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Berlin, 07. August 2012, Im Mai 2012 musste der Solarmodulhersteller Inventux Technologies AG Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg anmelden (Wir berichteten: Solarmodulhersteller Inventux Technologies AG meldet Insolvenz an). Nun übernehmen Investoren aus Südamerika den Photovoltaikhersteller.

INVENTUX

Die Investoren aus Südamerika zählten zuvor zu den Handelspartnern des Solarunternehmens.Sie stellten sich als beste nachhaltige Alternative heraus. Das Unternehmen soll laut Aussage des Insolvenzverwalters Prof. Rolf Rattunde mit rund 100 Beschäftigten weitergeführt werden. Die verbleibenden 70 Mitarbeiter kommen bis zum Ende des Jahres in einer Transfergesellschaft unter.

Investoren sehen Chancen für das Unternehmen im Ausland

Die Investoren wollen die Produktpalette des Technologieführers für siliziumbasierte Dünnschichtmodule fortführen und sehen für diese Technologie besondere Chancen in den extrem sonnenreichen Höhenlagen Südamerikas, um dort wettbewerbsfähigen Solarstrom zu produzieren und die Sicherheit der Energieversorgung für die dortigen Industrien zu verbessern.

Insolvenzverwalter Prof. Rolf Rattunde von der Berliner Kanzlei Leonhardt: "Mit Inventux konnten wir ein High-Tech-Unternehmen in Berlin halten und rund 100 Jobs retten. In der Insolvenz haben wir gemeinsam mit dem Management das Solarunternehmen neu aufgestellt, damit es schlagkräftiger und wettbewerbsfähiger am Markt auftreten kann. Diese Neuaufstellung ist ein Prozess, den viele Unternehmen in der Solarbranche noch vor sich haben. Die südamerikanischen Investoren setzen auf Made in Germany und wollen die Produktion in Berlin dauerhaft fortführen. Damit ist es uns gelungen, die zukunftsweisende Technologie zur Herstellung von schadstofffreien und besonders effizienten Dünnschichtmodulen in Deutschland zu erhalten. Über die Hälfte der High-Tech-Arbeitsplätze konnten wir retten. Die übrigen rund 70 Mitarbeiter, die in den folgenden fünf Monaten in der Transfergesellschaft umfangreich geschult und im Bewerbungsprozess unterstützt werden, erhalten immerhin 80 Prozent ihres bisherigen Nettolohns und damit deutlich mehr als Arbeitslosengeld."

Aus der AG wird eine GmbH

Die zukünftige Inventux Solar Technologies GmbH wird über 85 Inventux-Mitarbeiter sowie 12 Auszubildende übernehmen. Die bisherigen Vorstände der AG – Christian Plesser, Oliver Rothe und Roland Sillmann - wechseln als Geschäftsführer in die neue GmbH.

Christian Plesser, Geschäftsführer der zukünftigen Inventux Solar Technologies GmbH: "Der Gang zum Insolvenzgericht ist uns sehr schwer gefallen, aber die Insolvenz erwies sich auch als Chance. Wir konnten das Unternehmen gemeinsam mit Insolvenzverwalter Rattunde in der Insolvenz neu aufstellen. Mit dem neuen Investor öffnet sich für uns ein sehr interessanter Markt in Südamerika. Unsere mikromorphe Solartechnologie eignet sich besonders für extrem sonnenreiche Regionen, da siliziumbasierte Dünnschichtmodule von Inventux bei hohen Temperaturen deutlich höhere Energieerträge bieten als herkömmliche kristalline Solarmodule"

"In den Höhenlagen Südamerikas, wo sich Industrien mit immer weiter wachsenden Energiebedarf angesiedelt haben, ist die Globalstrahlung mehr als doppelt so hoch wie in den sonnenreichen Gebieten Südeuropas. Hier kann mit unseren Photovoltaik-Modulen wettbewerbsfähiger Sonnenstrom ohne staatliche Förderungen produziert und ein wesentlicher Beitrag zur Sicherstellung der Energieversorgung geleistet werden. Selbstverständlich wird Inventux auch weiterhin den Kernmarkt Europa sowie andere Weltmärkte bedienen. Auch in der Insolvenz konnten wir die wichtigen Geschäftsbeziehungen zu unseren professionellen Kunden aufrechterhalten. Der Vertrieb der mikromorphen, leistungsstarken Dünnschichtmodule und das vielfach ausgezeichnete Flachdach-Montagesystem „FixFlat“ bilden produktseitig hierbei unseren Schwerpunkt", so Plesser abschließend.

Quelle: Prof. Rolf Rattunde, Insolvenzverwalter von Inventux

Kommentare   

#1 Roland Helfrich 2014-07-16 23:02
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Gemeinde Betzigau, die ich hier vertreten darf, hat im Jahre 2010 bereits Produkte ihres Hauses erworben.
Nachdem ihr damaliger Vertragspartner, die Fa. Allgäusolar, sehr unzuverlässig ist, bitte ich mir mitzuteilen, ob auch direkt von Ihnen 6 Dünnschichtmodule bezogen werden können, um die defekten Module austauschen zu können.

Für eine kurzfristige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Roland Helfrich
1. Bürgermeister

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