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Berlin, 05. Januar 2012, Zur Meldung, dass der Netzbetreiber Tennet die Kaltreserve eines österreichischen Kraftwerks abgerufen hat, erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:

Die nicht-nukleare Kaltreserve sichert die Versorgung. Der reibungslose Einsatz im Dezember zeigt, dass die Entscheidung gegen ein Stand-by-AKW und für zusätzliche Rückfalloptionen richtig war. In Deutschland geht auch nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken nicht das Licht aus.

Viel Wind im Norden und der kurzfristige Ausfall eines AKW im Süden drohten die Leitungen zu sehr zu belasten. Genau für einen solchen Fall hatte die Bundesnetzagentur vorgesorgt und den Netzbetreibern mehrere Kraftwerke als Backup zur Verfügung gestellt.

Der Ruf von Wirtschaftminister Rösler nach neuen Kohlekraftwerken ist für die akute Versorgungssicherheit wirkungslos und klimapolitisch verantwortungslos. Der Minister kann seine Forderung weder mit Studien unterlegen noch hat er die Unterstützung der Energiebranche. Die wichtigen Aufgaben hingegen verschläft er: Wir brauchen eine kontinuierliche Überwachung der Versorgungssicherheit. Die Bundesregierung hat dazu immer noch kein Verfahren vorgelegt. Dabei darf sich die Politik nicht allein auf die Netzbetreiber verlassen.

Den Blick weiter allein auf Deutschland zu beschränken greift zu kurz. Versorgungssicherheit kennt keine nationalen Grenzen. Wir sollten bei dieser Aufgabe mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten. Die Kooperation mit Österreich hat sich im Dezember als erfolgreicher Anfang erwiesen.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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