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Ulm, 21. September 2010, Die Automobilindustrie steht vor einem radikalen Umbruch: Batterieund Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge sollen den Verbrennungsmotor ablösen. Damit die deutsche Wirtschaft die ökonomischen Potenziale der neuen Technik auch ausschöpfen kann, braucht es Fachleute auf dem neuesten Stand des Wissens. Das Weiterbildungszentrum Um (WBZU) hat sich diese Aufgabe zum Ziel gesetzt. „Die elementare Bedeutung von qualifizierten Fachkräften ist in der Industrie und im Handwerk inzwischen angekommen“, berichtet Dr. Thomas Aigle, Geschäftsführer am WBZU. Das spürt auch das WBZU. Das einzigartige Kursangebot wird immer stärker nachgefragt und das sogar weltweit: Von Skandinavien bis nach Südafrika.

Das Zentrum ist spezialisiert auf Fort- und Weiterbildungsangebote rund um die Elektromobilität. Die Experten-Workshops und Fach-Tagungen des WBZU richten sich an Mitarbeiter in den Forschungsund Entwicklungsabteilungen in der Industrie und an Instituten sowie an Dozenten und Mitarbeiter im Hochschulbereich. Die Praxis-Seminare sind vor allem für Ausbilder, Lehrer und Multiplikatoren in der beruflichen Bildung konzipiert.

Aktuell waren zwölf Lehrer der Berufsbildenden Schule 6 der Region Hannover zu Gast am WBZU und bildeten sich drei Tage im Bereich der Elektromobilität fort. „Die beste Fortbildung, die wir seit langem hatten“, freut sich Studiendirektor Wolfgang Bolsums, Abteilungsleiter für Fahrzeugtechnik an der Berufsschule. Besonders schätzten die

Berufsschullehrer die Möglichkeit, am WBZU selbst mit Batterien und Brennstoffzellen experimentieren zu können - neben Seminarräumen verfügt das Zentrum auch über ein speziell für Aus- und Weiterbildungszwecke konzipiertes Technikum. Das macht das WBZU zu einer in dieser Form einzigartigen Einrichtung. Im direkten Anschluss an die Lehrerfortbildung findet ein einwöchiger Brennstoffzellen-Kurs am Weiterbildungszentrum in der Donaustadt Ulm statt.

Elektromobilität steht auf der Prioritätenliste ganz oben: Die Bundesregierung unterstützt die Entwicklung des Elektroautos mit milliardenschweren Programmen – Deutschland soll zum Leitmarkt für Elektrofahrzeuge werden und bis 2020 über eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen bringen. Die ersten Autohersteller werden bereits Ende dieses Jahres ihre ersten Fahrzeuge anbieten. Um diese ambitionierten Ziele der Regierung zur erreichen, bedarf es einem gezielten Kompetenzaufbau in Deutschland entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Elektromobilität. Diese fängt bei der Entwicklung leistungsfähiger und vor allem bezahlbarer Lithium-Ionen-Batterien, dem Herzstück des Elektroautos, an und endet bei Service und Wartung der Elektrofahrzeuge. Für die Entwicklung der nächsten Generation an Lithium-Batterien, möglichst „Made in Germany“, sind Ingenieure und Wissenschaftler mit Know-how im Bereich elektrochemischer Materialien und Komponenten sowie Fertigungstechnologien für Batteriezellen und -systeme dringend erforderlich.

Bei den Wartungs- und Serviceaufgaben kommt das Kfz- und Elektrohandwerk ins Spiel. Schlüsselqualifikationen in diesem Zusammenhang sind der Umgang mit hohen Spannungen, mehrerer 100V anstatt bisher 12V, sowie bei Brennstoffzellenfahrzeugen der sichere Umgang mit Wasserstoff. Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff in elektrische Energie um.

Quelle: WBZU

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