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Blaubeuren, 04. Mai 2012, Die centrotherm photovoltaics AG konnte im ersten Quartal des Jahres 2012 einen Auftragseingang in Höhe von 255,4 Mio. Euro verzeichnen. Im Vorjahr lag dieser noch bei 224,3 Mio. Euro. Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte das Unternehmen den Auftragseingang um 31,1 Mio. Euro steigern. Im Auftragseingang enthalten ist nach erfolgter Anzahlung ein Großauftrag von Sonelgaz zum Bau einer vollintegrierten Solarmodulfabrik in Algerien. Die Solarfabrik spült dem Unternehmen über 227,1 Mio. Euro in die Kasse. Dennoch ist das EBIT negativ.

Die Branchen- und Finanzierungssituation bleibt weiterhin angespannt und zeigte sich erneut in der Geschäftsentwicklung. Für die ersten drei Monate in diesem Jahr ergab sich im Konzern ein Umsatz von 82,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 189,3 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) sank auf minus 42,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 17,7 Mio. Euro). Der Auftragsbestand betrug zum 31. März 2012 insgesamt 508,2 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 423,0 Mio. Euro).

„In den Zahlen spiegeln sich die Marktturbulenzen wider, mit denen auch wir zu kämpfen haben“, so Dr. Thomas Riegler, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics AG. „Die Branche befindet sich in der bisher schwersten Krise, die Konsolidierung ist im vollen Gange. Daher arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung unseres Restrukturierungsprogramm ct focus (Wir berichteten: centrotherm photovoltaics: Stellenstreichungen - EBIT im minus - Effizienzprogramm „ct focus“), welches umfangreiche Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung vorsieht. Das erklärte Ziel, um centrotherm auf den Weg nachhaltiger Profitabilität zurückführen, ist eine schlanke und effizienten Organisationsstruktur, sowie die strategische Ausrichtung auf die technologischen Kernkompetenzen und Produkte insbesondere im Segment Solarzelle & Modul sowie im Bereich Halbleiter. Für das erste Halbjahr 2012 gehen wir von keiner Verbesserung der aktuellen Situation aus.“

Entwicklung in den einzelnen Segmenten

Im Segment Silizium & Wafer erzielte centrotherm photovoltaics mit dem Verkauf von Technologie und Anlagen für die Siliziumproduktion Umsätze von 37,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 29,3 Mio. Euro). Für das operative Ergebnis (EBIT) ergab sich ein Wert von minus 0,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,2 Mio. Euro). Der Auftragsbestand im Segment lag am 31. März 2012 bei 195,5 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 176,1 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum hat sich das Risiko verdichtet, dass es im Rahmen eines Großprojekts möglicherweise zu einem Rechtsstreit in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrages kommt. Da der Vorstand nach bisheriger Einschätzung davon ausgeht, dass aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen hieraus für die Gesellschaft keine größeren Belastungen resultieren werden, wurden derzeit keine weiteren Rückstellungen gebildet.

Im Segment Solarzelle & Modul beliefen sich die Umsatzerlöse auf 37,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 154,9 Mio. Euro). Das EBIT lag bei minus 32,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 19,3 Mio. Euro). Der Auftragsbestand im Segment betrug am Ende des ersten Quartals 306,3 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 234,6 Mio. Euro).

Das Segment Dünnschichtmodul erwirtschaftete einen Umsatz von 8,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 5,1 Mio. Euro). Das EBIT lag bei minus 10,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: minus 3,8 Mio. Euro). Das Segment verzeichnete einen Auftragsbestand von 6,4 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 12,3 Mio. Euro).

Ausblick für das erste Halbjahr

„Für das erste Halbjahr 2012 sehen wir keine Verbesserung der aktuellen Situation“, so Finanzvorstand Riegler. „Dennoch sehen wir den anhaltenden Kostendruck in der Photovoltaikindustrie auch als Chance. Denn unsere Kunden setzen auf hocheffiziente Technologien und Produktionsanlagen, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil ermöglichen. Darüber hinaus sehen wir das mittel- bis langfristige Potenzial der Photovoltaik durch den weltweit steigenden Energiebedarf und die begonnene Energiewende.“

Quelle: centrotherm photovoltaics AG

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