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Wörrstadt, 21. August 2012, Geänderte Marktbedingungen zwingen die juwi-Gruppe dazu, die Strukturen des Unternehmens neu anzupassen. Dazu gehört auch, dass juwi in Zukunft keine Solarstromanlagen auf Dachflächen mehr baut. Die beiden Gründer und Vorstände Matthias Willenbacher und Fred Jung wollen ihre Dienstleistungen und Produkte noch enger an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen. Künftig wird juwi technologieübergreifende Angebote in allen Regionen Deutschlands anbieten. Die Nähe zum Kunden ist Voraussetzung für den Erfolg der dezentralen Energiewende, so die beiden Willenbacher und Jung.

juwi-Gruppe - Die Energie ist da

Das bedeutet, dass juwi zukünftig nicht mehr in seinen klassischen Technologiegesellschaften aufgestellt sein wird. "Derzeit planen wir eher eine Projektentwicklungsgesellschaft, einen Technologiebereich, eine Gesellschaft für Endkundenprodukte sowie - zunehmend immer wichtiger - eine Gesellschaft für den technologieübergreifenden Betriebsservice", erläutert juwi-Vorstand Matthias Willenbacher. Dies gilt zunächst einmal für Deutschland. Hier wird juwi das Projektentwicklungsgeschäft noch stärker als bisher regional organisieren und in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten stellen. Die neuen Führungspositionen wird juwi mit bereits im Unternehmen tätigen Führungskräften besetzen.

Gleichzeitig wird das Unternehmen bis spätestens Anfang des nächsten Jahres auch einige Geschäftsfelder neu ordnen. "Im Fokus aller Betrachtungen und Entscheidungen steht dabei immer das Gesamtunternehmen. Dies bedeutet aber auch, dass wir einige Geschäftsmodelle nicht im gleichen Umfang wie bisher fortführen können, wenn wir erfolgreich und langfristig unser Kerngeschäft ausbauen wollen", sagen Jung und Willenbacher.

Anpassungen wird es beispielsweise im Bereich der Bioenergie geben: juwi wird sich hier auf den Betrieb der bestehenden Produktionsanlagen für Holzbrennstoffe konzentrieren sowie Holzpellets und Holzbriketts vertreiben. Weiterer Schwerpunkt im Bioenergie-Bereich bleibt die Biogastechnologie. Im Endkundenbereich wird juwi sich auf Dienstleistungen und Produkte im Bereich Strom und Wärme sowie das neue Speichersystem juwi Home Power fokussieren. Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen werden künftig nicht mehr von juwi gebaut.

Zu den Faktoren, die das Geschäft derzeit massiv und negativ beeinflussen, gehören vor allem die extrem hohen Kürzungen der Solarstromvergütungen im Rahmen der Novelle des EEG. Nicht ohne Grund sprechen viele von einem "Solarausstiegsgesetz". "Wenn die Politik so weitermacht wie bisher, dann findet die Energiewende nicht statt", warnen die juwi-Vorstände vor einem Scheitern des Umstiegs auf günstige erneuerbare Energien.

Nach Jahren des rasanten Wachstums ist die aktuelle Entwicklung für die juwi-Gruppe eine neue, schmerzhafte Erfahrung. "Diese Entscheidungen bedauern wir sehr; allerdings lassen sie sich im Hinblick auf das Gesamtunternehmen nicht vermeiden. Sie sind notwendig, weil wir juwi nur so erfolgreich weiterentwickeln können", sagen die Gründer. "Wir werden alles daran setzen, für möglichst viele der rund 150 in diesen Geschäftsbereichen tätigen Mitarbeiter eine andere, ihren Fähigkeiten entsprechende Beschäftigung innerhalb der juwi-Gruppe zu finden." Sehr positive Geschäftsentwicklungen verzeichnet juwi derzeit insbesondere in den Bereichen Windenergie Deutschland (Onshore) sowie auf diversen Auslandsmärkten. "Hier werden wir weiter wachsen", betont Willenbacher.

Mit diesen Schritt beweist juwi erneut ein außerordentliches - wenn auch politisch bedingtes - Marktgespür und schafft so die Voraussetzung für weiteres Wachstum innerhalb des gesamten Unternehmens.

Quelle: juwi-Gruppe

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