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Für die Entwicklung eines Inspektionssystems für Dünnschicht-Solarmodule erhält die Basler AG rund 870.000 EURO vom Land Schleswig-Holstein aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft nach der Richtlinie „Betriebliche Forschung, Entwicklung und Innovationen“. Die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Karin Wiedemann übergab dem Unternehmen hierfür heute (21. August) in Ahrensburg einen Förderbescheid.

„Die Basler AG ermöglicht mit der Entwicklung ihres optischen Inspektionssystems eine dauerhafte Reduzierung der Herstellungskosten in der Photovoltaikindustrie. Sie unterstützt damit die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien“, so Karin Wiedemann.

Die heute gängigen Solarzellen werden auf der Basis von reinem Silizium gefertigt. Ihre Herstellung ist aufwändig und das Produkt selbst sehr empfindlich. Entwickelt werden daher insbesondere Material sparende und weniger anfällige Dünnschicht-Solarmodule. Hier wird auf eine robuste Trägersubstanz, z. B. Glas, eine dünne Halbleiterschicht, z. B. Silizium, aufgedampft. Die Herstellungskosten können damit deutlich reduziert werden.

Ein Problem sind jedoch die Fehlerquoten im Verlauf der Produktion. Hier setzt das Inspektionssystem der Firma Basler AG an. Es wird nicht erst das fertige Endprodukt überprüft, sondern der gesamte Entstehungsprozess eines Dünnschicht-Solarmoduls. „Unsere Inspektionssysteme werden in allen Wertschöpfungsstufen und Prozessschritten der Dünnschichtproduktion zum Einsatz kommen“, so Dr. Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender der Basler AG.

Eine weitere Besonderheit des neuen Inspektionssystems ist, dass es als Baukastensystem entwickelt wird. Im Bereich der Hardware bedeutet das eine gezielte Entwicklung der Komponenten und Schnittstellen, wie Baugruppen, Modulen, mechanischen und elektrischen Schnittstellen-Standards. Im Bereich der Software sollen entsprechende Bild-verarbeitungs-Algorithmen entwickelt werden. Mit diesem flexiblen Inspektionssystem sollen die Hersteller von Solarmodulen sehr einfach auf die Vielfalt und Dynamik reagieren können, die mit den Dünnschicht-Solarmodulen einhergehen.

Quelle: WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH

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