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Hamburg, 20. April 2011, Solarstrom ist umweltfreundlich, macht unabhängig von fossilen Energien und bietet interessante Verdienstmöglichkeiten – kein Wunder, dass sich bereits so viele  Hausbesitzer für eine eigene Photovoltaikanlage entschieden haben. Doch ist eigentlich jedes Dach für die Installation geeignet? Worin unterscheiden sich die angebotenen Module? Und was sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf? Wir haben die Antworten auf diese Fragen und sagen Ihnen, worauf Sie bei der Anschaffung einer Solarstromanlage achten sollten.

Grundsätzlich kann jeder, der über mindestens zehn m2 Dachfläche verfügt, eine dauerhaft rentable, netzgekoppelte Photovoltaikanlage installieren. Bei voller Sonneneinstrahlung erzeugt eine zehn m2 große Solarstromanlage in Mitteleuropa etwa 800 bis 1.000 Kilowattstunden (kWh) sauberen Strom im Jahr. Dieses Niveau lässt sich durch die Größe der Anlage und die Leistung der Module beziehungsweise den Modultyp individuell variieren.

Für jedes Dach die passende Technologie

Es gibt verschiedene Arten von Solarmodulen, die sich nicht nur in ihrer Herstellungsart, sondern vor allem in ihrem Wirkungsgrad unterscheiden. Dieser ist ein wesentlicher Faktor für die Leistung der Photovoltaikanlage. Er gibt an, wie viel Prozent des einfallenden Sonnenlichts technisch genutzt werden können. Die Auswahl der Module ist hierbei entscheidend für eine gute Leistung und damit für die Rendite der Anlage. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den bewährten mono- und polykristallinen Modulen und den innovativen mikroamorphen Dünnschichtmodulen.

Monokristalline Module bestehen aus Zellen, die aus einkristalligen Siliziumblöcken geschnitten werden. Sie erzielen hohe Modulwirkungsgrade und eignen sich besonders bei geringem Platzangebot für kleine bis mittlere Anlagengrößen. Polykristalline Module arbeiten hingegen mit Solarzellen, die sich aus vielen kleinen Siliziumkristallen zusammensetzen. Sie haben einen etwas geringeren Wirkungsgrad als die monokristallinen Module, sind jedoch etwas günstiger. Dünnschichtmodule sind grundsätzlich anders aufgebaut als kristalline Module: Sie bestehen aus einer amorphen und einer mikrokristallinen Siliziumschicht. Dieses Tandem sorgt dafür, dass Dünnschichtmodule das Sonnenlicht besonders gut ausnutzen. Sie können überall dort zum Einsatz kommen, wo reichlich Dachfläche vorhanden ist. Aufgrund ihrer eleganten Optik werden Dünnschichtmodule zudem besonders von Architekten geschätzt.

Die kristallinen Technologien sind schon länger am Markt und haben bisher den größten Marktanteil. Die Dünnschichttechnologie wächst allerdings beständig, denn die Module lassen sich besonders ressourcenschonend herstellen und sind preiswerter.

Optimaler Ertrag durch gute Beratung

Ist die Entscheidung für eine eigene Anlage gefallen, sollte man sich zunächst von einem Photovoltaik-Installateur beraten lassen. Nicht jeder Installateur hat jedoch alle Module der verschiedenen Hersteller im Programm, deshalb kann es ratsam sein, die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen. Ein seriöser Berater beurteilt Lage und Ausrichtung des Hauses, schaut sich die Verschattung an und ermittelt, ob das Dach grundsätzlich geeignet ist.

Wichtig für den optimalen Ertrag einer Solarstromanlage sind der Neigungswinkel der Module und die Dachausrichtung. Eine Daumenregel besagt, dass kristalline Module den größten Ertrag liefern, wenn sie genau nach Süden ausgerichtet sind und in unseren Breiten ungefähr einen Einstrahlungswinkel von 35 Grad haben. Um den optimalen Ertrag zu gewährleisten, sollten mögliche Schattenspender wie Bäume, benachbarte Gebäude oder Antennen bei der Planung berücksichtigt werden. Erfahrene Anlagenplaner wissen durch eine geschickte Anordnung der kristallinen Module Verschattungen zu vermeiden oder planen mit Dünnschichtmodulen.

Qualität zahlt sich aus

Auf Basis der Angaben des Eigentümers, wie viel er investieren möchte, errechnet der Installateur schließlich, mit wie viel Stromertrag – und damit mit wie viel Vergütung – dieser über die nächsten 20 Jahre rechnen kann. Die Rendite einer Solarstromanlage steigt dabei mit der Qualität der Solarmodule: wer sich also für ein hochwertiges Modul entscheidet, kann mit einer längeren Betriebsdauer rechnen und somit die Rendite erhöhen. Barbara Rudek, Expertin bei Sharp Solar rät daher beim Kauf nicht nur nach dem Preis zu gehen: „Man sollte auch den Hersteller unter die Lupe nehmen und prüfen, welche Erfahrung er hat, wie lange es ihn schon gibt und ob er für eventuelle Rückfragen eine Niederlassung in Deutschland hat. Sharp beispielsweise entwickelt bereits seit 50 Jahren Solarstromlösungen, hat also großes Know-how, bietet eine entsprechende Qualität in der Photovoltaik und zuverlässigen Service.“

Quelle: Sharp

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