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Berlin, 17. März 2011, Zu Hermesbürgschaften für Atomtechnologien durch die Bundesregierung erklärt Ute Koczy, Sprecherin für Entwicklungspolitik:

Hermesbürgschaften für den Bau von Atomkraftwerken in anderen Ländern müssen sofort eingestellt werden. Der atomare Ausstieg muss international sein. Während in Deutschland gefährdete Kraftwerke auf dem Prüfstand stehen, sollen anderswo Risikomeiler mit deutscher Unterstützung entstehen. Ohne die Garantie der Hermesbürgschaft würden Atomkraftwerke von deutschen Unternehmen nicht mitgebaut werden. Diese Doppelmoral ist unerträglich.

Die apokalyptische Situation in Japan zeigt auf dramatische Weise, dass der Ausstieg aus der Atomenergie keinen Aufschub duldet. Das gilt hier wie anderswo. Die Aufkündigung der von rot-grün beschlossenen Umweltleitlinien für Hermesbürgschaften, die die Ablehnung der Risiken von atomaren Technologien beinhalten, war unverantwortlich.

Für das AKW Angra 3 in Brasilien wurde eine Hermesbürgschaft bis zu 2,5 Milliarden Euro zugesagt. Angra 3 liegt im einzigen Erdbebengebiet Brasiliens und ist mit hohen Unfallrisiken behaftet. Der künftige Reaktor ist technologisch veraltet, Brasilien hat keine unabhängige Atomaufsicht. Die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber diesen Risiken ist unverantwortlich. Deutsche Wirtschaftsinteressen werden vor den Schutz von Menschen und Umwelt gestellt.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

Kommentare   

#1 Schmidt 2011-03-19 22:07
Unmöglich das auch ich als Steuerzahler daran beteiligt bin milionen Menschen glaube so an die 20 alein in der Region in Gefahrzu bringen . Wer bitte organizirt etwas dagen ? kann ich da mitmachen...oder ist es schon zu spät ? Danke

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