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Hamburg, 18. Februar 2010 - Der angeschlagene deutsche Solarkonzern Conergy hat sich im vierten Quartal selbst übertroffen sowie erstmals seit der Fast-Pleite Ende 2007 wieder einen Gewinn verbucht. Zwischen Oktober und Ende Dezember 2009 verdienten die Hamburger vor Steuern und Zinsen (EBIT) 25,1 Mio. Euro. Im vierten Quartal erwirtschaftete Conergy einen Umsatz von 244,4 Mio. Euro und ein positives EBITDA von 36,8 Mio. Euro. Der Vorjahresvergleich zeigt die Restrukturierungserfolge. Damals lag das EBITDA noch bei minus 130,3 Mio. Euro.

Nur noch minus 36,8 Mio. Euro EBIT

Die Börsianer feiern den Quartalsgewinn mit einem Gewinnaufschlag. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:30 Uhr) notiert das Conergy-Papier mit einem Plus von 12,80 Prozent bei 0,85 Euro. Profitiert hat der Konzern vor allem vom deutschen Solarboom zu Jahresende und dem beigelegten Streit mit dem Lieferanten MEMC. Trotz der positiven Nachrichten hat man nach wie vor weitere Effizienzsteigerungen vorzunehmen. So weist das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2009 ein negatives EBIT von 36,8 Mio. Euro aus. Dies ist jedoch nur noch ein Fünftel des Fehlbetrags aus dem Jahr 2008. Damals betrug das EBIT minus 181,8 Mio. Euro.

Die erreichten Erfolge sind eigenen Angaben nach auf die Konzentration profitabler Umsätze sowie Sach- und Personalkosten zurückzuführen. "Wir stehen heute deutlich effizienter und straffer da. Unsere Zahlen zeigen: Der Trend stimmt. 2010 streben wir schwarze Zahlen an", so Conergy-Vorstandsvorsitzender Dieter Ammer. Trotz aller Zuversicht spiele aber auch die künftige Marktentwicklung in Deutschland bei der Erreichung dieses Ziels eine entscheidende Rolle. Die geplante Kürzung der staatlichen Solar-Förderung könnte negative Auswirkungen nach sich ziehen, so der CEO.

Trotz Problemen Ende 2009 mit Aufholjagd

Ein Blick auf das Gesamtjahr zeigt die Aufholjagd des Hamburge Spezialisten für kristalline Solarmodule, Wechselrichter sowie Gestellsysteme für Solaranlagen. Der Umsatz war 2009 stark rückläufig. Der Konzern führt dies vor allem auf das schwache Geschäft zu Beginn des Jahres zurück. Die Erlöse gingen in den vergangenen zwölf Monaten um 38 Prozent auf 600,9 Mio. Euro zurück. Im Schlussquartal nahm das Unternehmen 244,4 Mio. Euro ein, rund ein Drittel mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Redakteur: Florian Fügemann

Quelle: pressetext

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