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Freiburg, 10. Juni 2010 - Mit einem Joint Venture legten Fraunhofer sowie das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut und die Canadian Standards Association (CSA)-Gruppe den Grundstein für ein internationales Testlabor für Photovoltaik-Module. Als Standort wurde Albuquerque in New Mexico gewählt, einer der sonnenreichsten Staaten der USA.

Jede Sekunde strahlt die Sonne etwa so viel Energie auf die Erdoberfläche, wie die gesamte Menschheit innerhalb eines halben Tages verbraucht. Wenn es gelingt, dieses immense Potential effektiv und kostengünstig zu nutzen, ließen sich die Energieprobleme lösen. Um dies zu realisieren, sind Aktivitäten an vielen Elementen der Solarenergienutzung nötig. »Photovoltaik ist weltweit eine der am stärksten wachsenden Branchen«, sagt Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

»Eine standardisierte Qualitätssicherung wird immer wichtiger. Deshalb arbeiten wir mit Prüf- und Zertifizierungsorganisationen wie dem VDE-Institut zusammen, um ein gemeinsames Leistungsangebot für Hersteller und Installationsbetriebe anzubieten. Außerdem vernetzen wir uns international mit wichtigen Playern in diesem Bereich.« So kam es auch zur Kooperation von Fraunhofer, VDE und der Canadian Standards Association (CSA)- Gruppe. Für das Joint Venture in den USA sind die Partner der Fraunhofer-Gesellschaft das Fraunhofer Center for Sustainable Energy Systems CSE und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg.

Ziel ist es, den Herstellern von Photovoltaik-Modulen internationale Prüfung und Zertifizierung aus einer Hand anzubieten. Denn mit der zunehmenden Konkurrenz wächst der Druck auf die Hersteller, die Qualität ihre Produkte für Märkte in aller Welt transparent belegen zu können.

Die Kooperation ermöglicht Herstellern von Photovoltaik-Modulen mit nur einer Prüfung, die alle relevanten Normen abdeckt, einen reibungslosen Zugang zum Weltmarkt. Das senkt die Kosten für die Firmen und hilft ihnen ihre Produkte schneller am Markt einzuführen. Zeit fressende mehrmalige Prüfungen und Zertifizierungen für die jeweiligen Länder fallen weg. Das geplante Testzentrum soll mit neuester Technologie ausgestattet und fortwährend dem aktuellen Forschungsstand angepasst werden. So ist sicher gestellt, dass beispielsweise auch Module auf Basis neuer Dünnschicht-Technologien oder Konzentrator-Systeme getestet werden können.

Das unter dem Namen CFV Solar Test Laboratory entstehende Prüfzentrum ergänzt die bereits bestehenden Aktivitäten von Fraunhofer und VDE im Bereich der Photovoltaik-Prüfung und – Zertifizierung. Neben Prüfungen am Standort Freiburg werden diese Leistungen auch gemeinsam mit dem Solar Energy Research Institute of Singapore SERIS für den Markt in Südost-Asien angeboten.

Somit ist zukünftig eine gleichbleibende Qualität der Module für die Märkte Nordamerika, Europa und Asien gewährleistet. Die Wahl des Standorts für das neue Testzentrum in Nordamerika war wohl überlegt. Albuquerque in New Mexico bietet gleich mehrere Vorteile: Im Großraum Albuquerque sind eine große Anzahl von Photovoltaik- und High-Tech-Firmen angesiedelt. Zu dem profitiert das Testlabor von der Nähe der University of New Mexico und des Sandia National Lab. Das ist ein Großforschungslabor der amerikanischen Regierung, das seit vielen Jahren daran arbeitet, die Zuverlässigkeit von PV-Systemen zu verbessern und Teststandards für die Photovoltaik zu entwickeln. Und nicht zuletzt zählt der Reichtum an Sonnenstrahlung ­ ideal für Langzeittest von PV-Modulen.

Die Inbetriebnahme des Testzentrums ist für Anfang 2011 geplant. Der Standort wird sich auf dem Gelände des Entwicklungsgebiets Mesa del Sol befinden. Der Bundesstaat New Mexico, der Bezirk Bernalillo und die Stadt Albuquerque fördern die Aktivitäten innerhalb eines lokalen Wirtschaftsförderungsprogramms.

Quelle: Fraunhofer

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