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Berlin, 09. März 2011, Die Ampere AG bemängelt die unsystematische und intransparente Berechnung der Erneuerbaren-Energien-Umlage (EEG). „Das fehlende Konzept hinter den Subventionen einer längst etablierten Branche führt zu massiven Belastungen der Verbraucher“, äußert sich Ampere-Vorstand Dr. Dietmar Polster. „Vom Ausbau der Netze, über die gesetzlichen Fördersätze bis zur jährlichen Abrechnung fehlt eine klare Linie.“ Neben der grundsätzlichen Falschberechnung der Höhe der EEG-Umlage, die am Montag durch einen Bericht des Bundesumweltministeriums bekannt wurde, kritisiert Ampere auch die fehlerhafte Abrechnung der Ökostrom-Abgabe bei den Endkunden.

Der Berliner Energie-Broker hatte die Problematik bereits im vergangenen Sommer erkannt. So bemängelte Ampere im Juli 2010 die Abrechnungsmethoden des Energieversorgers RWE und reichte im Namen seiner Kunden Musterklage ein. Hintergrund war eine überhöhte Abrechnung der EEG-Umlage. RWE hatte den Korrekturbetrag nach Ablauf der vom Gesetzgeber vorgesehenen Abrechnungsfrist an seine Kunden weiter gegeben. Ampere hatte die Mehrbelastungen auf 50 Mio. Euro geschätzt und zog vor Gericht. Eine rechtskräftige Entscheidung steht noch aus.

„Netzbetreiber und Energiekonzerne profitieren gleichermaßen von dem undurchsichtigen Konzept der EEG-Umlage“, betont Dietmar Polster. Über 750 Energieversorger hatten zum Jahreswechsel mit Verweis auf den steigenden EEG-Satz die Preise erhöht, teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Zwar sollen die Beträge, die durch die Falschberechnung der EEG-Umlage zu viel gezahlt wurden, im kommenden Jahr an die Verbraucher zurück fließen, ob die EEG-Umlage für 2012 tatsächlich sinkt, wurde jedoch von den Netzbetreibern noch nicht bestätigt. Falls dies geschieht, liegt die Anpassung der Preise aber letztlich bei den Energieversorgern. „Erfahrungsgemäß agieren die Lieferanten bei Preissenkungen deutlich verhaltener“, weiß Dietmar Polster und fordert daher eine saubere EEG-Endabrechnung für das Lieferjahr 2011 mit dem korrigierten EEG-Satz.

Quelle: Ampere AG

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