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Nürnberg, 04. Februar 2010 - Mit einer symbolischen Werkschließung beteiligten sich mehr als 50 Beschäftigte des Solarstrom Systemhauses FR-Frankensolar GmbH heute an der bundesweiten Protestaktion gegen den drohenden Kahlschlag bei der Solarförderung.

"Die völlig überzogenen Kürzungspläne des Bundesumweltministeriums bedrohen massiv die wirtschaftliche Existenz unseres Unternehmens", sagte Reinhold Hieronymus, Geschäftsführender Gesellschafter  von Frankensolar.

Unter dem Motto „Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft" protestierten die Beschäftigten gegen die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), die Einspeisevergütung für Solarstrom schon zum 1. April 2010 radikal abzusenken.

„Bereits zum 1. Januar wurde die Solarvergütung um 9 bis 11 Prozent reduziert. Durch die bis zum 1.1. 2011 in zwei Schritten geplante zusätzliche Absenkung von bis zu  44 Prozentpunkten, werden sowohl unsere Investitionen als auch unsere Arbeitsplätze gefährdet", warnte Hieronymus.

„Als Großhändler vertreten wir bei dieser Aktion nicht nur uns selbst, sondern auch über 600 deutsche Handwerksbetriebe, die bei uns als Kunden einkaufen und sich darauf verlassen, dass wir ihre Interessen vertreten. In der Regel geschieht das bei den Herstellern der Produkte, aber in Situationen wie dieser natürlich auch gegenüber unseren politischen Vertretern. Gerade bei den kleineren Betrieben sind die Auswirkungen flächendeckend verheerend, wenn die Aufträge über Monate wegbrechen. Und genau das droht, wenn die aktuellen Pläne umgesetzt werden“, so Hieronymus weiter.

Die Mitarbeiter von Frankensolar  appellierten an die Bundesregierung, sich für den Erhalt der Solarwirtschaft Made in Germany einzusetzen. Dabei stellten die Mitarbeiter die Frage wie viel uns der Strom aus erneuerbaren Energiequellen wert ist und ob der Vergleich zu den fossilen Energieträgern nicht der Weg in die falsche Richtung ist? Unterstützt wurden sie dabei parteiübergreifend von zahlreichen Bundes- und Landespolitikern.

„Die Pläne des Bundesumweltministers müssen dringend überarbeitet werden. Sowohl die Höhe der Solarkürzungen als auch der Zeitrahmen würden den Solarstandort Deutschland um Jahre zurückwerfen und unsere technologische Führungsposition aufs Spiel setzen", erklärte der Geschäftsführer.

Bundesweit beteiligten sich an den symbolischen Werkschließungen mehr als 35 Solarunternehmen. Insgesamt 20.000 Beschäftigte aus den Berei-chen Industrie, Mittelstand und Handwerk folgten damit heute dem Protestaufruf des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) unter dem Motto "Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft".

Quelle: FR-Frankensolar GmbH

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