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München, 08. Juni 2012, E.on-Chef Johannes Teyssen fordert für Hartz IV-Empfänger von der Bundesregierung die Einführung eines Stromkostenzuschlags. Dies sagte Teyssen in einem Interview mit Spiegel Online. Durch die Energiewende steigen laut Teyssen die Strompreise stetig und die belasten daher die sozial Schwachen zusätzlich. Er fordert eine Pauschale für Elektrizität in Form eines Öko-Zuschlags. Er begründet die steigenden Strompreise durch die EEG-Umlage, die durch die erneuerbare Energien anfallen.

Wie weiter im Interview von SPON zu lesen ist, hat die Energiewende vor allem soziale Effekte. Immer mehr Hartz-IV-Empfängern wird die Stromzufuhr abgeklemmt. Umso höher der Strompreis steigt, desto höher die Anzahl der Hartz-IV-Empfänger, deren der Strom verweigert wird, da die Stromrechnung nicht mehr beglichen werden kann. Für die großen Energiekonzerne bedeuten Strompreiserhöhungen steigende Gewinne und für die Bundesregierung höhere Steuereinnahmen.

Teyssen hält die Belastung der sozial Schwachen für nicht hinnehmbar, wie er weiter im Interview sagt. Auch konkretisiert er seinen Vorschlag, den er schon Ende März dieses Jahres forderte. Er schlägt einen Ausgleich der staatlich verursachten Mehrkosten beim Strom vor.

Unserer Meinung nach ist es weniger die soziale Ader von E.on-Chef Teyssen als vielmehr die steigenden Zahlungsausfälle, denen E.on gegenübersteht. Das verursacht dem Energiekonzern zusätzliche Kosten wie ein höherer Verwaltungsaufwand durch Mahnwesen, Inkasso und Gerichtsvollzieher. Von den Zahlungsausfällen ganz zu schweigen. Am Ende noch die Frage, inwieweit es sich für das Unternehmen überhaupt lohnt, diesen Prozess bis zur letzten Instanz durchzuziehen. Schlussendlich droht den Verbrauchern die Abklemmung vom Stromnetz. Erhalten sozial Schwache, in diesem Fall Hartz IV-Empfänger, durch die Bundesregierung einen Stromkostenzuschuss, sind dem Konzern diese Verbraucher als Kunden wieder sicher.

Anstatt sich E.on wirklich für sozial Schwache in Form eines speziellen und günstigeren Stromtarifs engagieren würde, wäre E.on in seiner Darstellung glaubhafter. Insofern verfolgt der Energiekonzern lediglich eigene Interessen.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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