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Hamburg, 12. Mai 2011, Das Hamburger Solarunternehmen Conergy konnte im ersten Quartal 2011 in einem schwierigen Marktumfeld seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6% auf € 163,3 Mio. steigern (Vorjahr: € 150,3 Mio.). Dabei konnten die Solarspezialisten vor allem ihr internationales Geschäft weiter ausbauen. Mit einem hohen Auslandsumsatz von € 122,1 Mio. (Vorjahr: € 74,8 Mio.) – das entspricht einem Anteil von rund 75% des Gesamtumsatzes – stellte Conergy seine starke Aufstellung im Ausland unter Beweis.

Conergy AG
Conergy AG
Allerdings beeinflussten der erhebliche Preisdruck im schwachen deutschen Markt, eine reduzierte Auslastung der Modulfabrik in Frankfurt (Oder) sowie ein verhaltenes Elektronikgeschäft als wesentliche Faktoren das operative Ergebnis negativ. Die Rohertragsmarge sank dadurch um 10,7 Prozentpunkte. Sondereffekte aus Währungsverlusten von zusätzlich rund € 6 Mio. wirkten sich auf das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) aus: Conergy erzielte somit im ersten Quartal ein EBITDA von € -12,3 Mio. (Vorjahr: € 7,3 Mio.) sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von € -18 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.). Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich einschließlich der aufgegebenen Geschäftsbereiche im ersten Quartal auf € -20,7 Mio. (Vorjahr: € - 5,1 Mio.).

 

Saisonal bedingt entwickelte sich das erste Quartal schwächer als die vorangegangenen Quartale. Die turnusmäßige Absenkungen der Solarförderung in Deutschland im Januar sowie die anhaltenden Diskussionen über die Förderung in Italien sorgten für zusätzliche Unsicherheit und Preisdruck im Markt. „Trotz des insgesamt verhaltenen Jahresstart in der Branche konnten wir unsere Umsätze steigern – vor allem im Ausland“, so Finanzvorstand Dr. Sebastian Biedenkopf. „Unsere frühe Internationalisierung hat uns in der schwierigen Marktsituation in Deutschland geholfen.“

 

Erfreulich entwickelten sich die Umsatzzahlen in Europa (außer Deutschland). Während sich die Umsätze im deutschen Heimatmarkt halbierten, konnte Conergy den Umsatz im restlichen Europa auf € 80 Mio. verdoppeln (Vorjahr: € 40,2 Mio.). Auch Nordamerika mit einem Wachstum von rund 65% auf € 15,3 Mio. (Vorjahr € 9,3 Mio.) sowie die Region Asien-Pazifik mit einer Steigerung von rund 6% auf € 26,8 Mio. zeigten ein erfreuliches Wachstum.

 

Diesen Entwicklungen stand der Rückgang im größten Solarmarkt Deutschland gegenüber, in dem sich auch das zweite Quartal verhaltener als erwartet entwickelt. „Wie schwierig der Markt derzeit ist, hat uns auch der Start in das zweite Quartal gezeigt, in dem die Erholung und Belebung des Marktes nicht so früh kommt, wie erwartet“, so Finanzvorstand Biedenkopf.

 

Geschäftserwartung 2011

Das Unternehmen ist für das Gesamtjahr weiterhin verhalten zuversichtlich. Conergy erwartet bei, mit Ausnahme von Deutschland, im Wesentlichen unveränderten Rahmenbedingungen weiter steigende Umsätze auf über eine Milliarde Euro in 2011. Allerdings wird die Umsatzprognose für 2011 durch die sich in einigen europäischen Ländern laufend verändernden Förderbedingungen erschwert. So wurde die britische Einspeisevergütung kürzlich insbesondere bei Freianlagen drastisch reduziert. Auch im weltweit zweitgrößten Photovoltaik-Markt Italien ist mit einer kurzfristigen Anpassung der Förderbedingungen zu rechnen.

 

Ein über den Erwartungen liegender Preisdruck, bedingt durch Überkapazitäten und Bestände, die nachlaufende Entwicklung der Rohstoffpreise sowie ein ungünstiger Produktmix haben im ersten Quartal 2011 zu einem deutlich reduzierten Rohertrag geführt. Das Erreichen des für 2011 geplanten Ergebnisziels wird hierdurch erschwert. Zwar rechnet Conergy für 2011 weiter mit einem EBITDA im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal 2011 ist diese Prognose allerdings mit Unsicherheiten belastet und wird von dem weiteren Verlauf der Marktentwicklung des zweiten Quartals 2011 abhängig sein.

 

Termin für Hauptversammlung am 26. August 2011

Für die Realisierung der am 25. Februar 2011 auf der außerordentlichen Hauptversammlung beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen hat Conergy alle vertraglich vereinbarten Voraussetzungen geschaffen und liegt im Zeitplan. Die unmittelbare Umsetzung der beabsichtigten Kapitalmaßnahmen wird noch durch die von einigen Aktionären gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung erhobenen Anfechtungsklagen aufgehalten. Conergy hat in diesem Zusammenhang ein gerichtliches Freigabeverfahren eingeleitet. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Verfahrens können dann die Kapitalmaßnahmen und die damit verbundene maßgebliche Entschuldung des Unternehmens voraussichtlich bis Ende Juli 2011 umgesetzt werden. Die Ergebnisse präsentiert Conergy auf seiner Hauptversammlung, die nun für den 26. August 2011 geplant ist.

 

Quelle: Conergy AG

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