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Essen, 11. Januar 2010 - Trotz spürbarer Bemühungen der Industrie sollte die rasante Entwicklung der Windenergieanlagen  nicht darüber hinwegtäuschen, dass insbesondere in den Anlagen der höheren Leistungsklassen weiterhin Störungen und auch Schadensfälle in sämtlichen Elementen des Triebstranges (Getriebe, Kupplungen, Lager) auftreten. Diese Störungen waren bisher bei Triebsträngen vergleichbarer Größenordnung in anderen Branchen und Industriezweigen (z.B. schwere Walzwerkantriebe) so bisher nicht bekannt. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass die tragende Struktur einer Windenergieanlage, bestehend aus Turm und Gondel sehr elastisch ist und in Kombination mit dem Rotor ein extrem schwingungsanfälliges System darstellt.

Außerdem ist das schnelle Wachstum der Branche in den letzten Jahren sicherlich auch ein Problem, da kaum Betriebserfahrungen mit der jeweiligen Anlagengröße gesammelt werden konnten. Dabei wurden die Windenergieanlagen immer größer und effizienter. Doch je größer und damit wirtschaftlicher die Windenergieanlagen ausfallen, desto stärker rücken auch Störungen und Schadensfälle in sämtlichen Elementen des Triebstranges (Getriebe, Kupplungen, Lager) in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die drängende Frage nach einer Verbesserung der Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit großtechnischer Windenergieanlagen steht im Mittelpunkt der zweisprachigen Fachveranstaltung "Antriebsstränge in Windenergieanlagen / Drivelines in wind power installations" in Essen vom 9. bis 10. März 2010.

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Berthold Schlecht vom Institut für Maschinenelemente und Maschinenkonstruktion der Technischen Universität Dresden werden Lösungsansätze vorgestellt. Ausgehend von aktuellen Schadensbildern wird die anspruchsgerechte Auslegung der einzelnen Komponenten diskutiert und moderne Verfahren zur Diagnose von Schwingungen während des Betriebs vorgestellt. Neue Antriebskonzepte runden die Veranstaltung ab.

Weil Technik und Wirtschaftlichkeit selten so eng verzahnt sind wie bei Windkraftanlagen, wendet sich die Veranstaltung nicht nur an Entwickler und Konstrukteure,  sondern auch an Mitarbeiter der Betreibergesellschaften, an Versicherungen, Banken und Sachverständige.

Quelle: Haus der Technik e.V.

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