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Berlin/Paris/Madrid, 30. August 2010, Die europäische Solarbranche macht sich auf neue, harte Einschnitte bei den Einspeisevergütungen und Subventionen gefasst. Denn nach Deutschland kürzen nun auch Frankreich und Spanien die Förderungen für Solaranlagen massiv. Die Solarförderung ist seit längerem wegen der hohen garantierten Abnahmepreise kritisiert worden. Experten raten der Branche, neue Märkte zu erschließen.

"Die Solarenergie war extrem überfördert, deshalb ist der Ausbau im Photovoltaik-Sektor in den letzten Jahren in Frankreich, Spanien oder auch Tschechien sprunghaft angestiegen", erklärt Commerzbank-Analyst Robert Schramm im Gespräch mit pressetext. Dadurch haben diese Länder die Ziele ihrer Solarstrom-Strategien für 2020 bereits jetzt erreicht, oder stehen unmittelbar davor. Nun kämpfen die Länder mit den Löchern, die jene Vergütungen in die Staatsbudgets reißen.

Nachfragedegression

Durch die hohen Subventionen fanden die Hersteller von Solarmodulen einen hohen Absatzmarkt vor. "Die schrittweise Absenkung der Förderungen haben große Verwerfungen in der Nachfragestruktur zur Folge", so Schramm. Während im laufenden Jahr Deutschland, Italien, Frankreich und Tschechien rund drei Viertel der globalen Nachfrage stellten, werden Schätzungen zufolge diese Länder im Jahr 2012 gerade noch 30 Prozent des Angebots an Solarmodulen abnehmen können.

"Neue Märkte zu öffnen, ist nun die größte Herausforderung für den Solarsektor in den kommenden zwei Jahren", sagt der Analyst gegenüber pressetext. Bisher hat sich die Lobbyarbeit der Branche zu sehr auf die Verteidigung der hohen Subventionsniveaus in bestehenden Märkten konzentriert. "Die Industrie darf sich nicht zu sehr auf die etablierten Märkte konzentrieren, sondern muss nun aktiv nach neuen Märkten mit geringen Förderungen suchen und dort Vorarbeit leisten", erklärt Schramm.

Redakteur: Paul Eidenberger

Quelle: pressetext

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