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Baar, 02. September 2011, Die Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) aus der Schweiz, konnte im ersten Halbjahr 2011 den Nettoumsatz um 61 Prozent auf 575,0 Mio. CHF (Vorjahreszeitraum: 356,9 Mio. CHF) steigern. Laut Unternehmen lag der Anstieg sogar bei 66 Prozent, wird der Umsatzwachstum ausschließlich organisch und bereinigt um Wechselkurseffekte betrachtet. Geplantes Jahresumsatzziel des Solarunternehmens liegt bei 1.200 Mio CHF. Das Unternehmen ist gemäß den Angaben voll auf Kurs.

Der Auftragsbestand per 30. Juni 2011 lag bei 1.240,8 Mio. CHF, was für die weitere Geschäftsentwicklung in der 2. Jahreshälfte 2011 und für das Jahr 2012 eine sehr gute Ausgangsbasis bildet.

Im 1. Halbjahr 2011 erzielte Meyer Burger ein EBITDA von 154.9 Mio. CHF, entsprechend einer Marge von 26,9 Prozent (H1 2010: EBITDA von 64,6 Mio. CHF und eine Marge von 18.1 Prozent). Auf Stufe EBIT erreichte das Unternehmen einen Gewinn von 125,1 Mio. CHF und eine EBIT Marge von 21,8 Prozent (H1 2010: EBIT von 34,4 Mio. CHF, EBIT Marge 9,6 prozent). Meyer Burger schließt das 1. Halbjahr 2011 insgesamt mit einem Ergebnis in Höhe von 76,6 Mio. CHF gegenüber 23,6 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum ab.

Meyer Burger passt Ihre Guidance für das Gesamtjahr 2011 an und erwartet, ohne Einbezug der anteiligen Resultate der Roth & Rau AG, wie bisher einen Nettoumsatz für das Gesamtjahr von CHF 1.200 Millionen. Auf Stufe EBITDA erhöht das Unternehmen die Margen-Guidance für das Gesamtjahr 2011 auf zwischen 23 bis 25 Prozent. Voraussetzung für diesen Ausblick bleibt, dass die Kunden ihre Ausbaupläne wie vorgesehen realisieren können.

Dynamisches Wachstum

Das Wirtschaftsumfeld war in der ersten Jahreshälfte 2011 von starken Währungsturbulenzen im US Dollar und Euro sowie von fiskalpolitischen Problemen in verschiedenen europäischen Ländern geprägt. In der Photovoltaik haben die Diskussionen Ende des Jahres 2010 um Einschnitte bei den Einspeisevergütungen (z.B. in Deutschland, Italien, Spanien) zu gewissen Verunsicherungen geführt und den von Meyer Burger erwarteten Konsolidierungsprozess bei den Solarzellen-Herstellern und -Anbietern beschleunigt. Global gesehen ist das Interesse an Solarenergie und Photovoltaik im Speziellen jedoch erheblich gestiegen.

Meyer Burger hat in diesem herausfordernden Umfeld insgesamt ein Volumen an neu erteilten Aufträgen von 787,6 Mio. CHF (Vorjahresperiode 590,1 Mio. CHF) erzielt. Der Auftragsbestand per 30. Juni 2011 lag bei 1.240,8 Mio. CHF, was für die weitere Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2011 und für das Jahr 2012 eine sehr gute Ausgangsbasis bildet.

Der Nettoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2011 um 61Prozent auf 575.0 Mio. CHF gegenüber 356.9 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzzuwachs ist ausschliesslich auf organisches Wachstum zurückzuführen. Bereinigt um die negativen Wechselkurseinflüsse aufgrund des schwachen US Dollars und Euros liegt das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen bei 66 Prozent. Asien stellte auch im ersten Halbjahr 2011 mit 77 Prozent des Nettoumsatzes den wichtigsten Absatzmarkt dar (Umsatzwachstum +76 Prozent; Umsatzanteil 1. Halbjahr 2010: 71 Prozent). Auf Europa entfielen 21 Prozent des Nettoumsatzes (Umsatzwachstum +53 Prozent; Umsatzanteil 1. Halbjahr 2010: 22 Prozent) und 2 Prozent konnten mit Kunden in den USA erzielt werden (Umsatzveränderung -54 Prozent; Umsatzanteil 1. Halbjahr 2010: 7 Prozent).

Attraktive Gewinnmargen

Der Bruttogewinn hat sich im ersten Halbjahr 2011 mit 306.5 Mio. CHF gegenüber CHF 164,9 Mio. im Vorjahreszeitraum erneut nahezu verdoppelt. Die Bruttomarge konnte auf 53.3 Prozent gegenüber 46.2 Prozent im ersten Halbjahr 2010 gesteigert werden. Damit wurde die bereits hohe Bruttomarge des zweiten Halbjahrs 2010 (52,0 Prozent) sogar noch leicht übertroffen. Der Margenanstieg im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2010 ist vor allem auf weiterhin hohe Produktionsvolumina in den Werken Thun und Zülpich, die konsequente Weiterführung der Modularisierung und den Leverage auf den Fixkosten in der Produktion zurückzuführen, sowie auf gewisse Währungseinflüsse (Euro), verschiedene Prozessoptimierungen und Veränderungen im Produktemix.

Der Personalaufwand nahm im ersten Halbjahr 2011 auf 82,5 Mio. CHF zu, gegenüber 62,4 Mio. CHF im Vorjahr. Per 30. Juni 2011 belief sich der Personalbestand auf 1.530 Vollzeitstellen und lag damit 20 Prozent über dem Bestand per Jahresende 2010 bzw. 36 Prozent über dem Bestand per 30. Juni 2010. Hinzu kommen 223 Temporärmitarbeitende in Vollzeitbeschäftigung (per 30. Juni 2010: 170 Temporärstellen). Die Anzahl der Temporärmitarbeitenden hat sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um rund 13 Prozent reduziert.

Der Betriebsaufwand stieg im Berichtszeitraum auf 69,1 Mio. CHF gegenüber 37.9 Mio. CHF in der Vorjahresperiode. Dieser Anstieg ist vor allem auf volumenbedingt höhere Frachtkosten, höhere externe Forschung&Entwicklung-Kosten, gestiegene IT-Aufwendungen und den Aus- und Aufbau der Gruppe zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 2011 wurde ein EBITDA von 154.9 Mio. CHF erzielt, was einer Marge von 26,9 Prozent entspricht, gegenüber einem EBITDA von 64,6 Mio. CHF und einer Marge von 18,1 Prozent in der Vorjahresperiode. Die Abschreibungen in der Berichtsperiode beliefen sich auf 29,8 Mio. CHF (Vorjahr 30,2 Mio. CHF). Davon sind 23,7 Mio. CHF auf die Abschreibungen von immateriellen Werten zurückzuführen, welche mehrheitlich im Zusammenhang mit den M&A-Aktivitäten der vergangenen Jahre stehen.

Auf Stufe EBIT erzielte Meyer Burger einen Gewinn von 125,1 Mio. CHF gegenüber 34,4 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2010. Die EBIT Marge erreichte dabei 21,8 Prozent gegenüber 9,6 Prozent in der Vergleichsperiode.

Die anhaltende Schwäche des Euros und des US Dollars gegenüber dem Schweizer Franken (Euro -3,8Prozent, US Dollar -11,4Prozent) hat per Bilanzstichtag 30. Juni 2011 zu einer erneut tieferen Bewertung der Inter-Company Darlehen der Meyer Burger Technology AG und MB Wafertec (Meyer Burger AG, Thun) an ausländische Tochtergesellschaften geführt. Im ausgewiesenen Finanzaufwand von 34,2 Mio. CHF sind insgesamt 29.8 Mio. CHF an nicht realisierten Wechselkursverlusten im Zusammenhang mit diesen Inter-Company Darlehen und weiteren in Euro und US Dollar geführten Bilanzpositionen enthalten. Die Steuerbelastung im ersten Halbjahr 2011 belief sich auf insgesamt 15,3 Mio. CHF, was einem Konzernsteuersatz von rund 16,7 Prozent gleichkommt. Die relativ tiefe Steuerquote ist grösstenteils auf die Steuererleichterung, welche der MB Wafertec rückwirkend seit 2008 gewährt wird, zurückzuführen.

Das Ergebnis beträgt 76,6 Mio. CHF gegenüber 23,6 Mio. CHF im ersten Halbjahr 2010. Dieser Wert entspricht einem Gewinn pro Aktie für das Halbjahr 2011 von 1,63 CHF (verwässert) gegenüber 0,54 CHF in der Vorjahresperiode.

Hohe Cashflows

Während des ersten Halbjahrs 2011 wurde ein operativer Cashflow von +178,5 Mio. CHF erzielt, gegenüber +84,1 Mio. CHF im Vorjahr. Der starke Cashflow ist vor allem auf den hohen Umsatz, die höheren Margen und eine erneute Abnahme des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

Der Free Cashflow (Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) belief sich im ersten Halbjahr 2011 auf 83,6 Mio. CHF. In der Berichtsperiode wurden Investitionen in Sachanlagen von netto 24,5 Mio. CHF getätigt und die Bar-Investitionen in assoziierte Gesellschaften (Roth & Rau AG) beliefen sich auf 69,4 Mio. CHF.

Solide Bilanzstruktur

Mehrheitlich durch den guten Geschäftsgang sowie die sukzessive Übernahme der Roth & Rau AG hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Jahresende 2010 um rund 22 Prozent auf  1.302,8 Mio. CHF erhöht. Der Bestand an flüssigen Mitteln per 30. Juni 2011 belief sich auf 479,1 Mio. CHF. Das Eigenkapital stieg um 18 Prozent auf 760,5 Mio. CHF, was einer Eigenkapitalquote von 58,4 Prozent entspricht.

Erfolgreiche Akquisition der Roth & Rau AG

Meyer Burger hat in der ersten Jahreshälfte 2011 einen weiteren wichtigen Schritt in der langfristigen Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie vollzogen und im April 2011 ein Übernahmeangebot für die Roth & Rau AG lanciert. Per Bilanzstichtag vom 30. Juni 2011 hielt Meyer Burger eine Beteiligung von 24,99 Prozent an der Roth & Rau AG, die nach IFRS als Beteiligung an assoziierten Gesellschaften bilanziert wurde. Am 9. August 2011 fand die Abwicklung und Zahlung des Angebotspreises von EUR 22 je Stückaktie statt. Ab diesem Datum hält die Meyer Burger Gruppe insgesamt 82,57 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der Roth & Rau AG. Der gesamte Investitionsbetrag für diese Übernahme beläuft sich bis 9. August 2011 auf rund 318 Mio. CHF. Roth & Rau wird in der Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG ab August 2011 vollkonsolidiert.     

Ausblick

Mit ihrem breiten Produktportfolio in den Bereichen Wafering, Solarzellen und Solarmodule kommt die Meyer Burger Gruppe dem Bedürfnis ihrer Kunden entgegen, aufeinander abgestimmte Prozessschritte zu vereinfachen und mit Spitzentechnologien erneut deutliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen zu erreichen. Der raschen Integration von Roth & Rau in die Meyer Burger Gruppe wird daher in den kommenden 18 bis 24 Monaten eine hohe Priorität eingeräumt.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Meyer Burger, ohne Einbezug der anteiligen Resultate der Roth & Rau AG, wie bisher einen Nettoumsatz von rund CHF 1.200 Millionen. Auf Stufe EBITDA erhöht das Unternehmen die Margen-Guidance für das Gesamtjahr auf zwischen 23 bis 25 Prozent. Voraussetzung für diesen Ausblick bleibt, dass die Kunden ihre Ausbaupläne wie vorgesehen realisieren können. Hinsichtlich der Geschäftserwartungen der Roth & Rau AG verweist Meyer Burger auf die seitens der Roth & Rau getätigten Aussagen.

Quelle: Meyer Burger Technology AG

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