photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hamburg, 15. Oktober 2010, Nachdem der erste Bauabschnitt des Bürgersolarparks Meldorf in Schleswig-Holstein mit einer Leistung von 3,4 Megawattpeak (MWp) bereits seit dem Jahr 2009 Strom produziert, wurde am 10.10.2010 nun das Anfang Mai vollständig fertig gestellte Sonnenkraftwerk feierlich eingeweiht. In der jetzt erreichten Endausbaustufe von 7,65 MWp kann der Park als größtes Bürgersolarprojekt Schleswig-Holsteins, als eines der leistungsstärksten in Norddeutschland überhaupt gelten.

Solarpark mit 7,65 MW in Meldorf

Gemeinsam mit dem Meldorfer Bürgermeister Reinhard Pissowotzki und den beiden energiepolitischen Sprechern ihrer jeweiligen Landtagsfraktionen, Olaf Schulze (SPD) und Detlef Matthiessen (Bündnis90/Die Grünen), nutzte die SunEnergy Europe GmbH als Generalunternehmer des Projektes diesen Tag, auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zurückzublicken und gleichzeitig die Vielfalt an attraktiven Anwendungsmöglichkeiten der Photovoltaik darzustellen.

Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der SunEnergy Europe GmbH, verwies daher im Rahmen eines Impulsvortrages auf die Vergangenheit und wagte gleichzeitig einen Ausblick in die Zukunft: „Der Solarpark Meldorf verdeutlicht anschaulich, welche Dimensionen die Solarstromerzeugung mittlerweile erreicht hat. Dass die Stadt Meldorf allein durch dieses Projekt in der Jahresbilanz praktisch energieautark geworden ist, zeigt, dass die Photovoltaik immer stärker als tragende Säule der deutschen Energieversorgung fungiert. Ein besonderer Vorzug der Solarenergie ist in der Anwendungsbreite zu sehen. Neben Solarparks wie in Meldorf steht beispielsweise auch zunehmend der vorrangige Eigenverbrauch von Solarstrom im Mittelpunkt des Interesses, der sich hervorragend mit SunEnergy Europe-Produkten wie landwirtschaftlichen Energiehallen oder Solar-Carports verbinden lässt.“

Olaf Schulze betonte die Vorreiterrolle des Landes Schleswig-Holstein bei den bisherigen Ausbauerfolgen der erneuerbaren Energien. Als ausgewiesener Energiefachmann seiner Partei SPD mahnte er allerdings an, die mittlerweile 340.000 hauptsächlich im Mittelstand entstandenen inländischen Arbeitsplätze im Bereich alternativer Energieerzeugung nicht durch ein Festhalten an überholten Strukturen wie der Kernenergie zu gefährden.

Detlef Matthiessen als Fachpolitiker der grünen Partei konnte sein Grußwort als Quasi-Einheimischer sogar teilweise auf plattdeutsch an die Meldorfer Bürger richten. Durch ihn wurde ebenfalls auf den Umstand verwiesen, dass verlängerte Laufzeiten für Kernkraftwerke, aber auch Kohlekraftwerksneubauten dem Ausbau flexibler erneuerbarer Energiequellen wie der Solarenergie entgegenstehen. Die Hauptaufgabe für die nächsten Jahre liege seiner Ansicht daher insbesondere in der Entwicklung einer bedarfsgerechten Stromversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien.

Als weitere Beteiligte haben das Partnerunternehmen Solar-Energie-Andresen GmbH für den Bereich der Bauausführung und die Emissionshäuser Q1 Capital GmbH sowie Neitzel & Cie. für den Bereich des Fondsvertriebs maßgeblich zum Projekterfolg beigetragen. Ohne die engagierte Unterstützung der Meldorfer Politik und Verwaltung wäre die Realisierung nicht in einer so kurzen Zeitspanne denkbar gewesen.

Verbaut wurden ausschließlich polykristalline Qualitätsmodule der Firma Hyundai. Die Zentralwechselrichterstationen beinhalten hochwertige Geräte der Schweizer Firma Sputnik. Die Unterkonstruktion stellt eine bewährte Eigenentwicklung von Solar-Energie- Andresen dar.

Die Finanzierung des Solarparks erfolgte in einem Bürgerbeteiligungsmodell, das für die Einwohner der Stadt attraktive Vorzugsbedingungen für eine Anteilszeichnung vorsah. An der Betreibergesellschaft, der Solarenergie Nord GmbH & Co. KG, haben sich rund 350 Investoren beteiligt, von denen 161 aus der Region stammen. Durch die Bürger in und um Meldorf wurden ca. 2,4 Mio. EURO aufgebracht. Dies entspricht ungefähr der Hälfte des Eigenkapitals des Solarparks.

Die Erwartungen der Investoren werden sich mehr als erfüllen: Die bisherigen Ertragswerte des Solarparks haben die ursprünglichen Kalkulationen bereits übertroffen. Das wird sich insbesondere in höheren Ausschüttungen für die Gesellschafter auszahlen. Der Stromertrag liegt mehr als acht Prozent über den regionalen Vergleichsanlagen und trotz der diesjährigen schlechten Solarbedingungen mit einem verschneiten Winter und einem verregneten August mehr als drei Prozent über den Werten des für den Solarpark angefertigten, unabhängigen Ertragsgutachtens.

Der zu 100 Prozent CO2-freie Strom des Parks bildet indes die Grundlage für eine langfristig nachhaltige Energieversorgung der Standortgemeinde. Unter Berücksichtigung der hohen Solareinstrahlung der Region und der gleichzeitigen Effizienzverbesserung durch Windkühlung ist zu erwarten, dass die über 38.000 Solarmodule pro Jahr den Strombedarf von über 2.000 Haushalten erzeugen werden.

Quelle: SunEnergy Europe GmbH

You have no rights to post comments