere starke Marktposition in dieser Region. Mit Einzelaufträgen im Gesamtvolumen von 15 Mio. EUR sind unsere Fertigungskapazitäten in Fernost hervorragend ausgelastet. Durch den guten Auftragseingang ist der Auftragsbestand trotz bereits starker Umsätze im ersten Quartal unverändert auf sehr hohem Niveau.

Aufgrund des vielversprechenden Starts in das aktuelle Geschäftsjahr bestätigt der Vorstand für das Gesamtjahr mit einem Jahresumsatz von 240 bis 250 Mio. Euro sowie einer EBIT-Marge von mindestens 5% und damit einer weiter verbesserten Profitabilität. In Abhängigkeit von der Marktentwicklung im Bereich der Dünnschicht-Technologie bestehe zudem das Potenzial, die genannten Ziele noch zu übertreffen.

Quelle: Manz Automation AG

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