photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bonn, 22. Mai 2012, Der Solarmodulhersteller SolarWorld AG ist erfreut über die vorläufige Entscheidung, Antidumpingzölle auf importierte Solarprodukte aus China zu verhängen. Die vorläufige Entscheidung des US-Handelsministeriums (Department of Commerce) sieht das Unternehmen als wichtigen Schritt zur Wiederherstellung  eines fairen Wettbewerbs. Das endgültige Urteil des US-Handelsministeriums wird für die zweite Jahreshälfte erwartet. Je nach Fabrikat belaufen sich die Zölle zwischen 31,14 und 249,96 Prozent. Erst im März legte die Behörde vorläufig Antisubventionszölle auf chinesische Solarprodukte in Höhe von 2,9 bis 4,7 Prozent fest. Beide Zölle addieren sich.

SolarWorld AGMit diesen Entscheidungen wurde einer Petition der US-Tochtergesellschaft des deutschen Solarkonzerns SolarWorld gegen chinesische Exportsubventionen und Dumpingpreise vorläufig stattgegeben. Die Zölle gelten für Photovoltaikmodule auf Basis von kristallinen Siliziumzellen aus China. Das US-Handelsministerium prüft zwischenzeitlich weitere Subventions- und Dumpingtatbestände.
 
SolarWorld betreibt neben seiner Produktion in Deutschland in Hillsboro/Oregon die größte Fertigungsstätte für Solarstromtechnologie in den USA und führt eine Gruppe von amerikanischen Herstellern an, die sich gegen unfairen Wettbewerb einsetzen.

 

Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG: „Die Entscheidung des US-Handelsministeriums heute gibt uns Mut, dass wir zu einem fairen Wettbewerb zurückkehren können. Sie ist auch ein Signal an Europa, wo vergleichbare Maßnahmen greifen müssen. Illegale chinesische Handelspraktiken zerstören den Solarmarkt und gefährden zahlreiche Arbeitsplätze.“

Für den ein oder anderen chinesischen Solarhersteller fallen die Strafzölle mehr oder weniger hoch aus. Trina Solar, LDK Solar, Jinko Solar, Canadian Solar, Yingli und Suntech sowie ein paar weitere Hersteller müssen mit einem Antidumpingzoll in Höhe von etwa 31 Prozent rechnen. Alle anderen Solarhersteller müssen mit 249,96 Prozent rechnen.

Doch mit welchen Reaktionen ist auf chinesischer Seite zu rechnen? Wird es zu einem solaren Handelsstreit kommen? In den Medien ist gar von Solarkrieg die Rede. Es bleibt daher die endgültige Entscheidung des US-Handelsministeriums abzuwarten.

Quelle: SolarWorld AG

 

You have no rights to post comments