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Berlin, 10. Dezember 2009 - Zum heute beginnenden EU-Gipfel erklärt Dr. Hermann Ott, Sprecher für Klimapolitik:

Der EU-Gipfel muss sich auf konkrete Emissionsreduktionen von 30 Prozent bis 2020 festlegen und ebenso konkrete finanzielle Zusagen an die Entwicklungsländer machen. Die Reduktionsziele dürfen nicht davon abhängen, ob andere Länder diesem Beispiel folgen. Klimaschutz eignet sich nicht zum Pokern.

Die EU muss sich ebenfalls eindeutig zu substanziellen finanziellen Zusagen an die Entwicklungsländer verpflichten. Diese sollten bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Nur so wird es den betroffenen Ländern möglich sein, eine emissionsarme Wirtschaft aufzubauen und die Folgen des bereits jetzt spürbaren Klimawandels zu bewältigen. Und nur so kann global das 2-Grad-Ziel noch erreicht werden.

Noch ist ein verbindliches Abkommen in Kopenhagen nicht unmöglich. Aber schon die ersten Tage in Kopenhagen haben gezeigt: Ohne konkrete Angebote an die Länder die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, ist es unmöglich zu einem angemessenen Abschluss zu kommen. In Kopenhagen ist noch nichts verloren: Der EU-Gipfel muss jetzt ein eindeutiges Signal setzen durch ein faires und konkretes Angebot an die Entwicklungsländer.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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