Reutlingen, 9. November 2009 – Die Manz Automation AG, einer der weltweit führenden Technologieanbieter für die Photovoltaik- und LCD-Industrie, hat in den ersten neun Monaten 2009 Umsatzerlöse von 46,73 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr: 159,10 Mio. €). Dabei lagen die Umsatzerlöse im dritten Quartal 2009 bei 18,46 Mio. € (Vorjahr: 57,50 Mio. €). Nach den ersten neun Monaten 2009 summierte sich die Gesamtleistung auf 59,14 Mio. € nach 162,11 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete der Konzern im Berichtszeitraum einen Rückgang auf -16,09 Mio. € (Vorjahr: 18,77 Mio. €). Aufgrund der eingeleiteten Kostenreduzierung im laufenden Jahr wurden bereits erste positive Effekte sichtbar. Somit konnte der operative Verlust im dritten Quartal auf -3,53 Mio. € begrenzt werden, nachdem im Vorquartal (Q2/2009) ein Verlust von -7,60 Mio. € zu Buche stand.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) reduzierte sich nach den ersten neun Monaten 2009 auf -14,39 Mio. € nach 18,53 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Somit resultiert ein Periodenergebnis im Konzern von -11,53 Mio. € nach einem Überschuss von 14,09 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -2,45 € (Vorjahr: 3,52 €). Im gleichem Zeitraum betrug der operative Cash Flow -4,41 Mio. € (Vorjahr: -4,60 Mio. €).

In der Umsatz- und Ertragsentwicklung spiegeln sich die gesamtwirtschaftliche Lage und die Auswirkungen der weltweiten Rezession auf die Solarindustrie deutlich wider. Erste positive Impulse, die von der diesjährigen European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition ausgingen, sowie die sich insgesamt verbessernden Aussichten wurden im dritten Quartal noch nicht in den Geschäftszahlen sichtbar. Hingegen sorgte die Marktbelebung in der LCD-Industrie aufgrund einer erhöhten Nachfrage nach TV-Endgeräten vor allem in China für eine volle Auslastung der vorhandenen Kapazitäten an den asiatischen Produktionsstandorten.

Besonders hervorzuheben sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Reutlinger Maschinenbauers im Geschäftsjahr 2009. Neben der Neu- und Weiterentwicklung bestehender Anlagen und Prozesse für die Solarindustrie arbeitet die Gesellschaft an der Entwicklung einer Produktionslinie für die serielle Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien. Dadurch erschließt sich die Manz Automation Wachstumschancen einer weiteren aufstrebenden Branche. Bereits im kommenden Geschäftsjahr plant Manz, dieses Engagement zu einem eigenen Geschäftszweig auszubauen und damit das Geschäftsmodell auf ein noch breiteres Fundament zu stellen. Im dritten Quartal 2009 konnte in diesem Bereich bereits ein positiver Beitrag zum Umsatz und Ergebnis erwirtschaftet werden.

Aufgrund des ausgebliebenen Aufschwungs in der zweiten Jahreshälfte 2009 ist ein ausgeglichenes Ergebnis im Gesamtjahr für die Manz Automation nicht mehr realistisch. Basierend auf dem Auftragsbestand zum 30. September 2009 in Höhe von rund 78 Mio. EUR rechnet der Vorstand im Geschäftsjahr 2009 mit Umsatzerlösen von 80 bis 85 Mio. €. Für das vierte Quartal erwartet der Vorstand zudem die Rückkehr zu einem positiven EBIT, ohne jedoch den Verlust auf Gesamtjahresbasis kompensieren zu können.

Vorstandsvorsitzender der Manz Automation AG, Dieter Manz, sieht die Gesellschaft, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Entwicklung, für die künftigen Herausforderungen gut gerüstet: „Für die nächste Wachstumsphase sind wir hervorragend aufgestellt. Wir haben in den vergangenen Monaten eine Vielzahl von Innovationen hervorgebracht, die in der Branche neue Maßstäbe setzen werden. Die Solarzellenhersteller müssen in den kommenden Monaten wieder investieren, um wettbewerbsfähig produzieren zu können. Hierfür bieten wir die weltweit führenden Lösungen, so dass wir nicht nur durch unsere kostengünstigen Standorte in Asien bestens positioniert sind, um an diesem Aufschwung zu partizipieren.

Quelle: Manz Automation AG

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