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Finanzen

Nürnberg, 26. Februar 2010 - In regelmäßigen Abständen untersucht die VEND consulting GmbH aktuelle Trends und Entwicklungen innerhalb der Photovoltaikindustrie. In der aktuellen Studie, die Anfang dieses Jahres erschienen ist, wurden insgesamt 113 Unternehmen aus den Bereichen Herstellung, Handel und Dienstleistung der Photovoltaikbranche befragt. Dabei wurde deutlich, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise auch an der sonst mit zweistelligen Wachstumsraten verwöhnten Solarindustrie nicht spurlos vorbeigegangen ist. Doch wie äußert sich das in Strategien und Zahlen?

Die generell eingebrochene Investitionsbereitschaft hatte auch in dieser Branche Anfang 2009 deutlich geringere Absatzzahlen zur Folge. Zwar haben sich diese Ende des Jahres in Deutschland wieder stabilisiert, die dadurch aufgebauten Überkapazitäten verursachten dennoch einen massiven Druck auf die Preise und drückten somit die Gewinnmargen deutlich nach unten. Um Überkapazitäten abzubauen, suchen Hersteller und Händler deshalb den Weg über verstärkte Vertriebsaktivitäten. Auf Händlerseite geben ca. 68 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie mit einer Intensivierung ihrer Vertriebsbemühungen auf die aktuelle wirtschaftliche Situation zu reagieren versuchen, auf Herstellerseite sind dies in etwa 60 Prozent.

Einsparpotenzial wird dagegen sowohl von Herstellern als auch von Händlern in erster Linie in der Optimierung des Einkaufs gesehen. Verbesserungspotenzial wird hier vor allem bei den Zahlungsbedingungen (z.B. in der Verlängerung des Zahlungsziels) und in der Durchsetzung niedrigerer Preise identifiziert. Hierbei steigen Hersteller im Moment vermehrt von langfristigen auf kurz- bis mittelfristige Verträge mit ihren Lieferanten um. Diese Verträge wurden aufgrund der Siliziumknappheit zu hohen Preisen abgeschlossen, um sich die Rohstoffe für die zukünftige Produktion zu sichern. Da allerdings seit einigen Monaten ausreichend Silizium vorhanden ist und dieses in der modernen Produktion in geringeren Mengen benötigt wird, sind auch die Preise dafür entsprechend gefallen.

Dennoch sind viele Hersteller noch an ihre vertraglichen Abnahmepflichten zu hohen Preisen gebunden, woraus sich nun ein hohes Optimierungspotenzial ergibt. Neben der Einkaufsoptimierung stehen auch Aktivitäten zur internen Effizienzsteigerungen ganz oben auf der Agenda, um bei Prozessen im Unternehmen entsprechend Kosten zu sparen. Gerade Hersteller versuchen diese freigewordenen Ressourcen verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die eigene Wettbewerbsposition nachhaltig zu verbessern und gestärkt aus der Krise zu gehen. Für Händler spielt die Forschung und Entwicklung naturgemäß keine Rolle.

Überraschend ist, dass, obwohl die Entwicklung am Markt auf einen intensiven Preiskampf hindeutet, nur 30 Prozent der befragten Unternehmen mit Preissenkungen auf die Krise reagieren. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass vor allem Hersteller zögern, die Preise zu reduzieren. Die Händler dagegen reagieren deutlich öfter mit Preissenkungen, was darauf hindeutet, dass diese künftig geringere Margen als bisher erwirtschaften werden. Vor allem die Entwicklung der Preise scheint spannend zu bleiben.

Experten erwarten für die Zukunft, dass auch die Hersteller mehr als bisher gezwungen sind, dem Preisdruck nachzugeben, wovon vor allem die Endkunden profitieren. Dies würde aller Voraussicht nach die Zeitspanne reduzieren, welche die Branche benötigt, um die Netzparität zu erreichen. „Es wird eine große Herausforderung für die Solarunternehmen, den in den Boomjahren angesetzten Speck loszuwerden und gleichzeitig weiter innovativ zu sein. Nur wenn man es schafft, immer wieder innovative Produkte auf den Markt zu bringen, kann das Überleben gesichert werden“, so Dr. Alexander Brem, Geschäftsführer von VEND consulting.

Quelle: VEND Consulting

München, 26. Februar 2010 - Knapp 80 Anleger zeichnen innerhalb nur einer Woche Kommanditanteile für 1 Million Euro. Vollständige Platzierung des geschlossenen Erneuerbaren-Energien-Fonds mit einem Investitionsvolumen von knapp vier Millionen Euro. Viele weitere Projekte von Green City Energy werden gerade umgesetzt und stehen Anlegern im Frühjahr zur Beteiligung offen.

Der Münchener Energiedienstleister Green City Energy GmbH hat in der Rekordzeit von sieben Tagen alle 400 Anteile des "Solarparks Ingolstadt" platziert. Insgesamt beteiligten sich 78 Anleger mit 1 Million Euro Kommanditeinlage an dem geschlossenen Erneuerbaren-Energien-Fonds mit einem Investitionsvolumen von 4 Millionen Euro. Auf einer Fläche von 11.600 Quadratmetern wurden Ende 2009 hochmoderne Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der AUDI AG installiert und zum "Solarpark Ingolstadt" mit einer Gesamtleistung von 1,12 MW gebündelt. Der Fonds "Solarpark Ingolstadt" steht in der Tradition der über 170 realisierten Projekten von Green City Energy und bietet privaten Investoren zu einer prognostizierte Rendite von etwa 6 Prozent die Möglichkeit, in ökologische Sachwerte und dezentrale Energiestrukturen zu investieren.

"Über das überwältigende Interesse an dem Solarpark Ingolstadt freuen uns sehr. Die hohe Quote an Stammanlegern beweist einmal mehr, dass große Vertrauen unserer Anleger in unsere soliden und nachhaltigen Finanzprodukte", erläutert Thomas Prudlo Geschäftsführer von Green City Energy. Für Investoren, die dieses Mal nicht zum Zuge kamen, gibt schon bald eine Reihe neuer Chancen. "Derzeit planen wir mit dem "Solarpark Deutschland 2010" und dem "Solarpark Garching I" weitere Solarfonds. Diese bündeln Dächer aus der gesamten Bundesrepublik bzw. im Raum Garching und werden voraussichtlich im zweiten Quartal diesen Jahres aufgelegt werden", bestätigt Prudlo. Interessenten werden gebeten sich frühzeitig ihre Anteile unverbindlich vorzureservieren.

Quelle: Green City Energy GmbH

München/Neu Delhi, 02. Februar 2010 - Jüngst Aufträge von mehr als 500 Mio. EUR Siemens setzt auf das anhaltende Wachstum in Schwellenländern und will daher seine Investitionen in Indien deutlich ausweiten. Experten gehen davon aus, dass die indische Volkswirtschaft im Jahr 2010 um sieben Prozent und im Folgejahr um acht Prozent wachsen wird.

„Indien ist heute schon einer der weltweiten Wachstumstreiber und wird dies auch in Zukunft sein. Wir sind hier seit über 140 Jahren bestens aufgestellt und werden unsere Po-sition weiter verstärken“, sagte Siemens-Chef Peter Löscher in Neu Delhi, wo der gesamte Vorstand des Unternehmens erstmals zu einer Sitzung zusammen kam. In den drei Geschäftsjahren bis 2012 will der Konzern insgesamt Investitionen von über 250 Mio. EUR tätigen und sein jährliches Investitionsvolumen damit im Vergleich zu heute verdoppeln.

Ein Großteil der Summe soll in das Geschäft mit erneuerbaren Energien und mit Produkten im mittleren Preissegment fließen. Zudem will das Unternehmen seinen Marktanteil in Indien bis 2012 auf zehn Prozent steigern. Mit jüngst unterzeichneten Aufträgen aus Indien vor allem im Bereich der Energietechnik im Wert von mehr als 500 Mio. EUR ist Siemens bei die-sem Ziel gut unterwegs.

Die Stromversorgung des Landes ist der indischen Regierung ein besonderes Anliegen. Knapp jeder dritte Einwohner des Landes lebt bislang ohne Stromanschluss. Die indische Regierung will deshalb in den kommenden sieben Jahren weitere 150 Gigawatt Leistung installieren – das entspricht in etwa der gesamten Stromnetzkapazität in Deutschland. Bis 2020 sollen zudem 20 Prozent der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. „Indien steht wie viele andere Nationen vor einer grünen Revolution. Wir haben die Produkte und Lösungen, die das Land braucht, und wollen unsere Präsenz als grüner Infrastrukturanbieter in Indien weiter ausbauen“, sagte Löscher. Unter anderem wird der Konzern bis 2012 rund 70 Mio. EUR in den Bau einer Fabrik für Windturbinen in Indien investieren. Die erste dort gefertigte Turbine soll das Werk in gut zwei Jahren verlassen.

Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildet das Geschäft mit Produkten im mittleren Preissegment. Hier wird Siemens bis Ende 2010 in Indien sechs neue Kompetenzzentren schaffen. Unter anderem sollen dort neue Produkte im Bereich der Signaltechnik oder der Dampfturbinen entstehen. Die Zentren werden die komplette Wertschöpfungskette verantworten – vom Design der Produkte über die Entwicklung und Produktion bis hin zum Vertrieb in Indien und über die Landesgrenzen hinaus. „Indien wird ein Zentrum für Produkte im mittleren Preissegment. 2020 wollen wir mit diesen Produkten rund 1 Mrd. EUR Umsatz machen, in Indien und auch über die Landesgrenzen hinaus“, so Armin Bruck, Geschäftsführer der indischen Tocher Siemens Ltd.

Der Start ins Geschäftsjahr 2010 ist Siemens in Indien bereits geglückt: In den vergangenen Wochen gewann der Konzern Aufträge im Wert von mehr als 500 Mio. EUR. In den kommenden Jahren wird Siemens unter anderem Technik zur Energieverteilung an die Kunden Qatar General Electricity & Water Corporation und an die Power Grid Corporation liefern.

Quelle: Siemens AG

Hamburg, 10. Februar 2010 - Der führende Projektentwickler COLEXON konnte im Bereich Photovoltaik heute die Anlage Sainte-Maxime in Frankreich, die von den COLEXON-Ingenieuren selbst projektiert und umgesetzt wurde, verkaufen. Abnehmer isteine Fondsgesellschaft, die mit COLEXON einen Rahmenvertrag zur Abnahme von COLEXON-Anlagen bis zu 15 MW bis Mitte 2011 geschlossen hat.

Schon 2009 hat die Hamburger COLEXON Energy AG die internationale Ausrichtung des Projektgeschäfts mit der Etablierung aussichtsreicher Partnerschaften vorbereitet. So wurde zu Beginn des letzten Jahres ein Vertrag mit der Fondsgesellschaft tnp geschlossen, der unter anderem die Erschließung der Nachbarmärkte in 2010/2011 vorsieht. Ein Baustein dieser Vereinbarung konnte nun mit dem Verkauf der Anlage Sainte-Maxime nahe der Côte d’Azur an die Fondsgesellschaft umgesetzt werden.

Effiziente Modulauswahl

Insgesamt 1,8 Hektar groß ist die bebaute Freifläche im französischen Süden. Verbaut wurden 5.600 kristalline Module von Moser Baer, die sich für die Einstrahlungsintensität in der Region sehr gut eignen und optimale Erträge hervorbringen. Die zu erwartende Stromleistung beläuft sich auf circa 1,4 Mio. kWh pro Jahr bei einer CO2-Ersparnis von etwa 1.261 Tonnen. Mit dieser Referenz haben die COLEXON-Ingenieure erneut ihr besonderes Know-how unter Beweis gestellt, Solarstromanlagen optimal an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Flexibles Geschäftsmodell

Die Realisierung der Anlage in Sainte-Maxime unterstreicht die zukunftsweisende  Ausrichtung des Hamburger Unternehmens. Anstatt ausschließlich auf den deutschen Markt mit den noch wirksamen Förderungen des EEG zu setzen, intensiviert COLEXON das internationale Engagement beispielsweise in Frankreich, Tschechien und Italien. Auf diese Weise passt sich das Unternehmen den zu erwartenden Veränderungen auf dem deutschen Markt an und kann künftig unabhängig der staatlichen Förderungen agieren.

Quelle: COLEXON AG

Hamburg, 02. Februar 2010 - Bis 2030 werden Investitionen in Höhe von rund 400 Milliarden Euro für neue, intelligente Stromnetze in Europa notwendig werden – so eine Schätzung der Europäischen Kommission. Mit Hilfe dieser Smart Grids lassen sich künftig erneuerbare Energien klug in die Stromnetze einspeisen oder Strom dann abrufen, wenn er am billigsten ist. Die deutschen Energieversorger sind in Gefahr, die Chancen des lukrativen Smart-Grid-Marktes zu verpassen. Denn während beispielsweise Wettbewerber in Italien oder Frankreich die neue Technik mit dem landesweiten Einsatz elektronischer Zähler vorantreiben, sucht man vergleichbare Ansätze für ein intelligentes Stromnetz in Deutschland vergebens. Das zeigen Marktbeobachtungen von Steria Mummert Consulting.

„Es ist zu befürchten, dass die deutschen Versorger wie schon bei den elektronischen Zählern (Smart Metering) auch bei der konkreten Ausgestaltung von Smart Grids lediglich auf rechtliche Anforderungen reagieren und Risiken höher bewerten als Chancen“, sagt Hagen Förster, Senior Manager bei Steria Mummert Consulting. „Die Unternehmen müssen jetzt ganzheitliche Konzepte für die intelligenten Energienetze entwickeln und auch das Smart Metering daran ausrichten. Denn intelligente Zähler sind der erste Schritt zum intelligenten Netz. Sie sind bereits seit Januar Pflicht in Neubauten sowie nach grundlegenden Renovierungen oder wenn Kunden den Einbau wünschen. Bisher allerdings zögern die Versorger mit Investitionen in das Smart Metering und beschränken sich auf die Erfüllung der gesetzlichen Mindestvorgaben.

Doch der Handlungsdruck steigt: Dafür sorgt zum einen die Bundesregierung mit ihren ehrgeizigen Klimazielen. Denn intelligente Zähler in einem intelligenten Netz bilden eine wesentliche technologische Grundlage einer umweltfreundlichen Energiepolitik. Strengere Auflagen des Gesetzgebers sind daher absehbar. Zum anderen zeigt sich immer deutlicher, dass die bislang bestehende Infrastruktur den Herausforderungen nicht mehr gewachsen ist. So speisen dezentrale Energieerzeuger mit Hilfe von Windkraft-, Biogas- oder Photovoltaikanlagen kontinuierlich mehr Energie in die Netze ein, was eine wesentlich komplexere Struktur, vor allem in der Lastregelung und in der Aufrechterhaltung der Netzstabilität, erforderlich macht. Künftig werden auch Elektroautos dazukommen und Zugang zum Stromnetz benötigen, um Akkus aufzuladen und gespeicherte Energie abzugeben. Bereits im Jahre 2020 könnte rund jedes fünfte Auto mit Batterien betrieben werden.

Die Energieversorger werden also nicht umhinkommen, ihre Netzinfrastruktur in den kommenden Jahren mit Hilfe moderner Kommunikations- und Informationstechnologien komplett zu erneuern. „Wollen sie Wettbewerbsvorteile erzielen, ihre Position am Markt behaupten und neue Marktpotenziale mit Hilfe von Smart Grids erschließen, dann gilt es jetzt zu handeln. So müssen visionäre Ideen in Planung und Umsetzung konkretisiert werden, dafür sind branchenübergreifende Kooperationen notwendig. Dies muss besonnen und zügig erfolgen. Im Ergebnis müssen ganzheitliche Konzepte stehen, die pragmatisch umsetzbar und trotzdem innovativ sind“, so der Experte von Steria Mummert Consulting.

Quelle: Steria Mummert Consulting