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München, 06. Juni 2011, Seitdem bekannt ist, dass Windstrom aus dem Meer von der Bundesregierung bevorzugt behandelt wird, hat juwi an dieser einmaligen Geschäftsidee gefeilt, jetzt ist es soweit: Der Spezialist für erneuerbare Energien aus Wörrstadt steigt in die Projektentwicklung von großen Solar-Offshore-Projekten in der Nord- und Ostsee ein - und belegt damit ein neues Geschäftsfeld praktisch konkurrenzlos. Was für Wind gilt, muss logischerweise auch für Solar gelten.

juwi-GruppeMehrere 100 Megawatt-Projekte sind bereits in Entwicklung. „Weil die Förderung höher ist, je weiter die Projekte von der deutschen Küste entfernt sind, haben wir auch Projekte im sibirischen Polarmeer und etwa 372,34 km vor Madagaskar im Portfolio“, sagt Lars Falck, Geschäftsführer der juwi Solar GmbH.

Die Einspeisetarife für Solarstrom vom Meer sollen – wie beim Windstrom – gut doppelt so hoch sein wie die Vergütungen an Land. Das wird derzeit mit der Bundesregierung endverhandelt. „Wir wissen zwar nicht, wofür man das braucht, aber finanziell lohnt es sich allemal für uns!“, fügt Falck hinzu. Ein großer Vorteil ist, dass die ewig langen und superteuren Hochspannungsleitungen, die für den Meeres-Windstrom an Land gebaut werden müssen, kostenlos mitgenutzt werden können. Außerdem wird der Solarstrom komplementär zum Windstrom auf See erzeugt. Ha! Zwar wird sich der Elektro-Kunde in Ingolstadt fragen, warum er überteuerten Strom vom Meer kaufen muss, wo es doch rund um Ingolstadt ausreichend Flächen gibt, um viel billigeren Solar- und Windstrom vor Ort zu erzeugen. Aber der Fortschritt verlangt nun mal Opfer.

Technisch ist das Thema für die Solar-Experten von juwi ein Selbstgänger. Mehr Risiken als beim Offshore-Windstrom gibt es beim Offshore-Solarstrom auch nicht. Wenn das Salzwasser und die Stürme den Wind-Turbinen nichts anhaben können, dann werden auch Solarmodule halten. Erste Testprojekte zeigen hervorragende Ergebnisse, da das Wasser durch seine Reflexionskraft den Ertrag noch mal deutlich erhöht. Führende, von der Solarbranche bezahlte Experten haben das bestätigt.

Eine gewisse Schwierigkeit gibt es lediglich in der Frage, wie das Seegras unter den Modulen gemäht werden kann. Wie immer hat juwi auch dafür die Lösung längst im Köcher: Eine spezielle Züchtung von See-Solar-Schafen wird diese Aufgabe übernehmen!

Quelle: juwi-Gruppe

Kommentare   

#5 photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler 2011-06-08 21:31
Anmerkung der Redaktion:
Nach einem Gespräch mit Matthias Willenbacher hat angeblich alles Wahrheitsgehalt bis auf die See-Solar-Schafe ;-)

Diese Meldung wird weitere Besucher an den juwi-Stand auf der Intersolar locken. Auch Humor ist in der Solarbranche erlaubt und auch erwünscht.
#4 Thomas 2011-06-08 08:31
@Torben: Das mit der Ironie ist natürlich immer so eine Sache. Da hätte ich mir von der Redaktion gewünscht, dass irgendwo ein Hinweis dazu erscheint - dadurch wäre es ja nicht weniger witzig gewesen. Aber die Meldung ist in gleicher Form auch auf anderen Branchenportalen gelaufen. Klasse gemacht von der juwi-PR-Abteilung. Kann man aber nur einmal bringen, so einen Kracher. Schön wäre auch gewesen, wenn die eine Geschichte erzählt hätten, dass sie beim Bau eines Windrades auf Öl gestoßen sind...
#3 Torben 2011-06-07 11:57
Naja, das illustriert schon recht gut die zweifelhafte Förderung von Offshore Windenergie-Anlagen - was wohl auch der Sinn der Pressemeldung ist.
Ob sich die Ironie allerdings dem Leser erschließt, darf bezweifelt werden . . .
#2 Thomas 2011-06-07 09:13
Großartiger Gag! Gesprächsstroff satt für die Messe, und die Meldung geht auch noch durch die Branchenmedien...Kracher.
#1 Hans Hansdampf 2011-06-06 15:05
Also wenn heute der 1. April wäre, dann hätte ich auf einen Aprilscherz getippt. Mal sehen wie sich die Herren von juwi auf der Intersolar dazu äußern.

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