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Gilching, 14. April 2011, Die Belastung der Stromverbraucher durch die Förderung Erneuerbarer Energien erscheint hoch, reduziert tatsächlich aber mittelfristig die Stromkosten. Zu diesem Fazit kommt die Firma Donauer Solartechnik. Mit 3,53 Cent pro Kilowattstunde liegt der Förderbeitrag für die Erneuerbaren noch voll im Rahmen des nationalen Aktionsplans Erneuerbare Energien. Den Belastungen bis 2020 stehen danach Entlastungen in drei- bis vierfacher Höhe entgegen. Die Zahlen stammen von unabhängigen Experten und Regierungsstellen.

Fakt ist: Der Strompreis für Haushaltskunden enthält nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft rund 41 Prozent Steuern und Abgaben. Die Förderung der erneuerbaren Energien durch die EEG-Umlage beträgt 2011 rund 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Bruttostrompreis von 25,45 Cent pro Kilowattstunde sind das 13,9 Prozent für alle erneuerbaren Energien. Rund die Hälfte davon betrifft die Photovoltaik. Donauer Solartechnik sieht darin einen Erfolg des langfristig angelegten Konzepts des Erneuerbaren Energien Gesetzes. „Durch die in diesem Gesetz eingebaute starke Degression und durch kompensatorische Effekte, wie die Verbilligung des Spitzenlaststroms zur Mittagszeit durch die Photovoltaik, werden die effektiven Kosten der Photovoltaik nur noch unwesentlich steigen und ab 2020 drastisch sinken“, fasst Rudolf Donauer, Geschäftsführer der Donauer Solartechnik Vertriebs GmbH in Gilching, die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW zusammen.

Oft vergessen wird außerdem das, was nicht im Strompreis enthalten ist. Es sind die externen Kosten, zum Beispiel für den Klimaschutz, die Entsorgung des Atommülls oder die Kosten eines atomaren Unfalls wie in Japan geschehen. In einer vom Umweltbundesamt UBA beauftragten Studie aus dem Jahr 2007 werden die externen Kosten des Kohlestroms mit 6,8 Cent pro Kilowattstunde Kohlestrom beziffert. Braunkohle liegt höher, Erdgas geringer. Bei der Photovoltaik werden 0,8 Cent pro Solarkilowattstunde angegeben. Zur Atomenergie heißt es: „Keine belastbaren Schätzungen gibt es aus Sicht des UBA zu den externen Kosten der Kernenergie, da die Kosten teilweise in ihrer Höhe unkalkulierbar sind.“

Meist nicht bedacht wird auch die Begrenztheit der fossilen und atomaren Energieträger und die Umweltschäden, die auch Kohle und Öl verursachen. Erst vor kurzem hat der Ölpreis erstmals seit 2008 die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten. Genau diesen schwer kalkulierbaren Kostensteigerungen wirken das EEG und die Förderung der erneuerbaren Energiequellen entgegen. „Wenn wir jetzt nicht bereit sind vorzusorgen, werden wir umso teurer dafür bezahlen müssen“, so Donauer.

Dies ist auch der Tenor einer Stellungnahme des Sachverständigenrates für Umweltfragen SRU vom Mai 2010. Das Beratungsgremium der Bundesregierung kommt darin zu dem Schluss, dass „bis 3,5 Cent pro Kilowattstunde höhere Elektrizitätskosten getragen werden müssen, um die für einen erfolgreichen Klimaschutz notwendige rechtzeitige Systemumstellung zu finanzieren. Kostenerhöhungen, die sich … auf Beträge zwischen 10 und 15 Milliarden Euro pro Jahr summieren, … stehen ab 2030 Kostensenkungen von bis zu 40 Milliarden Euro pro Jahr gegenüber.“ Zu vergleichbaren Zahlen kam auch der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) im Juni 2010.

„Wie so oft sind große Ziele nur mit Durchhaltewillen zu erreichen. Hier ist die Politik gefordert“, erklärt Donauer. Sie müsse noch besser erklären, dass der finanzielle Mehraufwand künftig eine Senkung der Kosten zur Folge habe. Gerade die spürbaren Folgen einer gewollten langfristigen Politik brächten Bewusstheit und Verhaltensänderungen bei den Verbrauchern. Praktische Tipps zum effizienten Umgang mit Strom gibt es zum Beispiel bei der Website http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Quelle: Donauer Solartechnik

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