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Berlin, 25. Mai 2010 - Zu den Äußerungen von Wirtschaftsminister Brüderle, beim Klimaschutz sollte eine Pause eingelegt werden, erklärt Dr. Hermann Ott, Sprecher für Klimapolitik:

Rainer Brüderle hat nicht verstanden, wie dramatisch die Situation beim Klimawandel wirklich ist. Das Jahr 2009 war trotz der kühlen Temperaturen in Europa weltweit das zweitwärmste gemessene Jahr. Der April 2010 war entgegen unserem Empfinden global gesehen der wärmste Monat seit Beginn der Messungen. Eine Pause beim Klimaschutz wäre fatal und würde die Bekämpfung des Klimawandels mittel- und langfristig massiv verteuern.

Es mag sein, dass bestimmte Weinanbaugebiete in Deutschland vom Klimawandel profitieren können. Der Bundeswirtschaftsminister sollte aber die gesamte Wirtschaft im Auge haben, nicht nur die Winzer. Gerade Deutschland besitzt die Möglichkeit mit seiner Hochtechnologie in den Bereichen Effizienz und Erneuerbare Energien Weltmarktführer beim Klimaschutz zu werden. Dazu sind jedoch anspruchsvolle Ziele und Maßnahmen erforderlich. Mit einer Pause bei den Anstrengungen zum Klimaschutz würde der deutschen Wirtschaft deshalb ein Bärendienst erwiesen.

Herr Brüderle sollte sich vielleicht selber eine Pause gönnen, wenn er den Herausforderungen seines Amtes nicht gewachsen ist. Denn der Klimaschutz ist keine Petitesse, sondern ein zentrales Aufgabengebiet auch seines Ressorts. Statt einer Pause beim Klimaschutz muss die EU muss diese Woche unbedingt das 30-Pozent-Reduktionsziel verkünden - für einen effektiven Klimaschutz, zur Förderung der grünen deutschen Technologien und auch um glaubwürdig in die weiteren Klimaschutzverhandlungen zu gehen.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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