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Berlin, 08. September 2011, Im kommenden Jahr sollten keine höheren Kosten für den Ausbau von erneuerbaren Energien auf den Verbraucher zukommen. Davon geht der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) aktuell aus. Sofern dann doch höhere Kosten für Verbraucher durch die EEG-Umlage entstehen, so wäre das laut BEE die Folge der mangelhaften gesetzlichen Berechungsgrundlage. Die Energiekonzerne schreiben zu viel gezahlte Beträge den Verbrauchern gut und werden durch Korrekturen bei der Berechnung im Folgejahr ausgeglichen, so BEE weiter. Die Gutschrift erfolge allerdings erst mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung. Zweifelhaft ist, ob sie denn überhaupt bei den Verbrauchern ankommt. Der BEE fordert daher, die Bestimmungen zu ändern und insbesondere das letzte Quartal eines laufenden Jahres in die Prognose für die neue EEG-Umlage einzubeziehen.

„Die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien wird von den Übertragungsnetzbetreibern jeweils Mitte Oktober für das Folgejahr festgelegt. Bei dieser Prognose fließen nur die Ausgaben und Einnahmen der ersten neun Monate des laufenden Jahres ein. Das letzte Quartal hingegen bleibt unberücksichtigt. Dieses Quartal bringt aber für die Kostenbilanz der Erneuerbaren-Förderung eines Jahres erfahrungsgemäß noch erhebliche Veränderungen mit sich“, erläutert Björn Klusmann, BEE-Geschäftsführer.

So werde im Herbst und Winter mehr Strom verbraucht als in den Sommermonaten. Dadurch steigen die Einnahmen des EEG-Kontos aus der Umlage, die für jede verbrauchte Kilowattstunde gezahlt werden muss, an. Gleichzeitig nehmen die Ausgaben für die Vergütung von Ökostrom in dieser Zeit ab, da beispielsweise weniger Solarstrom produziert wird. Unterm Strich verbessert sich so der Kontostand des EEG zum Jahresende. Diese Verbesserung bleibt bei der Abschätzung der Umlage für das Folgejahr bisher unberücksichtigt, was zu unnötig hohen Umlagewerten führen kann.

„Der BEE fordert daher, dass die Berechnungsgrundlage in der so genannten Ausgleichsmechanismusverordnung angepasst und eine angemessene Kalkulation des letzten Quartals einbezogen wird. Dadurch könnte eine realitätsnähere EEG-Umlage berechnet und unnötige Schwankungen vermieden werden“, sagt Klusmann.

Quelle: Budnesverband Erneuerbare Enerige e.V.

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