Berlin, 16. März 2010 - Zu der Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Stromnetze in einen Netzreglerverbund zu überführen, erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Die Gründung einer unabhängigen Netzgesellschaft für die Stromnetze in Deutschland ist mit der heutigen Entscheidung der Bundesnetzagentur ein Stück weiter in die Ferne gerückt. Die Bundesregierung, die sich eigentlich die Einrichtung der Netzgesellschaft zum Ziel gesetzt hatte, guckt dem Treiben tatenlos zu und verspielt erneut die Grundlage dafür.

Obwohl die Bundesregierung in ihrer Antwort auf unsere Kleine Anfrage (Drucksache 17/701) die Kostenvorteile eines Zentralreglers gegenüber einem Netzregelverbund klar einräumt, unternimmt Minister Brüderle in dieser Richtung gar nichts. Stattdessen hat er die Netzverkäufe an Elia und Tennet gebilligt, und nun führt die Bundesnetzagentur auch noch einen Netzreglerverbund ein.

Die Einführung eines Zentralreglers würde für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt sorgen. Ein Zentralregler ist wichtig. Er sollte aber unabhängig sein - und deshalb nicht RWE heißen.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

Kommentare   

#1 Deutscher 2010-03-17 07:28
Es ist doch klar, dem Volk soll nicht geholfen werden.
Das Volk soll spuren, parrieren, arbeiten, zahlen und lenkbar sein.
So verhält sich leider auch das Volk bei jeder Wahl, denn es geht zur Wahl.
Hierbei geht es nicht nur um eine Netzgesellschaft oder dergleichen, es geht um das gesamte Land Deutschland. Dieses Land wird leider von den Kapitalinhabern, der Kirche und den Politikern systematisch zerstört.

Die Hebel aus dem Volk müssen ganz woanders angesetzt werden. Doch nur Geduld, bald ist es soweit.

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