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Bitterfeld-Wolfen, 24. November 2010, Die IG Metall plant weitere Aktionen bei der Q-Cells-Tochter Solibro. Trotz mehrmaliger Aufforderung und eines Warnstreiks der Solibro-Beschäftigten, ist die Geschäftsleitung nicht bereit mit der IG Metall Tarifverhandlungen aufzunehmen.

„Das Schweigen der Geschäftsleitung wird weitere Aktionen nach sich ziehen. Die Verweigerungshaltung und Ignoranz gegenüber den berechtigten Anliegen der Beschäftigten ist unerträglich,“ so Manfred Pettche, Erster IG Metall-Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Dessau. „Vor allem ärgert die Beschäftigten,“ so Manfred Pettche weiter, „dass eine Berichterstattung über den letzten Warnstreik möglichst verhindert werden sollte. Damit haben die Arbeitgeber zusätzliches Öl ins Feuer gegossen.“

Die Solarindustrie gilt zu Recht als Zukunftsbranche und wird öffentlich gefördert. Die Arbeits- und Leistungsbedingungen in dieser Branche sind aber keineswegs zukunftsweisend: So erhält ein Facharbeiter bei der Q-Cells-Tochter Solibro zur Zeit ein Stundenentgelt von 8,33 Euro brutto. Das Tarifentgelt liegt demgegenüber bei 14 Euro. Während die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie erkannt haben, dass die Niedriglohnstrategie der letzten Jahre in Sachsen-Anhalt gescheitert ist, gilt in der Solarindustrie weiterhin das Prinzip der Dumpinglöhne. Dabei verkennen die Arbeitgeber, dass nur mit guten Tariflöhnen Fachkräfte gehalten und geworben werden können.

Download: Flugblatt der IG Metall zum Streik

Quelle: IG Metall

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