photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie den Button "akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

 

München, 12. Februar 2012, Der Solarmodulhersteller Canadian Solar (NASDAQ: CSIQ), mit Produktionsstätten in China und Kanada, ist besorgt über die Pläne von einigen europäischen Solarherstellern. Ähnlich wie im Moment in den USA geplant, wollen europäische Solarhersteller den Unternehmen aus dem Ausland den Handel mit Solarprodukten erschweren. Strafzölle sollen für die Produkte von Herstellern aus Nicht-EU-Ländern erhoben werden.

Nach Meinung von Canadian Solar, gefährdet dies tausende qualifizierte Arbeitsplätze in der Solarindustrie, einer der am schnellsten wachsenden Branchen in Europa. Laut einer aktuellen Wirtschaftsanalyse der Brattle Group hätten Strafzölle auf aus China importierte Solarzellen und Solarmodule den Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen in den USA zur Folge. Ähnliche Auswirkungen würden in Europa besonders Projektentwickler, Installateure und Service-Unternehmen treffen. Die Studie wurde im Auftrag der Coaliton for Affordable Solar Energy (CASE) durchgeführt, einer schnell wachsenden Koalition amerikanischer Solarunternehmen, die freien Handel und Wettbewerb als ausschlaggebend für preisgünstige Solarenergie erachten.

Kosteneffizienz ist der Schlüssel dafür, dass sich die Photovoltaik als wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel etablieren konnte. Heute beschäftigt die europäische Solarindustrie über 280.000 Menschen. Während die Preise für Solarmodule sinken, steigt diese Zahl kontinuierlich. Die wirtschaftliche Stärke der EU liegt traditionell in ihren Regionen. Dies gilt besonders für die dezentral angesiedelte Solarindustrie. Den größten Anteil der qualifizierten Arbeitsplätze innerhalb der europäischen Solarindustrie stellt die Realisierung von Solaranlagen mit Projektentwicklern, Installateuren und Service-Unternehmen. Der Bereich der Modulherstellung macht im Vergleich dazu einen verhältnismäßig geringeren Prozentsatz der Fachkräfte aus. Für Deutschland weist der Deutsche Bundesverband für Solarwirtschaft von den insgesamt 130.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Solaindustrie nur einen Anteil von 18.000 Arbeitsplätzen in der Produktion von Solarmodulen aus.

„Das größte Potenzial für Europa liegt im regionalen Geschäft der Projektierer und bei in der solaren Wertschöpfungskette nachgelagerten Unternehmen. Deren positive Entwicklung wäre massiv gefährdet, wenn die chinesische Solarmodulindustrie de facto vom Markt ausgeschlossen würde. Dies hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Marktchancen von Projektentwicklern und Installateuren und würde tausende Arbeitsplätze gefährden. Das wäre eindeutig das falsche Signal an eine europäische Wirtschaft, die immer noch mit den Folgen der Euro-Krise kämpft. Es würden außerdem alle bisherigen Leistungen für skalierbarere, zuverlässigere und sicherere Solarlösungen für Unternehmen, Gemeinden, Privatkunden und institutionelle Anleger – also genau das, was die Öffentlichkeit von der Solarindustrie verlangt - zunichte gemacht“, erklärt Gregory Spanoudakis, President of EMEA Operations von Canadian Solar.

„Strafzölle auf importierte Solarzellen und -module würden für unsere Kunden – Privat- und Geschäftskunden sowie öffentliche Institutionen – signifikant höhere Kosten bedeuten. Natürlich würde sich dies direkt auf die Investitionsbereitschaft in Solarlösungen auswirken“, sagt Paul Wheeler, Gründer und Vorsitzender von MAP Environmental, einem Anbieter von Photovoltaik-Technologie aus Großbritannien. „Letztlich würde eine solche Entwicklung jeden regional aufgestellten Anbieter und Installateur treffen, dessen Geschäftserfolg von kostengünstiger und gleichzeitig effizienter Technologie abhängt.“

Quelle: Canadian Solar

You have no rights to post comments