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Wörrstadt, 04. März 2011, Als im Herbst 2010 der Startschuss für den Bau der Bürger-Solaranlage auf der Coface-Arena fiel, war ein besonderes Angebot der Stadtwerke Mainz AG, der juwi-Gruppe und der Mainzer Volksbank innerhalb weniger Tage vergriffen: Mehrere hundert Menschen aus Mainz und Umgebung beteiligten sich finanziell am MVB-Solarsparen und erwarben symbolisch einen Teil der Anlage auf dem Stadiondach. In den vergangenen Monaten hat die RIO Energie, ein gemeinsames Tochterunternehmen der juwi- Gruppe und der Stadtwerke Mainz AG, die Bürger-Solaranlage errichtet und inzwischen vollständig ans Netz genommen.

Solarstromanlage auf der Coface-Arena

Auf einer Fläche von rund 9.000 Quadratmetern wurden ca. 11.000 Solarmodule des deutsch-amerikanischen Modulherstellers First Solar installiert. Pro Jahr sollen von dem Stadiondach der 05er künftig etwa 700.000 Kilowattstunden (kWh) Sonnenstrom in das öffentliche Netz eingespeist werden – dies entspricht umgerechnet dem Bedarf von knapp 200 Privathaushalten und vermeidet pro Jahr rund 470.000 Kilogramm CO2. Mit dem Photovoltaik-Projekt schießen sich der Verein 1. FSV Mainz 05 und die Stadt quasi auf einen Champions-League-Platz: Die Mainzer Anlage gehört in Deutschland zu den drei größten Solar-Dachanlagen auf Fußball-Stadien.

Matthias Willenbacher, Vorstand der juwi-Gruppe: „Die Photovoltaik spielt bei der Energiewende eine entscheidende Rolle, denn sie bringt regionale Wertschöpfung und sorgt für günstigen Strom. Photovoltaik-Anlagen drängen zunehmend teure Spitzenlast-Großkraftwerke aus dem Netz und können so die Preise an der Strombörse senken. Außerdem erzeugt die Photovoltaik die Energie genau dort, wo sie gebraucht wird und spart so viele Milliarden Euro für den Netzausbau. Wie attraktiv Solarstrom-Anlagen darüber hinaus als Investment für die Menschen der Region sind, zeigt das Beispiel der Coface-Arena eindrucksvoll.“

„Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen symbolisch an der Bürgersolaranlage auf dem Stadiondach beteiligt haben und dass dieses Angebot so erfolgreich ist“, ergänzt Detlev Höhne, Vorstand der Stadtwerke Mainz AG. „Es bestärkt uns auf unserem Weg zur Energiewende für Mainz, bei dem wir schon viel erreicht haben, aber gemeinsam mit den Bürgern noch weitere Schritte gehen möchten.“

Auch der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel freut sich über die Fertigstellung der Solaranlage auf dem Dach des neuen Stadions, das von der stadteigenen Grundstücksverwaltungsgesellschaft (GVG) errichtet wird: „Ich kann mir keinen besseren Ort für die Bürgersolaranlage vorstellen. Die Idee stößt offensichtlich auf breite Zustimmung und steht damit nicht nur für ein zukunftsweisendes Energiekonzept in der Landeshauptstadt, sondern ist auch Symbol einer intensiven Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Mainzer Volksbank eG (MVB) Uwe Abel betont: „Für die Gewinnung von umweltfreundlichem Sonnenstrom durch eine Photovoltaikanlage ist das Dach des neuen Mainz05-Stadions ein optimaler Standort und ein hervorragendes Projekt für Mainz. Wir sind begeistert von diesem Projekt und seiner Zielsetzung, da wir uns seit Jahren mit viel Engagement für die für die Finanzierung von Projekten mit erneuerbaren und regenerativen Energien positioniert haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob solche Großprojekte oder die Montage einer Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses zu finanzieren ist."

Das Stadion-Solarsparen war ein exklusives Anlageangebot der Mainzer Volksbank. 500 Euro Mindesteinlage mussten interessierte Bürger investieren – der maximale Anlagebetrag belief sich auf 5.000 Euro. Über eine Laufzeit von 10 Jahren werden 3,5 % Zinsen p.a. gewährt. Das Kontingent war auf 3 Millionen Euro begrenzt. Diese Summe entspricht dem Investitionsvolumen des Projektes. Der Zinsertrag ist nicht an den Ertrag der Photovoltaikanlage gebunden.

Quelle: juwi-Gruppe

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