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Köln, 04. Mai 2012, Der Photovoltaikmarkt ist durch Überkapazitäten und Preisverfall bei den Solarmodulen, veränderte Förderpolitik und Verunsicherung bei Investoren geprägt. In Deutschland schreitet die Konsolidierung der Solarbranche durch die Solarkürzung noch schneller voran. Als führender Prüfdienstleister der Solarbranche weltweit reagiert TÜV Rheinland auf diesen Trend. Jörg Althaus, Geschäftsfeldleiter im Bereich Solarenergie bei TÜV Rheinland: „Der Aspekt der Qualitätssicherung hat in den vergangenen Monaten eine völlig neue Dynamik erhalten – in der Produktion, beim Produkt selbst, bei der Projektumsetzung. Der Wettbewerb wird härter. Die Vorgaben von Investoren, von Banken werden noch strenger. Und gleichzeitig schreitet die technische Entwicklung weiter voran.“

Nach Einschätzung der Experten von TÜV Rheinland, die die Branche seit Anfang der 1990er Jahre begleiten, werden Modulhersteller dauerhaft im Markt bestehen, wenn sie sich durch herausragende Modulqualität vom Wettbewerb differenzieren oder Hightech-Module für spezielle Anwendungen bieten, beispielsweise mit ausgeprägter Schwachlichtleistung oder Resistenz gegen extreme Klimabelastungen. Auf der Intersolar 2012 präsentiert TÜV Rheinland, der weltweit sieben Laborzentren für Solarmodule betreibt, umfassende Prüfprogramme und spezielle Testanforderungen für Photovoltaik-Module, die weit über die grundlegenden Bauartzertifizierungen nach IEC 61215 oder IEC 61646 hinaus gehen.

Dazu zählen in der Modulprüfung Salznebel- und Ammoniakprüfungen sowie der Vergleichstest PV+Test und das Prüfsiegel Power Controlled: Bei Power Controlled werden in einem ständigen Prüfprozess Produktion und Produkte der Hersteller neutral von TÜV Rheinland im Hinblick darauf kontrolliert, ob die Module die Leistung bringen, die der Hersteller verspricht. „Verlässlichkeit in der Leistung heißt Verlässlichkeit im Ertrag“, so Althaus. Durch sein weltweites Netzwerk mit Laborzentren und den entsprechenden Akkreditierungen für die Komponenten- und Modulprüfung ist TÜV Rheinland in der Lage, Unternehmen der Solarbranche für alle relevanten Zielmärkte Zertifizierungen zu bieten – Stichworte Global Access und One-stop-testing. Das gilt neben Prüfungen nach den IEC-Standards beispielsweise auch für Prüfungen nach ANSI/UL 1703, MCS insbesondere für den britischen Markt oder Golden Sun für China.

International engagiert sich TÜV Rheinland auch projektbegleitend bei der Qualitätssicherung von Photovoltaik-Großanlagen. Jörg Althaus: „Ziel ist es, die Bankability sicher zu stellen und die Kosteneffizienz zu erhöhen.“ Speziell Banken und Investoren würden nach Einschätzung der Branchenexperten die Vorgaben für Großprojekte immer strenger handhaben. TÜV Rheinland bietet Leistungen von Ertragsprognosen und Ertragsgutachten über Standortauswahl, Begleitung der Ausschreibung, Komponentenqualifizierung, Bauüberwachung, Prüfung der Anlagensicherheit und Bauabnahme bis zu permanentem Anlagenmonitoring und wiederkehrenden Prüfungen im Betrieb. Unter den betreuten Großprojekten in verschiedenen Ländern befinden sich zahlreiche Kraftwerke bis zu einer Leistung von über 100 MWp.

Darüber hinaus präsentiert TÜV Rheinland auf der Intersolar Leistungen zur Prüfung von Komponenten für Module und zur Prüfung von Wechselrichtern sowie verschiedene Innovationsprojekte in der Branche. Aktuell gehören dazu beispielsweise Fragen des Brandschutzes von Modulen und Solaranlagen sowie Entwicklungen bei gebäudeintegrierten Photovoltaik-Modulen (Building Integrated Photovoltaics, BIPV) – sei es auf dem Dach oder in der Fassade. TÜV Rheinland ist hier maßgeblich beteiligt an der Entwicklung entsprechender Normen und des Entwurfs der „EN 50XXX Photovoltaics in Buildings“. Im Rahmen eines globalen Kompetenzzentrums für BIPV bei TÜV Rheinland arbeiten die Fachleute an der Entwicklung von Testszenarien, Testständen und dem Aufbau weiterer Prüfkapazitäten. Hierbei stehen Sicherheitsaspekte und Leistungsfragen im Vordergrund. Themen sind beispielsweise Schallschutz, Brandschutzklassifizierung, Wind- und Umweltbelastungen, Regendichtigkeit und statische Fragen.

TÜV Rheinland

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