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Weil der Stadt/Hausen, 19. Oktober 2011, Bundeskanzlerin Merkel kündigte bei einer CDU Regionalkonferenz in Magdeburg an, die Solarförderung trotz massiver Kürzungen in der Vergangenheit erneut zu kürzen.

Laut Bundeskanzlerin Merkel ist die Windenergie im Gegensatz zur Photovoltaik auf einem sehr guten Weg, rentabel Strom zu erzeugen. 50 Prozent der Fördermittel für Erneuerbare Energien würden für 2 Prozent der Stromerzeugung durch Photovoltaik verwendet, argumentiert Frau Merkel.

Die Offshore-Windkraft wird von der Bundesregierung als zentraler Punkt in der Umstellung der Energieversorgung gesehen. Ich halte diesen Schritt für einseitig und wettbewerbsverzerrend. Die Offshore-Windkraft ist mit riesigen Investitionen verbunden. Diese Investitionen können eigentlich nur die vier großen "alten" Energieversorger schultern. Die Fördertarife für Offshore-Windkraft wurden massiv erhöht, die der Photovoltaik massiv gekürzt. Hierbei lässt sich klar erkennen, dass eine dezentrale Erzeugung von erneuerbaren Energien und dadurch mehr Wettbewerb nicht gewünscht ist.

Beim Geschäft mit dem Strom wird mit geänderten Vorzeichen an alten Strukturen festgehalten. Für den kritischen Beobachter lässt sich der Gedanke kaum verdrängen, dass der Atomausstieg bei den vier alten Energieversorgern durch die massive Erhöhung der Offshore-Windkraft-Förderung erkauft wurde. Der finanzielle Aufwand, der dafür vom Steuerzahler aufgebracht werden muss, ist gewaltig, denn die Transportnetze für Strom aus dem Norden in den Süden müssen massiv ausgebaut werden und das wird teuer. Bei der dezentralen Stromerzeugung müssten lediglich die Verteilnetze ausgebaut werden, was einem Bruchteil dieser Kosten entspricht.

Die Erzeugung von Strom durch Photovoltaik wird immer preiswerter, die Vergütung für Solarstrom wird im Jahr 2012 teilweise schon unter 18 Cent/kWh liegen, die für Offshore-Windkraft bei ca. 15 Cent/kWh. In Anbetracht der Kosten für den jeweils erforderlichen Netzausbau hinkt Frau Merkels Berechnung gewaltig.

Des weiteren regte sie an, dass es sinnvoll sein könnte, künftig Sonnenstrom in Griechenland zu produzieren, weil dort die Sonne länger scheine. Der dort erzeugte Strom soll dann quer durch Europa nach Deutschland exportiert werden.

Die Bundeskanzlerin hat natürlich recht, in Griechenland scheint länger die Sonne. Jedoch sind die Investitionen in die Übertragungsnetze für den Solarstrom aus Griechenland gigantisch. Diese Kosten sollten bei einem fairen Vergleich der Preisermittlung für Sonnenstrom aus Griechenland gegenüber in Deutschland erzeugtem Sonnenstrom auch berücksichtigt werden.

Die Energiepolitik der Bundesregierung lässt seit Regierungsbeginn jegliche Kontinuität und ein klares Konzept vermissen. Der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg, was soll man davon halten? Die erneuerbaren Energien spielten in der Vergangenheit der energiepolitischen Ausrichtung eine untergeordnete Rolle. Nur Aufgrund des politischen Drucks durch die Reaktorkatastrophe in Japan wurde der endgültige Atomausstieg beschlossen. Dass sich die bekannten Energieriesen unmittelbar nach dieser Entscheidung relativ still verhielten spricht für sich.

Quelle: Krannich Solar GmbH & Co. KG

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