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Zürich, 13. September 2010, Die Branche für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz spürt den Rückenwind der wirtschaftlichen Erholung und beschleunigt die Wachstumsfahrt. Sowohl Umsätze als auch Auftragsbestände haben im zweiten Quartal kräftig zugelegt, wie die Großbank Credit Suisse und die Agentur für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz A EE anhand des neuen Index für nachhaltige Energielösungen REIS (Renewable Energy Index Schweiz) aufzeigen. Nur an den Arbeitsmarkt wurde der Aufwärtstrend nicht mehr in vollem Umfang weitergegeben.

Konjunkturdruck vs. Wachstumsimpulse

"Es wird sich erst zeigen, ob die Branche konjunkturresistent ist oder vom steigenden wirtschaftlichen Druck im kommenden Jahr in Mitleidenschaft gezogen wird", sagt Niklaus Vontobel, Elektrizitätsmarkt-Spezialist bei der Credit Suisse Economic Research, im Gespräch mit pressetext. Zwar erwartet das Institut im kommenden Jahr ein weiteres Konjunkturplus. Das Wachstumstempo wird der jüngsten Prognose zufolge jedoch deutlich nachlassen.

Die weltweiten Maßnahmen zum Klimaschutz dürften als Wachstumstreiber aber bleiben und die Nachfrage hoch halten, meint der Experte. Zudem werden der wirtschaftliche Vormarsch der Emerging Markets - allen voran China, Indien und Brasilien - sowie das rasche Wachstum der Weltbevölkerung nach Ansicht der Bank weiterhin Impulse für den nachhaltigen Energiemarkt liefern. So schätzt etwa die Internationale Energieagentur den weltweiten zusätzlichen Investitionsbedarf in saubere Technologien bis 2050 "konservativ" auf rund 17 Bio. Dollar bzw. 400 Mrd. Dollar pro Jahr.

Beschäftigungsaufbau verliert an Dynamik

Neben einer "anhaltenden positiven konjunkturellen Dynamik in der Branche" signalisiert der neue Index REIS angesichts seines Aufwärtstrends laut Credit Suisse auch ein beschleunigtes Wachstum im Erneuerbare-Energien- und Effizienz-Sektor. Er setzt sich aus den Komponenten Umsatz, Auftragsbestand, Lieferfristen, Lagerbestand und Beschäftigung zusammen. Letztere liegt zwar weiter in der Wachstumszone, ließ als einzige Komponente mit minus 1,5 Zählern aber leicht nach. Der Beschäftigungsaufbau in der Branche schreitet weiter fort, hat aber an Dynamik nachgelassen. Mit 62,6 Punkten übertraf der Index im zweiten Quartal zum zweiten Mal in Folge die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

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