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Berlin, 24. Februar 2010 - Dr. Hermann Ott, Sprecher für Klimapolitik erklärt:

Der gestern veröffentliche UNEP-Bericht macht einmal mehr deutlich: die von 60 Staaten freiwillig in Kopenhagen versprochenen Klimaschutzmaßnahmen reichen nicht aus , um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

Vor diesem Hintergrund muss auch die Bundesregierung sich endlich für ein unkonditioniertes 30-Prozent-Reduktionsziel  der EU aussprechen. Es ist nicht zielführend, mit dem Klimaschutz erst dann ernsthaft zu beginnen, wenn auch andere Staaten nachziehen. Deutschland und die EU müssen eine Vorreiterrolle behalten.

Ein in Mexiko Ende des Jahres zu verhandelndes Abkommen muss deutlich höhere Reduktionsverpflichtungen enthalten. Die Weichen müssen dafür bereits im April und Mai in Bonn gestellt werden. Bundesminister Röttgen muss alles tun, damit die beiden Treffen in Bonn ein Erfolg werden. 

Es ist unverständlich, dass der scheidende UNFCCC-Exekutivsekretär Yvo de Boer bereits jetzt verkündet, er erwarte in Mexiko kein Abkommen. Vielmehr sollte er seine verbleibende Zeit im Klimasekretariat nutzen, um in jeder Wiese darauf hinzuwirken, ein wirksames und rechtlich verbindliches Abkommen noch in diesem Jahr zu erreichen. Es steht außer Frage, dass dies sehr schwierig sein wird. Umso wichtiger ist es, dieses Ziel nicht von vorneherein aufzugeben.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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