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Shanghai, 05. März 2012, Jinko Solar nimmt den Mund sehr voll. So fürchtet das Solarunternehmen die geplante Kürzung der Solarförderung in keiner Weise und ist der Meinung, dass die chinesischen Solarmodulhersteller bald den deutschen Solarmarkt dominieren werden. Der gestern durch die Financial Times Deutschland veröffentlichte Bericht mit dem Titel "Jinko heizt Preiskampf auf deutschem Solarmarkt an" zeigt die Sichtweise des chinesischen Modulherstellers. So ist Jinko Solar fest davon überzeugt, dass die Gesetzesänderung (EEG) dem Solarkonzern SolarWorld AG das Genick brechen wird.

Das junge Solarunternehmen Jinko Solar gibt sich selbstbewusst. Die Förderkürzungen kann das Unternehmen locker kompensieren, so der Jinko-Vorstand Arturo Herrero gegenüber der FTD. Der Solarmodulhersteller Jinko Solar rechnet damit, dass wegen der Solarkürzung bei den Solarmodulhersteller weitere acht bis zehn Prozent an Material eingespart werden müssen. Nach eigenen Angaben sind Einsparungen bei Jinko Solar zwischen acht und zehn Prozent kein Problem, denn Jinko spart bei beim Einkauf des Rohstoffs Silizium. Vorteil von Jinko, laut Deutsche-Bank-Analyst Vishal Shah, ist, dass das Unternehmen keine großen Lagerbestände hat. Deutsche Unternehmen hingegen haben teilweise hohe Lagerbestände, die sie abschreiben oder unter Produktionskosten verkaufen müssen.

Wie und wo könnte ein Solarunternehmen noch an Kosten einsparen? Ganz einfach: Man entsorge seine Industrieabfälle in der freien Natur und spart so die Entsorgungskosten (Wir berichteten: Solarfabrik von Jinko Solar wegen Umweltsauerei vorläufig geschlossen). Es ist bisher noch kein Fall bekannt, bei dem die SolarWorld AG Fische getötet geschweige denn Menschen krank gemacht hat. Fairer Wettbewerb heißt auch, sich auf dem gleichen Niveau zu messen. Dieses Niveau hat Jinko Solar noch lange nicht erreicht. Es ist schließlich nicht nur der Preis, der ausschlaggebend ist.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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