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Erfurt, 02. Mai 2011, Die IG Metall und die Bosch Solar Energy AG, Bosch Solar Wafers GmbH und die Bosch Solar Thin Film GmbH in Erfurt und Arnstadt haben für die rund 2.000 Beschäftigten ein umfassendes Tarifpaket geschnürt. Bezirksleiter Armin Schild erklärte dazu am 29. April 2011 in Frankfurt: „Damit sind tariflich abgesicherte Regelungen zu Entgelt, Arbeitszeit, Urlaub etc. verbindlich getroffen worden. Wir danken den Beschäftigten und der Verhandlungskommission, die erstmals im IG Metall Bezirk Frankfurt einen Tarifabschluss mit einem der größten Unternehmen der Solarbranche erzielen konnte." Verhandlungsführer Klaus-Dieter Schmidt stellte fest: „Es waren über Monate andauernde schwierige Verhandlungen nötig, die zu einem guten Ergebnis geführt haben."

Laut der Sprecherin Heide Traemann von Bosch Solar ging es in erster Linie um einheitliche und wettbewerbsfähige Bedingungen für die Standorte Erfurt und Arnstadt.

Der Tarifvertrag ist zunächst als Haustarifvertrag geschlossen, gilt aber aus Sicht der IG Metall als wegweisend für weitere Tarifgespräche in anderen Betrieben der Solarindustrie in Thüringen, aber auch darüber hinaus, insbesondere im Solarcluster Mitteldeutschland. Die IG Metall will daher prüfen, ob eine Übertragung dieses Tarifwerks in einen Flächentarifvertrag für die Solarbranche sinnvoll und möglich ist.

Der Tarifvertrag sieht unter anderem vor:

  • Arbeitszeitverkürzung von derzeit 40 Wochenstunden auf 38

    Wochenstunden

  • Schrittweise Erhöhung der Urlaubsansprüche in den nächsten drei Jahren auf 30 Tage
  • Entgelterhöhung in der Metall- und Elektroindustrie werden künftig 1:1 übertragen
  • Anspruch auf Beschäftigungssicherung
  • Übernahmegarantie für alle Auszubildende
  • Anwendung des Tarifvertrages Qualifizierung mit der Option einer Fachkräfteinitiative für diese Wachstumsbranche

Quelle: IG Metall

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