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Berlin, 08. Dezember 2010, „Deutschland braucht eine integrierte Zell- und Batteriesystemproduktion“. Zu diesem Ergebnis kommt die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) in ihrem Ende November vorgelegten Zwischenbericht. Das Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien (KLiB) begrüßt diese Forderung wie auch die Aussage des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie zur Bedeutung einer wettbewerbsfähigen Batterie- und Zellproduktion in Deutschland.

„Aus unserer Sicht ist die Zellfertigung das Schlüsselelement in der Batterie-Wertschöpfungskette“, sagt Dr. Hubert Jäger, Vorsitzender des Kompetenznetzwerkes und Konzernforschungsleiter der SGL Group.

Leistungsfähige Batterien sind ein zentrales Element für den in Deutschland geplanten Leitmarkt Elektromobilität. Aber gerade bei der Zellproduktion besteht in Deutschland Nachholbedarf.

Führende deutsche Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen bündeln daher seit 2009 ihre Kompetenzen in einer gemeinsamen Plattform, um den Vorsprung anderer internationaler Regionen aufzuholen. Im April 2010 wurde daraus das Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien (KLiB) gegründet. „Die Bündelung der Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette und der offene Dialog der Mitglieder untereinander sind ein entscheidender Faktor für den raschen Aufbau einer integrierten Zell- und Batterieindustrie in Deutschland“, so Jäger. Durch den Erfahrungsaustausch sollen auch die chemische Industrie, die Zellfertigung und der Anlagebau schneller zur automatisierten und industrialisierten Produktion von Zellen und Batteriekomponenten gelangen. Im KLiB engagieren sich bereits jetzt 20 wichtige deutsche Unternehmen, die alle wesentlichen Elemente der Wertschöpfungskette von den Rohstoffen bis hin zum Batteriesystem abdecken.

Eine Batterie ist ein komplexes System aus Zellen und Systemkomponenten (Elektronik, Sensorik, Sicherheits- und Kühlkomponenten). Den größten Anteil an der Wertschöpfung der Batterie macht mit 60 bis 80 Prozent die Zellfertigung aus, so die Ergebnisse des Zwischenberichtes der NPE. Für eine Autobatterie werden zum Teil über 100 einzelne Zellen benötigt.

In der Zellfertigung sieht daher KLiB ein Schlüsselelement für die Leistungsfähigkeit des Batteriesystems. Deutschland verfügt über hohe Kompetenzen in der Materialentwicklung und auch in der Systemintegration; damit sind wesentliche Komponenten der Wertschöpfungskette bereits vorhanden. Eine wettbewerbsfähige Zellindustrie muss aber erst noch aufgebaut werden. Die hohe Wertschöpfung in der Zellfertigung würde als Motor auf die gesamte Wertschöpfungskette wirken und zusätzlich gerade die in Deutschland starken mittelständischen Unternehmen etwa im Anlagenbau und der Fertigungstechnologie stärker einbeziehen.

Um die vollständige Wertschöpfungskette für den Leitmarkt Elektromobilität abzudecken, bedarf es konzentrierter Anstrengungen seitens der Industrie und des Staates zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen Zellindustrie in Deutschland.

Hochwertige und sichere Zellen und Batterien „Made in Germany“ würden den Hightech-Standort stärken und einen wesentlichen Baustein für den Leitmarkt Elektromobilität bilden. „Mit dem KLiB wollen wir dafür die Basis schaffen und den Aufbau der Zellfertigung in Deutschland vorantreiben“, so Hubert Jäger.

Quelle: Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien

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