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Köln/Mailand, 25. Juli 2011, TÜV Rheinland bietet für Solarmodulhersteller aus der Europäischen Union die Zertifizierung des Herkunftsnachweises als Voraussetzung, um künftig in Italien eine um 10 Prozent höhere Einspeisevergütung erhalten zu können. Der Antrag an die italienische Gestore Servizi Energetici (GSE) setzt voraus, dass die Fertigung der Module in der EU unabhängig überwacht werden muss. TÜV Rheinland bietet die entsprechenden Überprüfungen als international anerkannte im IEC-System akkreditierte Zertifizierungsstelle und als weltweiter Marktführer in der Qualifizierung von Solarsystemen nicht nur für Module, sondern auch für Wechselrichter und andere Systemkomponenten – wie beispielsweise auch Montagesysteme – an.

Die für den italienischen Markt erforderlichen Bescheinigungen müssen detaillierte Informationen über die einzelnen Arbeitsschritte der Fertigung in der EU enthalten. Darüber hinaus ist eine Kennzeichnung der Module im Hinblick auf ihre Rückführbarkeit auf den jeweiligen Produktionsstandort erforderlich. „Trotz Übergangsvorschriften bis Sommer 2012 wirken die neuen Vorgaben faktisch bereits jetzt und der Herkunftsnachweis ist für den Erfolg auf dem italienischen Markt entscheidend“, so Jörg Althaus, Geschäftsfeldleiter Regenerative Energien von TÜV Rheinland. International begleiten die Experten von TÜV Rheinland zahlreiche Solarunternehmen bei Fragen des Marktzugangs, da sie die jeweiligen nationalen und internationalen Vorgaben genau kennen. So können Modulhersteller bei TÜV Rheinland nicht nur auf das weltweite Team mit 200 Fachleuten für die Solarindustrie zurückgreifen, sondern auch auf die breiten Marktkenntnisse der TÜV Rheinland-Fachleute in Italien. Dort ist der unabhängige Prüfdienstleister für Qualität und Sicherheit seit 1997 mit einer eigenen Gesellschaft vertreten.

Im Falle der neuen italienischen Einspeisevergütung ist ein genauer Abgleich der Anforderungen erforderlich: So ist der Nachweis zu erbringen, dass 60 Prozent der Wertschöpfung bei der Fertigung der Systemkomponenten innerhalb der EU erfolgen. In weiteren Ausführungsbestimmungen ist genau festgelegt, auf welche Bereiche sich diese Vorgaben beziehen. So müssen beispielsweise die Laminierung der Photovoltaikmodule, die elektrische Verschaltung sowie die erforderlichen elektrischen Tests als Teil des Herstellungsprozesses in Europa vorgenommen worden sein. Alternativ müssen die Solarzellen oder Wafer innerhalb der EU gefertigt worden sein.

Um eine Einspeisevergütung zu erhalten, müssen ab 1. Juli 2012 zusätzlich eine Recyclingverpflichtung sowie die Normen und Zertifikate ISO 9001, OHSAS 18001 und ISO 14000 im Qualitäts- und Umweltmanagement sowie Arbeitsschutz erfüllt werden. Neben der Auststellung des von GSE geforderten Herkunftsnachweises für die Komponenten bietet TÜV Rheinland auch in allen diesen Bereichen Leistungen an.

Italien ist derzeit einer der attraktivsten Märkte für die Solarindustrie. TÜV Rheinland betreibt dort unter anderem ein 3.500 Quadratmeter großes Außentestfeld für Solarmodule und ist in der Prüfung und Zertifizierung von Solarkraftwerken engagiert. Bereits 1995 hat das Unternehmen im Labormaßstab mit der technischen Prüfung von Solarkomponenten begonnen. Das Expertennetzwerk von TÜV Rheinland für die Solarbranche umfasst heute über 200 Fachleute weltweit. TÜV Rheinland betreibt Testlabore in Bangalore (Indien), Köln (Deutschland), Shanghai (China), Taichung (Taiwan), bei TÜV Rheinland PTL in Tempe Arizona (USA) sowie in Yokohama (Japan). Weltweit gehören rund 500 Hersteller von Photovoltaik-Modulen zu den Kunden des unabhängigen Prüfdienstleisters TÜV Rheinland. Die Fachleute prüfen nicht nur Module und Komponenten, sondern entwickeln auch neue Testmethoden, arbeiten an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Nutzung von Sonnenenergie mit und begleiten international den Aufbau von Solarkraftwerken.

Quelle: TÜV Rheinland

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