photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie unsere Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Guanacaste/ Wörrstadt, 19. April 2010 - Costa Rica will seinen Energiebedarf schon bald zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien decken – mit der Unterstützung und dem Know-how des rheinland-pfälzischen Projektentwicklers juwi.

Die Windenergie-Anlagen, die juwi gemeinsam mit GDF SUEZ Energy Central America, einer Tochter des französich-belgischen GDF SUEZ-Konzerns, in Costa Rica realisiert hat, leisten einen wichtigen Beitrag, damit das Land sein großes Ziel einer rein regenerativen Energieversorgung so schnell wie möglich erreichen kann. Das betonte der scheidende Präsident des mittelamerikanischen Landes, Friedensnobelpreisträger Oscar Arias, bei der feierlichen Einweihung des ersten juwi-Windparks in Mittelamerika.

Der 2009 fertig gestellte Windpark „Planta Eólica Guanacaste“ in der Region Guanacaste besteht aus 55 Windenergie-Anlagen vom Typ E-44 der Auricher Windkraftschmiede Enercon und erzeugt mit einer Gesamtleistung von 49,5 Megawatt rund 240 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie pro Jahr. Nach europäischen Maßstäben deckt dieser Windpark, den Jahresbedarf von 70.000 Haushalten an Strom. Das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz gehört damit zu den bedeutendsten Projektentwicklern in Mittelamerika. Betrieben wird der Windpark „Planta Eólica Guanacaste“ (PEG) von der gleichnamigen Projektgesellschaft, an der GDF SUEZ Energy Central America zu 90 Prozent und juwi zu 10 Prozent beteiligt sind.

Costa Rica und seine Bevölkerung profitieren in vielfältiger Weise von den Windparks. Insbesondere in der Trockenzeit (Dezember bis Mai) werden die Anlagen mit voller Leistung laufen. Bislang muss Costa Rica, das bereits rund 80 Prozent seines Strombedarfs mit Wasserkraft und Geothermie deckt, in der Trockenperiode Strom mit Generatoren, die mit teurem zu importierendem Diesel laufen, produzieren - oder aber direkt den Strom teuer importieren, da in dieser Zeit die Wasserkraftwerke nur im Teillastbereich arbeiten können. „Wir freuen uns, so kompetente Partner gefunden zu haben. Mit diesen Projekten können wir uns von Energieimporten weiter unabhängig machen“, erklärte Präsident Arias bei der Einweihungsfeier.

Arias hatte in Costa Rica das Programm „Frieden mit der Natur“ auf den Weg gebracht. Die 100-prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien ist ein Kernelement dieses Programms, das auch seine Nachfolgerin fortsetzen will. juwi-Vorstand und Gründer Matthias Willenbacher ist begeistert von den Plänen der Regierung. „Es freut uns ungemein, dass wir Costa Rica bei diesen Zielen unterstützen dürfen. Das Land ist ein Vorreiter: Es zeigt, dass der Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien schon heute möglich ist – wenn man es will.“ Für juwi ist der Windpark einer der großen Meilensteine der Firmengeschichte, der den Weg bereitet hat für weitere Projekte auf dem vielversprechenden lateinamerikanischen Windmarkt. Aktuell hat das Unternehmen neben Mittelamerika vorrangig auch die Märkte Uruguay und Chile im Visier.

Quelle: juwi-Gruppe

You have no rights to post comments