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Bozen, 24. Mai 2011, Hohe Sonneneinstrahlung, hohe Strompreise und attraktive Förderbedingungen: Diese günstigen Rahmenbedingungen kennzeichnen den italienischen Fotovoltaikmarkt. Gespannt blickte die Branche auf die Neuregelung der Einspeisevergütungen. Nun hat die Regierung in Rom das überarbeitete Förderinstrument verabschiedet. Das Conto Energia IV tritt zum 1. Juni in Kraft und ersetzt seinen Vorgänger, das Conto Energia III. Die Business Location Südtirol (BLS), Standortagentur von Italiens nördlichster Region, berät umfassend und erklärt wichtige Details für Unternehmen, die in Italiens Solarstrommarkt investieren.

Rechtliche Basis für das Conto Energia IV ist das Regierungsdekret vom 5. Mai. Der Beschluss fiel, nachdem die installierte Kapazität in Italien 2010 die zwischenzeitlich festgeschriebene Obergrenze von 8.000 Megawatt fast erreicht hatte. Das aktualisierte Conto Energia hebt diese Deckelung auf und sieht ein neues Ausbauziel von 23.000 Megawatt bis Ende 2016 vor. „Mit dem Conto Energia IV bietet Italiens Fotovoltaikmarkt weiterhin gute Investitionschancen. Noch immer zählt die Vergütung zu den attraktivsten in Europa“, erklärt Petra Seppi, Branchenexpertin und Netzwerkpartnerin der BLS.

Höchstfördersätze für Anlagen auf Gebäuden

Das Conto Energia IV regelt die Einspeisevergütung bis zum 31. Dezember 2016. In diesem Zeitraum sinken die Fördersätze moderat ab, zunächst Monat für Monat und ab 2013 in halbjährlichen Schritten. Für den Zeitraum bis Dezember 2012 knüpft das Conto Energia IV an die Regeln seines Vorgängers an: die Förderhöhe richtet sich nach der Anlagengröße und hängt zusätzlich davon ab, ob PV-Module auf Gebäuden oder im Freiland installiert werden. Höchstfördersätze gelten für kleine und auf Gebäuden errichtete Anlagen. Die Vergütungen werden für 20 Jahre ausbezahlt und bleiben währenddessen konstant. Anlagenbetreiber erhalten sie zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Stromverkauf. Erst ab 2013 soll ein neues Tarifmodell die bisherige Trennung in Stromverkauf und Einspeisevergütung aufheben. Dazu stellt das aktualisierte Conto Energia einen neuen Einheitstarif in Aussicht.

Energetische Sanierungen als Förderschwerpunkt

Mit einer Reihe von Sonderprämien setzt das Conto Energia IV gezielte Förderschwerpunkte. Zuschläge bis 30 Prozent erhalten Anlagen, die als Teil einer umfassenden energetischen Gebäudesanierung errichtet werden. Für Anlagen, die Asbest-Dächer ersetzen, steigt der Tarif um fünf Cent je Kilowattstunde. Außerdem stockt der italienische Staat den Fördersatz um zehn Prozent auf, wenn mindestens 60 Prozent der Investitionskosten auf Anlagenkomponenten aus europäischer Produktion zurückzuführen sind. Von dieser Regelung können insbesondere auch Hersteller aus Deutschland profitieren.

Business Location Südtirol als Partner für den Markteinstieg

Die bisherige Entwicklung der Solarbranche in Italien ist eng mit dem Conto Energia verknüpft. Zusammen mit der hohen Sonneneinstrahlung und den im EU-Vergleich hohen Strompreisen sorgte das Förderinstrument binnen weniger Jahre für einen starken Anstieg der installierten Leistung in dem Mittelmeerstaat. Auch deutsche Unternehmen profitieren von dem Marktwachstum. Vielen gelingt der Markteinstieg ausgehend vom Wirtschaftsstandort Südtirol. Die BLS berät Investoren umfassend zur italienischen Einspeisevergütung nach dem Conto Energia IV, zum Beispiel am 8. Juni ab 10.00 Uhr beim Deutsch-Italienischen Forum Solarenergie im Rahmen der Fachmesse Intersolar in München (siehe separate Pressemitteilung). Auf Wunsch unterstützt die Standortagentur Unternehmer und Investoren mit weiteren maßgeschneiderten Dienstleistungen rund um eine Ansiedlung in Südtirol.

Quelle: Business Location Südtirol – Alto Adige

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