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Bonn, 22. März 2011, Gestern hat die Bundesnetzagentur die Zahlen zum Photovoltaik-Zubau im Dezember veröffentlicht. Auch wenn die Jahresendrallye ausblieb, wurden im Dezember 2010 immerhin 1.073 MWp gemeldet. Damit ist der Dezember im Jahresvergleich der zweitstärkste Monat. Der Photovoltaikzubau in 2010 erreicht damit in Deutschland insgesamt 7,25 GWp. Für die deutsche PV Industrie bedeutet das ein weiteres Rekordjahr und ein 91 prozentiges Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland bleibt auch weiterhin der wichtigste PV Markt. Mit einem Zubau von 7,25 GW und insgesamt 242.893 installierten Anlagen in 2010 bleibt Deutschland der weltweit wichtigste Absatzmarkt der Industrie. „Diese Zahlen sind keine Überraschung“, kommentiert Markus A. W. Hoehner, CEO des Bonner Marktforschungs- und Beratungsunternehmens EuPD Research. „Der Zubau entspricht in großen Teilen unserer Prognose“, so Hoehner weiter. Im Juni hatten die Bonner Marktforscher die Prognose für den deutschen Markt von 5,5 auf 7,2 GW angepasst.

Zubau nach Größenklassen: Kleinanlagen stabil, Segment der Großanlagen wächst

Im Jahr 2010 machten die Anlagen zwischen 10 und 30 kWp mit einem Anteil von 26 Prozent der neu-installierten Leistung den größten Anteil aus. Besondere Dynamik war für die mittleren und großen Anlagen zwischen 100 und 500 kWp zu beobachten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieses Segment im Vergleich zum Vorjahr um 174 Prozent gewachsen.

Zubau nach Größenklassen

Regionaler Zubau: Bayern bleibt deutschlandweit Spitzenreiter

Mit einer neu installierten Leistung von 2.379 MWp (+33 Prozent) ist Bayern auch in 2010 das Bundesland mit den größten Zubauzahlen. An zweiter und dritter Stelle folgen die Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Regionaler Zubau

Ausblick 2011: Deutschland wird weiterhin wachsen, wenn auch moderat.

„Die Fakten sprechen für ein weiteres Wachstum des deutschen Marktes“, so Markus Lohr, Analyst bei EuPD Research. „In den meisten Regionen ist das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren überproportional. Sättigungserscheinungen sind nur in wenigen Landkreisen zu erkennen“, so Lohr. Der Jahresbeginn eröffnet zwar noch verhalten, allerdings wird der Markt in den kommenden Monaten spürbar anziehen, sobald sich die Preise stabilisieren. Die Entwicklung des deutschen Marktes ist dabei sicherlich auch abhängig von den anstehenden politischen Entscheidungen in Italien, so die Einschätzung der Bonner Marktforscher. Ein zusätzlicher Effekt wird zudem von der Degression zur Jahresmitte ausgehen. Da mit Blick auf den Zubau ein Peak im Juni erwartet wird, der Juni aber nicht in die Berechnung der Halbjahresdegression einfließt, ist nicht davon auszugehen, dass die Halbjahresdegression den Markt si gnifikant bremst. Damit rechnet EuPD Research mit einem weiteren, wenn auch moderateren, Wachstum des deutschen Marktes in 2011.

 

Quelle: EuPD Research

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