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Freudenstadt, 16. Februar 2012, Die Robert Bürkle GmbH schließt das Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatz von 96 Millionen Euro ab. Ursprünglich geplant waren 110 Millionen Euro. Grund dafür ist die weltweit eingebrochene Nachfrage im Solarmarkt. Erfreulich: Das operative Ergebnis der Firmengruppe blieb positiv, weil Bürkle in den Geschäftsfeldern Oberfläche sowie Leiterplatten und Plastikkarten höhere Umsätze als erwartet erzielt hat.

Einen Teil des Erfolgs in der Business Unit Oberfläche schreibt Hans-Joachim Bender, geschäftsführender Gesellschafter, unter anderem einer neuen Anlage zur Profilierung von Wärmedämmplatten aus Styropor zu, die in der Bauindustrie eingesetzt werden. Auch habe man eine Marktbelebung im Parkett- und Türbereich deutlich gespürt. Einen  erheblichen Umsatzzuwachs verzeichnete Bürkle ebenso bei Lackier- und Druckanlagen.

Der Hintergrund für das Abschneiden im Solargeschäft, in dem Bürkle gerade einmal die Hälfte des geplanten Umsatzes erzielen konnte, ist einfach erklärt: Mit den Laminiermaschinen steht Bürkle am Ende der Prozesskette und spürt die sinkende Nachfrage an Solarmodulen damit als erster.

„Gespürt haben wir das bereits im zweiten Quartal 2011, als es bei den anderen noch geboomt hat“, verdeutlicht Bender. Dennoch setzt der Chef weiter auf den Bereich Photovoltaik. Und hofft, dass bis in zwei Jahren der Markt bereinigt ist, Überkapazitäten abgebaut sind und Bürkle mit Innovationen, wie etwa deutlich verkürzten Laminierzeiten, ein Alleinstellungsmerkmal hat, „mit dem man Punkten kann“. Immerhin habe Bürkle seit Markteintritt vor vier Jahren in Summe einen Umsatz von 100 Millionen Euro in der Photovoltaikindustrie erwirtschaftet.

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2012 will der Maschinenbauer einen Gesamtumsatz von 94 Millionen Euro erzielen. Davon 20 Prozent im Photovoltaik-Bereich, 60 Prozent in der Business Unit Oberfläche, zu der die Holzwerkstoff-, Glas-, Automobil- und graphische Industrie zählen, und 20 Prozent in der Sparte Leiterplatte und Plastikkarten. Aktuell sei die Auftragslage gut, betont Bender. Der Auftragseingang sei über Plan. Das Budget für dieses Jahr stehe. Das erste Quartal sei voll ausgelastet; zur Vollauslastung des zweiten Quartals fehlen aktuell nur noch wenige Kleinaufträge. Einen Grund für den positiven Auftragseingang sieht Bender in der Diversifikation des Unternehmens. „Bürkle ist durch seine drei Geschäftsfelder relativ krisenfest. Wenn ein Markt schwächelt, zieht ein anderer an.“

„Die Krise in der Photovoltaik wird sicherlich zu einer Marktbereinigung führen“, sagt Bender, aufgrund innovativer Produktentwicklungen und der Diversifikation wird Bürkle die Durststrecke in der PV-Industrie aber überstehen.

Derzeit prüft der Maschinenbauer zudem Marktpotenziale in der Energieerzeugung und -einsparung. Interessant seien außerdem Wachstumsmärkte wie China und Brasilien. Im zurückliegenden Geschäftsjahr habe in China alleine die Tochtergesellschaft Bürkle Shanghai, die für den asiatischen Markt produziert und 160 Menschen beschäftigt, 16 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Quelle: Robert Bürkle GmbH

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