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Niestetal/Hamburg, 27. Januar 2010 - Der Solartechnikhersteller SMA Solar Technology  befürchtet für 2010, dass die Gewinnspanne gegenüber 2009 niedriger ausfällt. SMA-Chef Günther Cramer führt die Prognose neben dem Kostendruck auch auf den starken Wettbewerb zurück. Vor der Billigkonkurrenz aus Asien hat man aber keine Angst, denn die zu technologischen Hürden seien für Mitbewerber noch zu groß. Die Börsianer kann dies jedoch nicht besänftigen. Bei Redaktionsschluss (11:16 Uhr) notiert die Aktie mit minus 2,94 Prozent bei 83,96 Euro.

Konkurrenz vor der Tür denkbar

"Auch wenn SMA im Geschäft mit Wechselrichtern für Solaranlagen derzeit unangefochtener Marktführer ist, sollte man sich aufgrund der immensen Nachfrage auf Konkurrenz einstellen. Dabei müssen diese jedoch nicht zwangsläufig aus Asien kommen", unterstreicht Karsten von Blumenthal, Analyst bei SES Research, auf pressetext-Nachfrage. Die Einschätzung bestätigt sich darin, dass SMA-Kunden aufgrund eines Lieferengpasses bei den Zulieferern derzeit bis zu zwei Monate auf Ware warten müssen - und das, obwohl man gerade Kapazitäten verdoppelt (pressetext berichtete: http://pressetext.at/news/091209039/).

Ob es SMA in den nächsten Monaten tatsächlich schafft, die Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei über 20 Prozent zu halten, bleibt angesichts der Aussagen Cramers zu bezweifeln. Branchenkenner werten den pessimistischen Blick in die Zukunft zudem als einen negativen Stimmungstrend für die gesamte Solarindustrie. Die Marge im Krisenjahr 2009 soll laut eigenen Angaben zwischen 23 und 25 Prozent liegen. Einem Bericht der Financial Times Deutschland nach interessieren sich schon mehrere Anbieter für das Wechselrichter-Geschäft.

Umsatz-Milliarde weiter fest im Blick

Obwohl die internationale Konkurrenz zunimmt, hält Cramer 2010 weiter an seinem Ziel fest, die Umsatz-Milliarde zu knacken. "Es fehlt nur noch ein Wachstum von zehn Prozent", meint der Chef des seit Juni 2008 an der Börse gelisteten Solartechnikriesen. Für 2009 wird mit Umsätzen von etwa 900 Mio. Euro gerechnet. SMA Solar profitiert vor allem vom staatlich unterstützten Nachfrageboom. Wenn die Kürzung der Subventionen wie geplant eintritt, trifft dies SMA nur dann, wenn damit auch die Nachfrage sinkt. "Die Kürzung wird den Druck auf die Preise und den Wettbewerb verstärken", erläutert von Blumenthal gegenüber pressetext.

Redakteur: Florian Fügemann

Quelle: pressetext

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