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Berlin, 20. Februar 2011, Vor dem Hintergrund des jüngsten Streites um mögliche CO2-Lagerstätten in Deutschland wendet sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz erneut mit allem Nachdruck gegen Versuche, die CCS-Technologie einzuführen und deren Risiken zu verharmlosen. Bereits im August 2010 hatte er sich in einem Positionspapier gegen die Verpressung von Kohlendioxid-Abfällen gewandt.

„Die Verpressung von Kohlendioxid (CO2) ist nicht mit der Speicherung von Erdgas vergleichbar. Erdgasspeicherung erfolgt in abgeschlossenen Räumen. Die CO2-Endlagerung ist dagegen in nicht abgegrenzten geologischen Schichten geplant. Im Gegensatz zu Erdgas reagiert CO2 mit dem Salzwasser in den Gesteinsschichten, in die verpresst werden soll. Es entsteht u.a. hochaggressive Kohlensäure, die vor allem brüchige oder kalkhaltige Gesteinsformationen angreift. Dadurch kann es zu Leckagen kommen, aus denen verunreinigtes CO2 bzw. Salzwasser entweichen können. Wohin die Säure entweicht und welche weitreichenden Schädigungen über und unter der Lagerstätte durch Leckagen und Giftstoffe im Säuregemisch entstehen können, ist nicht vorhersehbar. Diese Fakten sollten sich jene in Erinnerung rufen, die CCS in der Bundesrepublik etablieren wollen“, kritisiert Marwitz alle Befürworter der Technologie.

„Technisch wie politisch wird die Verpressung von CO2 nur unter enormem Druck zu bewerkstelligen sein. Der Widerstand der Bevölkerung in den betroffenen Regionen ist ungebrochen. Diesen Vorgang mit der althergebrachten Erdgasspeicherung gleichzusetzen, heißt Äpfel mit Birnen vergleichen – mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt, die einzig auf die Brandenburger abgewälzt werden sollen. Kein seriöser Wissenschaftler möchte für die Sicherheit der CO2-Technologie garantieren. Wer sich als Politiker heute hinstellt und CO2-Deponien als sicher und ungefährlich bezeichnet, handelt verantwortungslos“, so der brandenburgische Abgeordnete.

Quelle: MdB Hans-Georg von der Marwitz

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