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München, 15. März 2010 - Ein wichtiger Schritt für die Umsetzung der Elektromobilität: die BMW Group, Siemens und die Stadtwerke München (SWM) haben eine Zusammenarbeit zur Erprobung von Elektrofahrzeugen und dem Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur in der bayerischen Landeshauptstadt vereinbart. München ist dabei eine von acht Modellregionen für Elektromobilität des Bundesverkehrsministeriums. Für die neue Generation der Ladeinfrastruktur in München liefert Siemens die Technologie und die SWM den grünen Strom. Die BMW Group wird in einem ersten Schritt ihre seit 2009 in München eingesetzte Flotte von 15 MINI E auf mindestens 40 vergrößern. Interessierte Kunden können sich im Frühjahr 2010 für die Nutzung bewerben, die ersten MINI E werden im September übergeben.

Im Rahmen des Konjunkturpaketes II hat das Bundesverkehrsministerium acht Modellregionen zur Erprobung und Marktvorbereitung von Elektrofahrzeugen ausgewählt. „Das heute vorgestellte Projekt repräsentiert alles wofür die Modellregionen des Bundesverkehrsministeriums stehen. Hier wird nicht nur wegweisende Technologie entwickelt, sondern bei Nutzern in München erprobt“, sagte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. Oberbürgermeister Christian Ude sieht dies als optimale Kooperation an: „Mit Siemens und BMW, zwei großen Münchner Dax-Unternehmen, jeweils führende Technologieunternehmen in ihren Bereichen, und mit den Stadtwerken München, die eine Vorreiterrolle beim Ausbau Erneuerbarer Energien einnehmen, haben sich ideale Partner zusammengeschlossen, um das Zukunftsthema umweltverträgliche Mobilität in München voranzubringen."

Mit Siemens bringt ein weltweit agierender Technologiekonzern mehr als 160 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Elektrotechnik und über 100 Jahre Erfahrung bei der Elektromobilität mit ein. „Wir beschäftigen uns intensiv und umfassend mit dem Thema“, sagte Peter Löscher, CEO der Siemens AG, „Mit Teams in den Sektoren Energy und Industry sowie der zentralen Forschung decken wir die gesamte Prozesskette der Elektromobilität ab.“ Dieses Know-how eröffnet neue Perspektiven: Das Konsortium möchte dabei einen neuen Maßstab beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen setzen. Mit der Entwicklung von Schnellladesystemen könnten die Ladezeiten um ein Vielfaches reduziert werden, somit werden Elektrofahrzeuge auch für neue Nutzergruppen und Einsatzmöglichkeiten interessant.

Bereits 2009 hat die BMW Group 15 MINI E an Kunden übergeben. Die deutliche Erhöhung der Flotte auf mindestens 40 Fahrzeuge erschließt neue Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel den Betrieb einer Kleinflotte. Die BMW Group wird in diesem Projekt weitere Erkenntnisse zur Nutzung von Elektrofahrzeugen in Kundenhand gewinnen. Die Erfahrungen fließen direkt in die Entwicklung des zukünftigen Megacity Vehicle ein, welches in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts unter einer Sub-Marke von BMW auf den Markt kommen wird. „In der Modellregion München erproben wir eine wegweisende Zukunftstechnologie im Alltag. Die Partner und die Stadt München spielen damit in der ersten Liga bei der Gestaltung nachhaltiger Mobilität“, sagte Dr. Norbert Reithofer, Vorsitzender der Vorstands der BMW AG.

Neben der internationalen Tragweite der Elektromobilität hängt der Erfolg von regional verankerten Unternehmen ab. Die SWM als Energieversorger ermöglichen den Aufbau und Betrieb einer für alle zugänglichen Ladeinfrastruktur. Binnen Jahresfrist werden sie 100 Ökostrom-Ladestationen im Stadtgebiet errichten. Der Ausbau der Infrastruktur erfolgt bedarfsgerecht in enger Abstimmung mit den Nutzern von Elektromobilen. Geplant sind öffentlich zugängliche Ladestationen, etwa an Straßen oder Parkplätzen, Strom-Zapfsäulen für Firmenfuhrparks sowie Heimladestationen.

Die SWM werden darüber hinaus Elektrofahrzeuge für den eigenen Firmenfuhrpark beschaffen. Dr. Florian Bieberbach, Kaufmännischer Geschäftsführer der SWM: „Schon seit Jahrzehnten bieten wir als Betreiber von U-Bahn und Tram gelebte Elektromobilität. Mit dem Aufbau unserer Ladeinfrastruktur ermöglichen wir diese nun auch für den Individualverkehr. Und da wir an unseren Ladestationen ausschließlich Ökostrom anbieten, ist der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge Null.“ Getragen wird die Elektromobilität in München von der SWM Ausbauoffensive Erneuerbare Energien. „Mit dieser wollen wir bis 2025 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie in der Landeshauptstadt verbraucht wird. Das deckt auch den zukünftigen Bedarf aus E-Mobilität ab.“

Quelle: BMW Group / Siemens AG / Stadtwerke München GmbH

Kommentare   

#1 Gerald Vollnhals 2010-03-15 12:01
E-Mobilität ist in aller Munde und die Stadt München ist als Modellregion ausgewählt. Was ist denn dann falsch ein Projekt mit 15 nein gar 40 E-Minis aufzusetzen.... ? Vielleicht dass die Stadt München und die eng damit verbundenen Stadtwerke gar nicht bemerken, dass sie völlig im Hintertreffen gelandet sind, wenn sie 2 E-Busse und 1 E-LKW kaufen ? Die Modellregionen waren gedacht, den Bürgern/innen die E-Mobilität näher zu bringen und die neuen Möglichkeiten aufzuzeigen. Hier ist davon nichts zu spüren. Es findet ein Konzernklüngel statt, dem sich die Stadt ohne großes Engagement hingibt. Wichtige Situationen und Möglichkeiten werden vertan und Technologien, die für Bürger/innen Lebensqualtität und Umweltschutz erlebbar machen, finden keine Unterstützung, weil kein Konzern sondern Mittelstand dahinter steht. Aber der Mittelstand wird´s schon richten..... lieber Herr Ude!

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