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Düsseldorf/London 07. Januar 2010 - Nur wenige Tage nach der Ankündigung eines internationalen Windkraft-Stromnetzes in der Nordsee steht die Branche vor ihrem nächsten Mega-Projekt. An den bisher weltgrößten Offshore-Windparks, die Großbritannien bis 2020 zu errichten plant, wollen sich deutsche Energiekonzerne wie E.ON oder RWE beteiligen. Über die Baurechte soll noch in dieser Woche entschieden werden. Insgesamt buhlen jedoch 18 Großkonzerne und Konsortien um die Aufträge der britischen Regierung.

"Die Offshore-Windenergiebranche boomt weltweit, wenngleich die Zuwachsraten an Land noch deutlich größer sind", meint Ulf Gerder, Sprecher des Bundesverbands WindEnergie, im Gespräch mit pressetext. Bisher sei europaweit in der maritimen Windkraft eine Leistung von rund zwei Gigawatt (GW) ausgebaut. Den Löwenanteil liefern hingegen die Windparks an Land mit insgesamt über 70 GW.

"Strom gibt es nicht kostenlos"

Bereits bis 2013 wird Prognosen zufolge allein Großbritannien die Kapazität der Offshore-Windkraft auf über fünf GW erhöhen. Deutschland soll zu diesem Zeitpunkt bei rund 2,7 GW liegen. In den kommenden zehn Jahren wollen die Briten über 5.000 Windräder im Meer installieren, die bei Vollauslastung eine Spitzenleistung von rund 25 GW liefern sollen. "Ein ambitioniertes Projekt", urteilt Gerder. Wie die FAZ berichtet, wird sich die Kapazität der Stromerzeugung aus der maritimen Windkraft in Großbritannien dadurch mehr als vervierfachen.

Der Ausbau von Windenergie-Parks ist gerade im Offshore-Bereich kostenintensiv. Bezahlt werden die Milliardenprojekte von den Verbrauchern. "Strom gibt es nicht kostenlos", betont Gerder gegenüber pressetext. Im Vergleich zu neuen Atomkraftwerken seien Windenergieanlagen jedoch "deutlich billiger", so der Experte. Allein die Kosten des stark subventionierten britischen Mega-Projekts sollen sich nach Schätzungen auf rund 90 Mrd. Euro belaufen.

Briten wollen Anteil Erneuerbarer Energien versiebenfachen

Neben E.ON und RWE, die sich im Rahmen von Konsortien an dem Ausbau beteiligen wollen, bemühen sich Konzerne wie Vattenfall, Iberdrola oder Centrica um die Großaufträge der britischen Regierung. Über die Ausschreibung der Bau- bzw. Nutzungsrechte von neun Gewässern, die der königlichen Liegenschaftsverwaltung gehören, soll morgen, Freitag, entschieden werden. Auch Zulieferer wie Siemens hoffen von dem Projekt zu profitieren. Dieses soll zum Erreichen des Ziels beitragen, den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Strombedarf Großbritanniens bis 2020 auf rund 15 Prozent zu versiebenfachen.

Redakteur: Manuel Haglmüller

Quelle: pressetext

Kommentare   

#1 Helen 2010-01-08 08:40
Die Beteiligung wirkt sich bestimmt nicht auf die Strompreise aus. Wäre ja auch zu schön, wenn diese mal runter gehen würden, um den Verbraucher zu entlasten. Helen

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