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Finanzen

 

Bitterfeld-Wolfen, 24. Januar 2012, Der Solarmodul- und Zellhersteller Q-Cells ist weiterhin damit beschäftigt, für seine Finanzverbindlichkeiten eine Restrukturierung durchzuführen. Dazu strebt das Unternehmen ein zweistufiges Verfahren an, in dem zunächst eine Einigung mit den Inhabern der Ende Februar 2012 fällig werdenden Wandelschuldverschreibung geplant ist und in einem  zweiten Schritt sollen kurzfristig mittels eines Schulden- und Kapitalschnitts (sogenannter Debt-to-Equity-Swap) die 2014 und 2015 fälligen Wandelschuldverschreibungen in Eigenkapital überführt werden.

Q-Cells SE

Ob die intensiven Verhandlungen mit verschiedenen Gläubigergruppen bezüglich einer Einigung mit den Inhabern der Ende Februar 2012 fällig werdenden Wandelschuldverschreibung fruchten, bleibt zu hoffen.

Das Landgericht Frankfurt hat am Montag, den 23. Januar, entschieden, dass das neue Schuldverschreibungsgesetz (SchVG) von 2009 nicht auf die im Februar 2012 fällig werdende Wandelschuldverschreibung der Q-Cells International Finance B.V. anwendbar ist. Damit ist die Bestellung eines Gemeinsamen Vertreters, der die 2012 fällig werdende Wandelschuldverschreibung im Auftrag der Gläubiger hätte stunden können, nicht rechtskräftig. Das Unternehmen wird beim Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Landgerichts einlegen, um sich die Option der Stundung gemäß SchVG offen zu halten.

Aufgrund der Unwägbarkeit einer rechtzeitigen Entscheidung des OLG sind nunmehr voraussichtlich Individualvereinbarungen mit den Inhabern der Ende Februar 2012 fälligen Wandelschuldverschreibung erforderlich. Das Unternehmen wird diesen Gläubigern dafür zeitnah ein öffentliches Angebot unterbreiten.

Des Weiteren hat Q-Cells auf Basis des Ende 2011 aktualisierten und validierten mittelfristigen Geschäftsplans eine Neubewertung der Beteiligungsansätze von Tochtergesellschaften sowie des Sachanlagevermögens vorgenommen. Diese Neubewertung zieht im Einzelabschluss der Q-Cells SE nach HGB einen Fehlbetrag nach sich, der zum Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals zum 31. Dezember 2011 führt. Zu diesem Stichtag weist der Einzelabschluss nach HGB ein negatives Eigenkapital aus. Der endgültige Jahresfehlbetrag steht derzeit noch nicht fest.

Der Verlust des Grundkapitals löst nach Artikel 9 Abs. 1 c) lit. ii) SE-VO i.V.m. § 92 Abs. 1 AktG eine gesetzliche Informationspflicht und die Pflicht zur unverzüglichen Einladung der Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung aus. Die Einladung wird in den nächsten Tagen mit der Veröffentlichung der Tagesordnung erfolgen.

Diese bilanziellen Wertkorrekturen nach HGB sind nicht zahlungswirksam und haben deshalb keinen unmittelbaren Einfluss auf die Liquidität der Gesellschaft. Der Geschäftsverlauf im vierten Quartal 2011 lag im Rahmen der Erwartungen. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr kann die Umsatzprognose (rund 1 Mrd. Euro) bestätigt werden, die Liquiditätsprognose (bis zu 300 Mio. Euro) wurde mit 304 Mio. Euro leicht übertroffen.

Geschäftsplan sieht mittelfristig Rückkehr in Gewinnzone vor

Der vom Unternehmen im November aufgestellte und von der Unternehmensberatung McKinsey im Dezember validierte Geschäftsplan der Q-Cells geht für das anspruchsvolle Geschäftsjahr 2012 weiterhin von Verlusten aus. So weist der Geschäftsplan für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 865 Mio. Euro, ein EBITDA vor Restrukturierungskosten von -14 Mio. Euro und ein EBIT vor Restrukturierungskosten in Höhe von -90 Mio. Euro aus. Wesentliche Voraussetzung für die Rückkehr in die Gewinnzone der mittelfristigen Geschäftsplanung ist die zügige Umsetzung der Finanzrestrukturierung aller drei ausstehenden Wandelschuldverschreibungen. Darüber hinaus basiert der Geschäftsplan auf der Annahme, dass zumindest führende Unternehmen der PV-Branche ihre Kapitalkosten verdienen und akzeptable Margen erzielen werden können. Ein weiterer Preiskampf könnte jedoch eine Preispremium-Strategie konterkarieren. Auf Grundlage dieser Annahmen erwartet Q-Cells im Jahr 2013 wieder ein positives EBITDA von 61 Mio. Euro und im Jahr 2014 ein positives operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 8 Mio. Euro.

Q-Cells könnte damit nach der erwarteten massiven weltweiten Konsolidierung der Branche weiterhin als unabhängiges Unternehmen von einem ab dem Jahr 2014 erwarteten hohen Marktwachstum in der Photovoltaik profitieren. Durch die vorgeschlagene Finanzrestrukturierung könnte Q-Cells seine Bilanzstruktur deutlich verbessern. Das Unternehmen plant, seine 2010 begonnene Strategie, sich vom Solarzellenproduzenten hin zum internationalen Anbieter von Photovoltaik-Lösungen zu entwickeln, konsequent weiter umzusetzen. Dabei setzt das technologisch führende Unternehmen auf eine Premiumstrategie in ausgewählten Marktsegmenten.

Quelle: Q-Cells SE

 

Paris/Gelsenkirchen, 23. Januar 2012, Crédit Agricole Private Equity beteiligt sich mit Mitteln aus ihrem Investmentfonds Capenergie 2 im Rahmen einer Kapitalerhöhung an der abakus solar AG, einem führenden, international tätigen Systemhaus für Photovoltaik. Darüber hinaus gründen Crédit Agricole Private Equity und abakus solar gemeinsam die Investmentgesellschaft "abakus solar Power". Diese Gesellschaft wird künftig Kapital in Projekte der abakus solar AG investieren. Das Gesamtinvestitionsvolumen seitens Crédit Agricole Private Equity beläuft sich auf 10 Millionen Euro.

Mit Standorten in Gelsenkirchen, Köln, München und Berlin ist abakus solar Entwickler und Errichter von PV-Kraftwerken auf Dächern sowie Solarparks auf der Freifläche und betreibt Großhandel mit Komplettsystemen und Komponenten. Neben dem deutschen Markt ist abakus solar in ausgewählten Schlüsselmärkten präsent, wie z.B. Italien, Taiwan und den USA. Seit 2008 dokumentiert die Entwicklung des Unternehmens einen vielversprechenden Wachstumstrend, es geht für 2011 von einem Umsatz in Höhe von 112 Millionen Euro aus und beschäftigt 95 Mitarbeiter.

Mit Neuinstallationen von 7,4 GWp im Inland und einem Anteil von 44,5 % an neuen, global realisierten Kapazitäten in 2010 ist der deutsche Photovoltaikmarkt der größte weltweit. Die Beteiligung von Crédit Agricole Private Equity ermöglicht abakus solar, die internationale Entwicklung weiter auszubauen und erschließt eine externe Finanzierungslösung für Photovoltaikprojekte.

Marc-Philippe Botte, Direktor Erneuerbare Energien bei der Crédit Agricole Private Equity: "Wir freuen uns über die Investition in abakus solar. Das Unternehmen hat das Potenzial, eines der führenden Photovoltaikunternehmen Europas zu werden. Unsere Kapitalzuführung ermöglicht es dem starken Managementteam der abakus solar, seine internationale Ausweitung weiter zu beschleunigen."

Serge Savasta, Leiter Erneuerbare Energien bei Crédit Agricole Private Equity: "Unsere Investition in abakus solar ist ein weiterer Beleg für den Erfolg unseres Ansatzes eines doppelten Investments, den wir in Frankreich, Belgien und Italien bereits erfolgreich umgesetzt haben. Wir freuen uns, diese Strategie nun auch auf Deutschland anzuwenden, wo der europäische Photovoltaikmarkt historisch betrachtet am stärksten ist."

Thomas Sandner, CEO der abakus solar AG: "Wir freuen uns, einen Finanzpartner mit profunden Kenntnissen im Photovoltaiksektor gefunden zu haben. Crédit Agricole Private Equity stellt nicht nur finanzielle Mittel bereit, sondern bringt gleichzeitig wesentliche strategische Einblicke mit ein."

Quelle: abakus solar AG

 

Brilon, 12. Januar 2012, Der Projektentwickler solarhybrid AG ewirbt Rechte an Solarprojekten in Israel mit einem Gesamtvolumen von über 201 MWp. Erworben werden neben den Rechten auch Projektgesellschaften.

An den Projektgesellschaften sind Mitgesellschafter, vor allem die Ormat Systems Ltd., Yavne, Israel, im Durchschnitt mit 22 Prozent beteiligt. Der Erwerb erfolgte aus der Masse der insolventen Sunday Energy Ltd. und durch die neu gegründete Tochtergesellschaft solarhybrid Israel Ltd., Tel Aviv, Israel. Als Kaufpreis wurde eine Einmalzahlung von NIS 9 Millionen und eine Erfolgsprämie von NIS 240 pro realisierte kWp vereinbart.

Quelle: solarhybrid AG

 

Hannover, 16.01.2012, Die Windwärts Energie GmbH hat den Solarfonds Mallersdorf mit einem Eigenkapitalvolumen von 1,6 Millionen Euro erfolgreich geschlossen. 123 Anleger haben in der bayerischen Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg in eine Freiland-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 3,5 Megawatt peak investiert. Die Windwärts Energie GmbH hat das Solarprojekt mit einem Investitionsvolumen von 7,8 Millionen Euro errichtet und im August 2011 in Betrieb genommen. Der Solarfonds Mallersdorf ist der 20. geschlossene  Fonds im Bereich erneuerbarer Energien, den das hannoversche Unternehmen konzipiert, platziert und in die technische sowie kaufmännische Betriebsführung übernommen hat.

Aktuelle Betriebsergebnisse unterstützen zügige Platzierung  

"Das Interesse an dem Angebot war, wie erwartet, außerordentlich groß. Nach Emission des Fonds im November verlief die Platzierung sehr zügig",  sagt Rolf Levermann, der bei der Windwärts Energie GmbH den Vertrieb der Kapitalanlagen leitet. "Für ihre Investitionsentscheidung haben viele Anleger auch die auf unserer Website tagesaktuell veröffentlichten Betriebsdaten der Anlage genutzt." Entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Fondsbeteiligung im Bereich erneuerbarer Energien sind vor allem die im Projekt verwendeten Anlagekomponenten.

Im Solarpark Mallersdorf wurden als Hauptkomponenten monokristalline Photovoltaikmodule des Herstellers Canadian Solar und Zentralwechselrichter der SMA Solar Technology AG eingesetzt.

Beteiligungsangebote für Anwohner

Die Windwärts Energie GmbH hat seit Gründung des Unternehmens viele ihrer Windenergie- und Photovoltaikprojekte über geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich Anwohner und andere private Anleger beteiligen konnten. Bei einem Investitionsvolumen von 164 Millionen Euro stellen über 2.400 Investoren das Eigenkapital von 20 Fondsgesellschaften mit Kommanditeinlagen von 46 Millionen Euro. Neben der Konzeption der Beteiligungsangebote erstellt die Windwärts Energie GmbH auch die erforderlichen Verkaufsprospekte und erwirkt deren Gestattung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Quelle: Windwärts Energie GmbH

 

Hamburg/München, 09. Januar 2012, Erneut hat die Gehrlicher Solar AG zwei Solarparks mit einer Gesamtleistung von 11,4 MW an die Hamburger Beteiligungsgesellschaft CEE verkauft. Die Conetwork Erneuerbare Energien Holding GmbH & Co. KGaA (CEE) erweitert damit ihr Photovoltaik-Portfolio, dass mittlerweile über 70 MW beinhaltet. Die Solarparks liegen bei Ebern (Unterfranken) sowie bei Rohr (Thüringen).

Gehrlicher Solar AG

Beide Projekte wurden im Dezember 2011 in Betrieb genommen und stehen kurz vor der Fertigstellung. In Ebern kann eine Nennleistung von rund 7,1 Megawatt Solarstrom und in Rohr von 4,3 Megawatt in die örtlichen Netze eingespeist werden. Im Park Ebern kamen First Solar-Module und im Park Rohr Sunowe-Module zum Einsatz. Beide Parks wurden mit Siemens-Wechselrichtern ausgestattet.   

Projektentwickler, Generalunternehmer und technischer Betriebsführer für die neuen  Freiflächenanlagen ist die Gehrlicher Solar AG. Von dieser hat CEE seit 2008 bereits vier Photovoltaikparks erworben. Die kaufmännische Leitung für die beiden jüngsten Parks übernimmt CEE.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Gehrlicher Solar als einem unserer wichtigsten Partner im Photovoltaik-Sektor zwei weitere Solarparks in Bayern und Thüringen umsetzen“, sagt Detlef Schreiber, CEO von CEE. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit bei den nun insgesamt sechs Parks möchten wir auch bei zukünftigen PV-Vorhaben fortsetzen.“ Klaus Gehrlicher, Vorstandsvorsitzender der Gehrlicher Solar AG, fügt hinzu: „Auch wir sind sehr zufrieden mit dem guten Verlauf der Verhandlungen und freuen uns, die beiden Solarparks an die CEE übergeben zu können.“

CEE hat sich auf Investments in erneuerbare Energien spezialisiert. Die Hamburger verfügen bereits über ein diversifiziertes Portfolio in den Segmenten Photovoltaik, Windenergie, Biomasse und Geothermie. Neben dem kontinuierlichen Ausbau des Portfolios an Energieerzeugungsprojekten, wird sich CEE künftig auch verstärkt in der Förderung neuer Nachhaltigkeitstechnologien engagieren. Teil dieses Engagements ist die im November dieses Jahres geschlossene strategische Partnerschaft mit RWE Innogy: CEE hat sich mit 25 Mio. Euro in den Innogy Renewables Technology Fund I (IRTF I) eingebracht und 25,1 Prozent an der Komplementärin des Fonds, der Innogy Venture Capital GmbH, übernommen. Ziel ist es, das Portfolio des Fonds gemeinsam von bisher neun auf bis zu vierzehn Technologieunternehmen auszubauen. Das Fondsvolumen beläuft sich aktuell auf insgesamt 115 Mio. Euro.

Quelle: Gehrlicher Solar AG