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Hamburg, 23. Januar 2013, Conergy ist zwar präsent und wird am Markt wahrgenommen, aber so richtig im Mittelpunkt steht das Unternehmen schon lange nicht mehr. Conergy war schon sehr oft am Abgrund gestanden, konnte aber das Pferd noch immer rechtzeitig vom nächsten und letzten Schritt abhalten. Im mäßigen Galopp ging es dann wieder voran, insbesondere in neue Märkte. Auch wenn das Photovoltaik-Unternehmen die lange, schmale Treppe zwei Stufen rauf und wieder eine zurück erklimmt, ist doch immerhin das Ziel erreichbar. Mühsam ernährt sich eben das Eichhörnchen.

Conergy AG

Aber Conergy setzt alles daran, markt- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Im zweiten Quartal 2012 konnte das PV-Unternehmen erstmals seit 2010 ein operativ positives Ergebnis aufzeigen. Im dritten Quartal 2012 konnten,  trotz anhaltendem Preisdruck, die Verluste erheblich reduziert werden. Die strategische Neuausrichtung umfasste auch den Verkauf der voltwerk electronics GmbH an Bosch und den Umbau der Solar-Modulfertigung in Frankfurt (Oder).

Im September 2012 beendete Conergy, im Rahmen eines Vergleichs, den Waferliefervertrag (Wafer Supply Agreement) mit  dem US-amerikanischen Waferhersteller MEMC Electronic Material, Inc. (MEMC). Durch die vorzeitige Aufhebung des ursprünglich noch bis Ende Juni 2018 geltenden Waferliefervertrags entfallen für Conergy somit die darin festgelegten Abnahmeverpflichtungen für Wafer in einer Größenordnung von insgesamt rund 600 Mio. US-Dollar über die Vertragslaufzeit. Seitdem kann das Unternehmen seinen Bedarf an Produktionsmaterialien frei von den im heutigen Marktumfeld ungünstigen Konditionen, die in dem Vertrag mit MEMC vereinbart waren, zu marktgerechten Preisen beziehen.
 
Im Oktober 2012 klassifizierte Bloomberg New Energy Finance (BNEF) die Solarmodule von Conergy als einen der sogenannten „Tier 1“ Hersteller von kristallinen Solarmodulen. Kriterium ist hierbei die Finanzierbarkeit (Bankability) für die Staffelung in die verschiedenen Tiers. Bei den am häufigsten in kreditfinanzierten Projekten verwendeten PV-Modulen rangiert Conergy auf Rang 11 und ist damit vor allen anderen deutschen und sogar europäischen Solarunternehmen.

Neben Deutschland, dem für Conergy noch immer größten Einzelmarkt, setzt das Unternehmen vor allem auf das Ausland. Der Auslandsanteil macht laut Conergy etwa 75 % vom Gesamtumsatz aus. Conergy plant, die Auslandsquote schrittweise zu erhöhen. Ist das der langsame Abschied aus dem deutschen Solarmarkt? (Wir berichteten: Conergy bald nur noch im Ausland aktiv? Nach Tonga folgt Israel).

Die letzten Solarprojekte der Conergy AG im Überblick:

Deutschland / August 2012: Conergy und die B.O.N.E. Gruppe um den norddeutschen Privatinvestor Stephan Johannsen schreiben ein weiteres Kapitel ihrer langjährigen Solar-Erfolgsgeschichte: Nur wenige Monate nach der Einweihung des 8 Megawatt Solarparks in Grimmen errichtete Conergy in Johannsens Auftrag ein weiteres 3,4 Megawatt starkes Sonnenkraftwerk im niedersächsischen Künstlerdorf Worpswede. Der Solarpark ist ein wichtiger Bestandteil des lokalen Projektes „Energiewende Osterholz 2030“. Auch bei diesem vierten gemeinsamen Kraftwerk setzt der Investor zu 100% auf Conergy Qualität: Als Generalunternehmer verantwortete Conergy sowohl die Auslegung des Parks als auch den Bau und die Lieferung sämtlicher Komponenten. Die REON AG aus Worpswede ist als Projektentwickler von Beginn an der Energiewende Osterholz 2030 beteiligt und hat mit der Umsetzung dieses Solarparks in Neu Sankt Jürgen einen großen Beitrag geleistet.
 
Spanien / September 2012: Conergy setzt seine solare Erfolgsgeschichte in Spanien fort: Nur wenige Monate nach der 1 Megawatt starken und damit größten Aufdachanlage des Baskenlandes gehen zwei weitere Großkraftwerke im Süden der iberischen Halbinsel ans Netz. Auch bei diesen Anlagen setzt der Investor wieder auf Conergy Premiumqualität und verbaute die hochwertigen Komponenten des Systemanbieters. Die erste Anlage mit einer Gesamtkapazität von 1,8 MW befindet sich in Jerez de la Frontera auf einer 24.000 Quadratmeter großen Industriedachfläche. Das zweite, 320 Kilowatt starke Solarkraftwerk wurde auf einem 8.000 Quadratmeter großen Areal im Dorf Segura de la Sierra in der Provinz Jaén installiert.

Griechenland / Oktober 2012: Conergy trotzt weiter der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage in Griechenland und realisiert zusammen mit seinem langjährigen Partner MGD-Energy zwei Solarparks mit einer Gesamtkapazität von einem Megawatt. Die beiden jeweils 500 Kilowatt starken Sonnenkraftwerke mit insgesamt über 4.000 Conergy PowerPlus Modulen aus dem Frankfurter Werk befinden sich in Ampelonas in Larissa sowie in der Ortschaft Fillou in der Präfektur Karditsa in Zentralgriechenland. MGD-Energy und Partner Conergy planen zudem weitere gemeinsame Projekte, die im Herbst folgen sollen.

USA / Oktober 2012: Conergy baut seine Stellung im solaren Wachstumsmarkt USA weiter aus: Im Norden Kaliforniens errichtet der Systemanbieter ein 725 Kilowatt starkes Solarkraftwerk für den Mandelproduzenten T & P Farms. Künftig wachsen die Mandeln nicht nur unter der kalifornischen Sonne, sondern werden auch mit Hilfe ihrer Energie „geknackt“ und weiter verarbeitet. Ganze 95% des Energiebedarfs für die Schälmaschinen kann T & P Farms in Zukunft mit dem umweltfreundlichen Sonnenstrom vom Fabrikdach decken und dabei tausende Dollar an Energiekosten einsparen. Conergy realisiert dieses Projekt als Generalunternehmer und verantwortet somit alle Schritte von der Planung, über die Auslegung und den Bau der Anlage, bis hin zur Lieferung der Komponenten. Zudem übernimmt Conergy nach Fertigstellung auch die Wartung und weitere Betriebsführung des Kraftwerks.

Griechenland / Oktober 2012: Conergy realisiert zusammen mit seinem lokalen Partner Spercheios S.A. vier Solarkraftwerke für griechische Privatinvestoren. Die vier Anlagen mit einer Gesamtkapazität von einem Megawatt setzen allesamt auf Conergys PowerPlus Module aus dem Werk in Frankfurt (Oder). Die Kraftwerke produzieren insgesamt 2,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr – das ist genug, um mehr als 700 Haushalte zu versorgen. Gleichzeitig vermeiden die Anlagen 2.000 Tonnen CO2 Emissionen und schonen so die Umwelt auf der hellenischen Halbinsel.

Italien / Oktober 2012: Conergy hat in Italien eine 544 Kilowatt Indachanlage an den Investor Alubel übergeben. Das dachintegrierte Solarkraftwerk befindet sich auf dem Firmengebäude des Dach- und Fassadenherstellers in Bagnolo in Piano in der Provinz Reggio Emilia. Auf einer Fläche von über 9.000 Quadratmetern haben die Solarexperten rund 2.300 Conergy PowerPlus Module auf dem Blechdach installiert. Jährlich produzieren sie rund 572.000 Kilowattstunden Strom. Dies ist genug, um mehr als 160 Haushalte mit sauberer Energie zu versorgen und gleichzeitig mehr als der Fassadenhersteller Alubel in seinem Firmengebäude pro Jahr verbraucht.

Spanien / Oktober 2012: Das Biorestaurant La Sal Varador am Strand von Mataro in Barcelona betritt mit Hilfe von Conergy neue Pfade: Mit der Einspeisegenehmigung ist der Weg frei für die erste netzgekoppelte Conergy Eigenverbrauchsanlage in Spanien, die ohne Förderung wettbewerbsfähig ist. Während des spanischen Moratoriums im Sommer hat Systemanbieter Conergy dieses Pilotprojekt zusammen mit seinen beiden Installationspartnern Eco 100 und SolarTradex ins Leben gerufen, um neue Möglichkeiten für Spaniens solare Zukunft im Rahmen der Netzparität aufzuzeigen. Das Ergebnis: Solar lohnt sich auch ohne Förderung, wenn tagsüber viel Energie benötigt wird.

Deutschland / Oktober 2012: Conergy und sein langjähriger Partner Renew HGmbH haben in Kaisersesch im Landkreis Cochem-Zoll in der Eifel, zwölf Kilometer nördlich der Mosel, ein Gemeinschaftsprojekt erfolgreich ans lokale Stromnetz gebracht. Dabei arbeiteten die Solarexperten Hand in Hand: Zuerst brachte Renew das ein Megawatt starke Solarkraftwerk zur Baureife, danach folgte die Planung und Auslegung des Solarparks von Conergy. Der Hamburger Systemanbieter zeichnete auch für die rund 4.000 Conergy PH Module auf Conergy SolarLinea Gestellen verantwortlich, bevor sie den „Projektstab“ wieder an Renew übergaben für den Bau, die Verkabelung und den Netzanschluss.

Spanien / Oktober 2012: Conergy installiert die erste Aufdachanlage, die dank Eigenverbrauch die Netzparität erreicht hat und gänzlich ohne Solarförderung auskommt. Nun geht ein weiteres Conergy Solarkraftwerk in der sonnenverwöhnten südspanischen Region Andalusien ans Netz. Auf den Fabrikdächern einer der größten Gemüse- und Fruchtkooperative der Provinz Granada, El Grupo S.C.A., produzieren künftig rund 1.000 Conergy PowerPlus Module sauberen Sonnenstrom. Über 47.000 Tonnen frische Tomaten, Gurken, Paprika, Bohnen und Wassermelonen werden pro Saison in der Fabrik im Küstendorf Castell de Ferro verarbeitet und von dort aus in ganz Spanien und Europa vertrieben – nun unterstützt durch nachhaltige Energie vom Dach. Conergy zeichnet als Generalunternehmer sowohl für den gesamten Planungsprozess und die Auslegung als auch für den Bau der Anlage und die Komponentenlieferung verantwortlich.

Indien / Oktober 2012: Conergy stärkt seine Marktposition in Indien. Als einer der Marktführer und Pioniere im indischen Off-Grid Geschäft, hat der Hamburger Systemanbieter ein insgesamt 900 Kilowatt starkes Solarprojekt für das Madhya Pradesh Forest Department (MPFD) errichtet. Das Inselprojekt besteht aus 755 Ein-Kilowatt- und 29 Fünf-Kilowatt-Solarsystemen, die künftig die Ranger in den abgelegenen Forststationen und Nationalparkbüros mit grünem Strom versorgen. Damit ermöglichen sie sowohl einen Internetanschluss als auch die Kommunikation mit dem Hauptsitz in Bhopal.

Thailand / November 2012: Conergy setzt seinen Erfolgskurs in Thailand fort und unterstreicht damit seine hervorragende Marktposition in den südostasiatischen Wachstumsmärkten. Der Systemanbieter sicherte sich in einem Ausschreibungsverfahren einen Großauftrag über zwei thailändische Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 21 Megawatt. Auftraggeber ist der lokale Investor Thai Solar Energy Company Limited (TSE) mit Sitz in Bangkok. Conergy zeichnet als Generalunternehmer dabei sowohl für die gesamte Planung und Auslegung als auch für die Komponentenlieferung und Installation der beiden insgesamt fast 500.000 Quadratmeter großen Solarkraftwerke in Doembang Nangbuat in der Provinz Suphanburi und in Boaploy in Kanchanaburi verantwortlich. Beim Bau vor Ort arbeitet Conergy mit seinen langjährigen lokalen Partnern Annex Power und Ensys zusammen.

Thailand / November 2012: Mit der Einweihung und feierlichen Inbetriebnahme der neuen 65 Kilowatt starken Solaranlage bekommen die 110 Jugendlichen im Alter zwischen vier und achtzehn Jahren im Yaowawit Heim für Waisen und sozial benachteiligte Kinder und der angeschlossenen Schule nun sauberen Sonnenstrom. Damit sind sie echte kleine Solar-Pioniere und die wahrscheinlich erste Schule mit eigenem Solarkraftwerk im Land des Lächelns. 227,400 Wattstunden Strom pro Tag produzieren die 324 Conergy Module und versorgen damit unter anderem die Computer und Klimaanlagen der Schule. Dabei vermeiden sie rund 43 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.

Spanien / Dezember 2012: Nur wenige Wochen nach dem ersten Pilotprojekt auf dem Dach des Biorestaurants La Sal Varador am Strand von Barcelona schließt Conergy zwei weitere Solaranlagen in der nordspanischen Provinz Huesca an, die dank Eigenverbrauch gänzlich ohne Förderung auskommen. Gemeinsam mit seinem Installationspartner Electrobin errichtete der Systemanbieter die erste, 10 Kilowatt starke Solaranlage auf dem Dach der Firma Agustin Castán, einem Hersteller von Betonfertigteilen für landwirtschaftliche Anwendungen in Castejón del Puente. Die zweite Installation mit einer Leistung von 5 Kilowatt befindet sich auf einem Einfamilienhaus in der Stadt Monzón. Rund 22.500 Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom produzieren beide Anlagen insgesamt pro Jahr und sorgen damit für über 30% niedrigere Stromrechnungen sowohl bei dem lokalen Unternehmer als auch beim privaten Anlagenbesitzer.

Deutschland / Dezember 2012: Bereits im Mai hatte Conergy einen Großauftrag der Stadtwerke Trier gewonnen. Mit dem Auftrag über den 1,1 Megawatt Solarpark für die Stadtwerke Heidelberg kann der Systemanbieter seine strategische Kooperation mit Energieversorgern nun noch weiter ausbauen. Die Stadtwerke Heidelberg, die bereits eine lange Tradition beim Ausbau ihres Solarportfolios haben, setzen nun mit Conergy erstmals auf ein solares Großkraftwerk. Der Solarpark entsteht auf dem Gelände der versiegelten Hausmülldeponie Feilheck in Heidelberg. Conergy agiert dabei als Generalunternehmer und zeichnet sowohl für die Planung und Auslegung des Parks als auch für die Umsetzung, den Bau und die Komponentenlieferung verantwortlich.

Deutschland / Dezember 2012: Conergy unterstreicht mit dem Bau eines rund 1 Megawatt starken solaren Großkraftwerks erneut seine Projektkompetenz im Aufdachsegment. Die Anlage entsteht auf sechs neu errichteten Stalldächern in der brandenburgischen Gemeinde Uckerland. Auf der insgesamt über 8.000 Quadratmeter großen Dachfläche installieren die Solarexperten über 4.000 Conergy Module der „P-Serie“. Diese produzieren künftig rund 950.000 Kilowattstunden Sonnenstrom im Jahr und versorgen damit die Stallungen direkt mit sauberer Energie vom Dach sowie zusätzlich etwa 240 Haushalte in der Region. Conergy agiert dabei als Generalunternehmer und verantwortet somit alle Schritte von der Planung, über die Auslegung und den Bau der Anlage, bis hin zur Lieferung der Komponenten.

Spanien / Januar 2013: Conergy baut ein weiteres Solarkraftwerk auf den kanarischen Inseln. Auf die mit 1,7 Megawatt größte Aufdachanlage der Kanaren auf einer Kaffeerösterei sowie ein weiteres 500 Kilowatt starkes Projekt auf Gran Canaria folgen nun drei insgesamt 500 Kilowatt starke Aufdachanlagen für einen Obst- und Gemüse Großhandel in Antigua auf der Vulkaninsel Fuerteventura. Conergy agiert dabei als Generalunternehmer.

Rumänien / Januar 2013: Der Hamburger Systemanbieter Conergy verstärkt mit dem Markteintritt in Rumänien seine internationale Ausrichtung. In dem osteuropäischen Wachstumsmarkt errichten die Conergy Experten zusammen mit dem lokalen Partner Solanna Investment S.r.l. einen der größten Solarparks des Landes. Das Kraftwerk mit einer Leistung von 2,2 Megawatt und einer Gesamtfläche von rund 13.700 Quadratmetern befindet sich in Bobiceşti nahe der rumänischen Stadt Craiova. Die rund 9.400 Conergy PowerPlus Module aus der Fabrik des Systemanbieters in Frankfurt (Oder) erzeugen hier künftig etwa 2.840 Megawattstunden sauberen Sonnenstrom pro Jahr. Dies ist genug, um zirka 870 Haushalte in der Region mit Strom zu versorgen. Dabei vermeidet der Solarpark rund 1.250 Tonnen schädlicher CO2 Emissionen.

Griechenland / Januar 2013: Trotz der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation in Griechenland setzt Conergy seinen Erfolgskurs auf der hellenischen Halbinsel fort. Der Systemanbieter hat weitere drei Anlagen mit insgesamt 1,5 Megawatt Solarleistung fertig gestellt. Investoren der Kraftwerke sind die beiden Solarunternehmen Diasindesi SA und Photovoltaika Karditsa Ltd.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

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