Triefenstein, 29. Februar 2012, Am 27. Februar rief das Nachrichtenportal photovoltaik-guide.de zu einer Kurzumfrage auf. Die Onlineumfrage wurde über das Panel Photovoltaikumfrage (http://www.photovoltaikumfrage.de) durchgeführt. Die Befragung enthielt neun Fragen und richtete sich an Solarunternehmen in Deutschland. An der Umfrage mit dem Titel "Solarförderkürzung = Umsatzeinbruch = Negative Geschäftsentwicklung" haben über 1.250 Unternehmen in nur zwei Tagen teilgenommen. Die Umfrage wurde um Mitternacht am 28, Februar beendet. 891 Antworten  sind nun ausgewertet worden.

Photovoltaikumfrage2

Mit dieser Umfrage sollte in Erfahrung gebracht werden, wie sich die von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesumweltminister Norbert Röttgen geplante Solarkürzung auf Solarunternehmen auswirkt, sofern diese auch so beschlossen wird und in Kraft tritt. In der Onlinebefragung wurde davon ausgegangen, dass die geplanten drastischen Einschnitte politisch auch so umgesetzt werden, wie sie momentan angedacht sind. Die Solarunternehmen wurden daher aufgefordert, ihre Einschätzung auf die zukünftige Geschäftsentwicklung abzugeben.

Die Ergebnisse der nicht repräsentativen Umfrage im Überblick:

Frage 1: In welchen Tätigkeitsbereich würden Sie Ihr Unternehmen einstufen?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Tätigkeitsbereich

Frage 2: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen insgesamt (Ihre Person mit inbegriffen)?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Beschäftigte im Unternehmen

Frage 3: In welchen Ländern sind Sie mit Ihrem Solarunternehmen momentan aktiv?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Aktivitäten

Frage 4: Wie hoch ist der durchschnittliche Jahresumsatz Ihres Unternehmens?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Durchschnittlicher Jahresumsatz

Frage 5: Wie hoch denken Sie, werden die Umsatzeinbußen für Ihr Unternehmen auf Grund der Gesetzesänderung in diesem Jahr sein?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Geschätzter Umsatzeinbruch

Frage 6: Haben sie jetzt schon mit Auftragsstornierungen zu kämpfen?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Auftragsstornierungen

Frage 7: Sofern Ihr Unternehmen für die Intersolar Europe 2012 in München angemeldet ist, planen Sie eine Stornierung des Messeauftritts (sollte das Gesetz planmäßig in Kraft treten und eine Stornierung noch möglich sein)?

Anmerkung zu dieser Frage: Diese Frage sollte ursprünglich nicht in die Umfrage integriert werden. Einer unserer Kunden bat uns jedoch aus eigenem Interesse, die Frage aufzunehmen und im Anschluss ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Teilnahme an der Intersolar
Frage 8: Wenn das Gesetz wie von Rösler/Röttgen geplant so durchgeht, welche unternehmerischen Maßnahmen planen Sie zuerst (Entlassungen, Kurzarbeit, Einstellung von Werbung- und Marketingmaßnahmen, Konzentration auf andere Geschäftsfelder oder andere Länder etc.)? Bitte schreiben Sie alle angedachten Maßnahmen auf.

  • Konzentration auf andere Geschäftsfelder
  • Entlassungen
  • Einstellungsstopp
  • Konzentration auf andere Länder
  • Liquidierung
  • Kurzarbeit
  • Budgetkürzungen (Marketing/Werbung)
  • Verlagerung des Unternehmens ins Ausland

Achtung: Die obige Liste ist nicht vollständig und enthält lediglich die häufigsten Nennungen.

Frage 9: Rechnen sie mit einer Insolvenz Ihres Unternehmens, sofern das Gesetz wie geplant in Kraft tritt?

Photovoltaikumfrage - Solarkürzung - Insolvenzbedrohung

Wir möchten uns bei allen Unternehmen herzlich bedanken, die an unserer Umfrage mitgewirkt haben.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Kommentare   

+3 #3 Margrit Ehler 2012-03-02 14:14
Wie hieß es doch noch vor kurzem so schön:
Die erneuerbaren Energien sind unsere Zukunft....
Deshalb habe ich mit gutem Gewissen in von finanzen.net hochgelobten 3! Solarfirmen (Payom Solar, SAG Solarstrom,
Solarwatt) investiert und befürchte jetzt einen Totalverlust, besonders bei Payom Solar.

Wenn nun in so kurzer Zeit Gesetze geändert werden und langfristige Planungen für Anleger und Mittelständler nicht mehr möglich sind, wird das nicht nur das Anlegerverhalten der Privatanleger sondern auch die Geschäftstätigkeit des angeblich ach so wichtigen Mittelstands negativ beeinflussen.
+3 #2 Wowiri 2012-03-02 13:15
Des einen Freud ist des anderen Leid. Mit der Veröffentlichung des Ausstiegsentwurfs von Röttgen & Rösler sprangen die Aktienkurse der im Hintergrund wirkenden Strippenzieher frohlockend in die Höhe. Die Herren Rösler & Röttgen haben sicherlich keinerlei Zukunftsängste: Ein lukrativer Posten in der Energiewirtschaft ist ihnen -ein Schelm, wer anderes vermutet- nach der nächsten Wahl sicher. Wetten dass? Die Lobbyisten von RWE, EON & Co haben ganze Arbeit geleistet... wenn auch es doch kein sonderliches Kunststück ist, einen Mann ohne Rückgrat -"Umweltminister" Röttgen- in die gewünschte Form zu bringen.

Die nächste Wahl kommt - mit Sicherheit.
+4 #1 Rüdiger Mühlhausen 2012-02-29 15:14
Sehr interessante Ergebnisse und trotz allem erstaunlich heterogene Ansichten. Da wären noch einige Querauswertungen interessant, z.B. bezogen auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche.
Ich hoffe, dass die Unternehmen aber auch aufwachen und erkennen, dass Sie die Bearbeitung des Marktes verstärken müssen, um zu überleben. Bislang lebte es sich recht gut im Schatten der Einspeisevergütung. Es muss noch mehr der Nutzen der PV in den Vordergrund gestellt werden,auch um von reinen Preisdebatte mal wegzukommen. Ich sehe da durchaus potential.

You have no rights to post comments